Phantasie punktet!

Deutscher Jugendorchesterpreis 2016/17 auf Schloss Weikersheim verliehen


(nmz) -
Am 15. Oktober rückte die JMD das Engagement junger Orchester in den öffentlichen Fokus: Bei der Verleihung des Deutschen Jugendorchesterpreises gab‘s einen Auftritt eines ganz besonderen Orchesters, Urkunden und Applaus, Applaus für kreative Konzertprojekte.
Ein Artikel von JMD

Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft der Bundesjugendministerin, den die JMD 2016/17 bereits zum elften Mal durchführte, zeichnet neben der musikalischen Qualität auch die kreative Programmgestaltung aus und stellt die eigenverantwortliche Umsetzung des Konzertprojekts durch die Jugendlichen in den Vordergrund. 14 Jugendorchester aus dem gesamten Bundesgebiet waren für die Endrunde nominiert und nun zum Abschluss des Wettbewerbs zu Gast in Weikersheim.

Den 1. Preis und 3.000 Euro erhielt das Jugendsinfonieorchester Schwerin: „PAUL“ war Maskottchen, Themengeber und Glücksbringer für ein anspruchsvolles musikalisches Projekt. Ein klassisches Sinfoniekonzert? Ja! Und frech gemixt mit dem im Video animierten Paul doch auch ein ganz neues Format von jungen Leuten für junge Leute. Der 2. Preis in Höhe von 2.000 Euro ging an das Sinfonische Jugendblasorchester Freudenstadt: Nichts für schwache Nerven! Das Konzertpublikum fand sich in einer „Magic Horror Night“ wieder. In einem gruselig-stimmungsvollen Setting sorgten die Nachtgestalten des Orchesters für Gänsehaut. Mit einem 3. Preis und 1.000 Euro wurde das Sinfonieorchester des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums Weißenhorn ausgezeichnet: Hier nahmen jugendliche Musiker nicht nur die Organisation, sondern auch den Taktstock selbst in die Hand. Sein Filmmusik-Konzertprogramm setzte das Orchester als einen „Drehtag“ kreativ und mit witzigen Details in Szene.

JMD-Präsident Johannes Freyer, der die Preise und Urkunden überreichte, zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der Jugendlichen: „Mit ihren Konzertprojekten, in denen sie selbst Creative Director, Moderatorin oder sogar Dirigent waren, haben die Jugendlichen gezeigt, dass Orchester wunderbar lebendige Klang-Körper sind, und damit auch Menschen begeistern, die bislang wenig mit klassischer Musik zu tun hatten.“ Der Leiter des Referats Jugend und Bildung im Bundesjugendministerium Peter Joseph würdigte diesen Gestaltungswillen, den die JMD mit ihrem Wettbewerb herausfordere und auch konkret unterstütze. Jugendlichen Freiräume zu öffnen, in denen sie selbst gestalten können, sei ein hohes Gut und hoher Wert für unsere Gesellschaft. Auch Jean-Marc Vogt, 2. Vorsitzender des Gesamtvorstands der Deutschen Orchestervereinigung, gratulierte den jungen „Kollegen“ zu deren großartigen Leistungen.

Beim Deutschen Jugendorchesterpreis stehen Begegnung und Engagement im Mittelpunkt, weniger der Wettbewerbsgedanke. So hatte die JMD Musikerinnen und Musiker aus allen für den Deutschen Jugendorchesterpreis nominierten Orchestern vom 12.–15. Oktober zu einem abschließenden Orches­tercamp in die Musikakademie Schloss Weikersheim eingeladen, dessen Höhepunkt die Preisverleihung darstellte. Das bunt zusammengewürfelte Ensemble unter Leitung von Dirigent Martin Lentz hatte innerhalb von drei Tagen ein kurzweiliges musikalisches Programm auf die Beine gestellt. Mit einem rumänischen Volkstanz von Béla Bartók, Klezmer-Musik und „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus Walt Disney’s „Dschungelbuch“ präsentierten sich die Jugendlichen gemeinsam. In Kurzpräsentationen stellten sie dem Publikum auch ihre jeweiligen Konzertprojekte vor, mit denen sie sich am Wettbewerb beteiligt und gepunktet hatten. Das Publikum der Preisverleihung staunte, war begeistert und belohnte die Akteure mit herzlichem Beifall.

  • Der Deutsche Jugendorchesterpreis wird gefördert vom Bundesjugend­ministerium, der Deutsche Bank Stiftung und der Deutschen Orchestervereinigung.

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