Rückblick und Ausblick

Die Landesmusikakademie Hamburg geht in ihr 10. Fortbildungsjahr


(nmz) -
Die Organisationsform der Landes­musikakademie Hamburg ist besonders und ungewöhnlich: sie ist entstanden aus den internen Fortbildungsprogrammen der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg und des Hamburger Konservatoriums. Diese beiden Institute stellen gemeinsam die Finanzierung und die Organisations- und Personalstruktur, Mitinitiator und Dachorganisation ist der Landesmusikrat Hamburg.
Ein Artikel von Ulrike Beißenhirtz, Winfried Stegmann

Der hohe Praxisbezug der Fortbildungen ist durch das große Spektrum der Institute gewährleistet: Die größte Musikschule Deutschlands und das Konservatorium mit seiner engen Verzahnung von Musikschule und Studium bilden das ganze Spektrum der außerschulischen Musikpädagogik ab. Es entsteht ein Synergie-Effekt: Dem eigenen Kollegium kann ein hochkarätiges und aktuelles Fortbildungsprogramm angeboten werden, die externen Teilnehmer aus ganz Deutschland sind willkommen und unterstützen die Finanzierung.

Für die Planung und die Durchführung der Kursangebote sind Winfried Stegmann und Ulrike Beißenhirtz zuständig. Beide sind den Instituten auch mit weiteren Leitungsfunktionen und einem Unterrichtsanteil in Akademie und Musikschule eng verbunden. So können Sie den Fortbildungsbedarf auch aus eigener Erfahrung beurteilen. 

Die Landesmusikakademie Hamburg hat kein eigenes Haus. Genutzt werden die vorhandenen Räumlichkeiten der Kooperationspartner. Darüber hinaus finden die Kurse auch bei anderen Partnern wie der Hochschule für Musik und Theater Hamburg oder den Hamburger Schulen statt. Übernachtungsangebote bietet Hamburg in allen Kategorien und Preislagen. Ein eigenes Gästehaus ist deshalb nicht notwendig. 

Netzwerke zu schaffen gehört zu den Aufgaben der Landesmusikakademie Hamburg. Das ist im Laufe der Jahre vielfach gelungen: mit der Hamburger Hochschule für Musik und Theater, der Education-Abteilung der Elbphilharmonie Hamburg, mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg und vor allem mit JeKi Hamburg. In dem laufenden Jahr ist eine besondere Kooperation im Zusammenhang mit der Verleihung des „junge ohren preises“ vom 16.–18. November in Hamburg gelungen. Mit dem Thema „Kinder und Jugendliche können komponieren“ flankiert ein Kurs der Landesmusikakademie diesen wichtigen Event der Musikvermittlung. Dieser Kurs findet in Zusammenarbeit mit „Hamburger Schülerkonzerte“ und mit Unterstützung der Deutschen Orchesterstiftung statt.

Im Bereich Bildung nimmt Hamburg eine besondere Stellung in den Bundesländern ein. Im Vergleich mit den Flächenländern ist der Stadtstaat in seiner Konzentration und Kompaktheit besonders geeignet, neue bildungspolitische Konzepte einzuführen und umzusetzen. Hamburg hat bei den Themen G8, Ganztagsschule und Inklusion immer auch die nahezu flächendeckende Umsetzung im Blick.  So hat sich seit Bestehen der Landesmusikakademie Hamburg die Unterrichtssituation der Instrumentallehrer dramatisch verändert: Immer mehr Stunden finden im Vormittagsunterricht in Gruppen statt, die oft bunt zusammengewürfelt sind. Der klassische Musikschul- und  Instrumentalunterricht am Nachmittag wird immer schwerer zu organisieren.

Das sind besondere Herausforderungen für die Musikpädagogik, denen wir mit Schwerpunkten in unseren Programmen begegnen. So sind in den vergangenen Jahren annähernd ein Drittel der angebotenen Kurse Fortbildungen für den JeKi-Unterricht  und für Schulkooperationen gewesen.

Unser zehnter Fortbildungskalender 2013, der Ende November erscheinen wird, greift mit einer Mischung aus mehrphasigen Kursen, Wochenend- und Ein-Tages-Workshops die aktuellen Themen auf. Ein neuer Schwerpunkt wird auf dem Thema Inklusion und Musikunterricht liegen. Mit einem großen Symposium im November 2013 wollen wir die Möglichkeiten und Chancen aufzeigen und die Voraussetzungen und Bedingungen diskutieren. Zu diesem Thema wird es auch weitere Angebote im Bereich von JeKi und Musiktherapie geben. 

Zum Thema JeKi und Ganztagsschule werden Constanze Heller und Uli Moritz „Starke Methoden“ für den Gruppenunterricht vorstellen. Micaela Grohé und Thomas Holland-Moritz bieten weitere Workshops dafür an. 

Im Kernbereich der instrumentalspezifischen Angebote wird es unter anderem einen Workshop „Körper und Klavier“ mit Henriette Gärtner sowie einen „Tag für das Klavier“ geben und Kurse zur Violamethodik oder Atem- und Blastechnik für Holz- und Blechblasinstrumente. Das neue Fortbildungsprogramm enthält noch viele weitere Angebote – schauen Sie rein, auch im Internet unter www.landesmusikakademie-hamburg.de.

Gerne begrüßen wir Sie einmal in der Landesmusikakademie Hamburg!

Ulrike Beißenhirtz & Winfried Stegmann
Landesmusikakademie Hamburg

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