Netzwerk mit charismatischen Spitzenkräften

Rhapsody in School organisiert Musikerkontakte zu Schulen


(nmz) -
Rhapsody in School ist ein immer weiter wachsendes Netzwerk, das hochengagierte Solisten in Schulklassen aller Schularten und aller sozialen Prägungen bringt. Aus diesen Besuchen erwachsen immer wieder auch Auftritte mit Jugendlichen in deren Musikprojekten und ein weiterführendes Engagement der Musiker/innen für junge Menschen.
Ein Artikel von Monika Hoenen, Sabine von Imhoff

Bei Rhapsody in School engagieren sich über 170 (Tendenz steigend) weltweit renommierte Klassik-Stars oder auch junge Talente, die auf dem „Absprung“ zu einer großen Karriere stehen, weil sie allen Schülern unabhängig von ihren familiären und sozialen Zusammenhängen einen zündenden emotionalen Erstkontakt zu klassischer Musik ermöglichen und die Eigeninitiative von Schüler/innen zu künstlerischem Ausdruck fördern wollen. Sie besuchen rund um ihre Konzerttermine Schulklassen aller Schularten, spielen für die Schüler, oft auch mit ihnen, und kommen mit ihnen ins Gespräch. Gegenseitige Neugier und eine offene experimentelle Grundsituation schaffen viel Raum für Improvisation, für spielerische und überraschende Begegnungen mit der Musik und mit-einander. 

Wenn der Konzerttermin am selben Abend liegt, werden die Schüler eingeladen zu kommen und „ihre Künstler“ dort in Konzertatmosphäre zu erleben. Man lernt sich kennen. Rhapsody-Besuche haben schon zahlreiche Musikprojekte angestoßen, die dauerhaft Schülern die Möglichkeit zu aktiver Teilhabe an (klassischer) Musik vor Ort eröffnen. Rhapsody in School- Musiker/innen unterstützen immer wieder auch ehrenamtliche Musikprojekte durch Auftritte mit Laien- oder Schulorchestern. Lehrer/innen, Schüler/innen und Musiker/innen erleben die Besuche und Auftritte als sehr motivierend und sinnstiftend. 

Rhapsody in School kooperiert mit rund 40 renommierten Festivals, Orchestern, Theatern, Opern, ehrenamtlichen Initiativen und privaten Jugendprojekten, die langfristig angelegt sind und Plattformen für Schüler/innen sein wollen. Die Zahl der Schulpatenschaften wächst ebenfalls. Das Netzwerk erweitert sich fast wöchentlich und hat zum Ziel, deutschlandweit (inzwischen auch über Deutschlands Grenzen hinaus) möglichst viele hoch engagierte Künstler/innen der Spitzenklasse als „Impulsgeber“ zu den Schülern sowie zu Lehrern und engagierten Initiatoren von Jugendprojekten zu bringen und Schüler in eigenen Projekten zu unterstützen. Schule, Musiker und Kulturinstitutionen werden zu Partnern im Bemühen um die Schüler. Das Netzwerk und dessen Pflege benötig keinen pompösen Überbau und verschlingt kein riesiges Budget, aber es schafft Wege und verknüpft Engagement und Kompetenzen, um motivierende, inspirierende, erkenntnisreiche und würdigende Begegnungen zu ermöglichen. Rhapsody in School ist eine Art „Zündfunkengenerator“, der die Chance zur Teilhabe an einer lebensrelevanten „internationalen Sprache“ in alle Schultypen und alle sozialen Zusammenhänge bringt und dazu ermutigt, sich selbst künstlerisch auszudrücken und damit einen respektvollen Zugang zu Gefühlswelten zu gewinnen.

Solche Netzwerke für bürgerliches Engagement von charismatischen Spitzenkräften bringen frischen Wind, kreative Impulse und ein interessiertes Miteinander hochkompetenter Partner im Bemühen um die Jugend. Das kann beispielgebend für Netzwerke in anderen Bereichen der Kultur und der Wissenschaft sein. Ob Spitzenmusiker oder Impulsgeber aus anderen gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Zusammenhängen – sie können in Schulen ermutigen, bringen miteinander in Kontakt, was zusammen gehört, schaffen Möglichkeiten des Austauschs und würdigen junge Persönlichkeiten, die (zukünftige) Mitgestalter der Gesellschaft sind. Gleichzeitig profitieren sie selbst vom Kontakt zu Schülern und Schulen und nehmen diese Impulse in ihre Zusammenhänge mit.

Bei Rhapsody in School steht die Musik im Zentrum. Und es ist keine Einbahnstraße: Wie verbindend die Musik ist, dass sie eine über Jahrhunderte gewachsene Sprache der Gefühle ist, mit der sich jeder über Raum und Zeit hinweg verständigen kann und in der sich Musiker, Schüler und Lehrer auf emotionaler Ebene näher kommen können, wird von allen Beteiligten ganz praktisch erlebt. Das wirkt sich auch bei den Konzertauftritten aus, bei denen Rhapsody-Musiker „anders“ spielen, wenn „ihre“ Schüler im Publikum sind. So bringen die Schüler ihre Impulse in das Konzertleben ein und brechen langfristig eingefahrene Strukturen auf.

Für den September ist nun ein musikalisches Großereignis in Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt geplant. Am 27. 9. 2012 werden sowohl um 11.00 Uhr als auch um 19.00 Uhr Konzerte unter dem Motto „Der Karneval der Tiere“ – Rhapsoy in Concert stattfinden, bei denen Werke von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert, Bela Bartók und Camille Saint-Saëns erklingen werden. Eine große Zahl prominenter Künstler hat sich hier vorbildlich in den Dienst der Sache gestellt: Lars Vogt, Lauma Skride (Piano), Sabine Meyer (Klarinette), Christian Tetzlaff, Daniel Hope (Violine) Antoine Tamestit (Viola), Alban Gerhardt, Daniel Müller-Schott (Violoncello), Edicson Ruiz (Kontrabass), Johannes Fischer (Schlagzeug) und Andrea Lieberknecht (Flöte). Als Sprecher konnte  Klaus Maria Brandauer gewonnen werden und die Moderation der Veranstaltung hat Malte Arkona übernommen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung gibt es unter www.rhapsody-in-school.de und www.konzerthaus.de

Das könnte Sie auch interessieren: