Soundtracks

Vorgestellt von Viktor Rotthaler


(nmz) -

Ein alter Schlager aus den 30er-Jahren gab dem neuesten Film von Wong Kar-Wai seinen Titel. Auf Songtitel hat der musiksüchtige Hongkong-Regisseur schon früher angespielt, etwa bei „As Tears Go By“ oder „Happy Together“. Sein neuestes Meisterwerk spielt im Hongkong der Sixties und umkreist scheu ein merkwürdiges Liebespärchen. Musikalisch kommentiert wird diese Love-Story von Nat King Coles Samtstimme. Wong Kar-Wai greift dabei ausschließlich auf die spanischen Aufnahmen des schwarzen Sängers zurück („Quizás, Quizás, Quizás“), als Hommage an seine Mutter, deren Lieblingscrooner Nat King Cole gewesen ist. Dazu ertönen immer wieder chinesische Schlager aus der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Grundiert wird dieses exotische Musik-Mosaik aber von den melancholischen „Angkor Wat“-Themen von Michael Galasso und einem hypnotischen Walzer aus einem längst vergessenen Film, den Wong Kar-Wai wieder ausgegraben hat. Shigeru Umebayashis trauriges Walzerchen klingt noch lange nach. West-östlicher Klang-Diwan für Cineasten.


Ein alter Schlager aus den 30er-Jahren gab dem neuesten Film von Wong Kar-Wai seinen Titel. Auf Songtitel hat der musiksüchtige Hongkong-Regisseur schon früher angespielt, etwa bei „As Tears Go By“ oder „Happy Together“. Sein neuestes Meisterwerk spielt im Hongkong der Sixties und umkreist scheu ein merkwürdiges Liebespärchen. Musikalisch kommentiert wird diese Love-Story von Nat King Coles Samtstimme. Wong Kar-Wai greift dabei ausschließlich auf die spanischen Aufnahmen des schwarzen Sängers zurück („Quizás, Quizás, Quizás“), als Hommage an seine Mutter, deren Lieblingscrooner Nat King Cole gewesen ist. Dazu ertönen immer wieder chinesische Schlager aus der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Grundiert wird dieses exotische Musik-Mosaik aber von den melancholischen „Angkor Wat“-Themen von Michael Galasso und einem hypnotischen Walzer aus einem längst vergessenen Film, den Wong Kar-Wai wieder ausgegraben hat. Shigeru Umebayashis trauriges Walzerchen klingt noch lange nach. West-östlicher Klang-Diwan für Cineasten.Neue sozial-romantische Komödie aus England, in „Full Monty“ und „Brassed Off“-Tradition. Rachel Portman komponierte dafür die stimmungsvolle leicht irisch-angehauchte Musik mit „Haindling“-Anklängen! Und Rachel Portman arrangierte eine wunderbare Version des Traditionals „Black Is The Colour“, gesungen von Mae McKenna & John Parricelli. Aufgelockert wird der folkloristische Score durch Hits der 50er- bis 80er-Jahre: Louis Armstrong croont „A Kiss To Build A Dream On“, Ricky Valance fleht „Tell Laura I Love Her“, Jackie Wilson schwärmt „I Get The Sweetest Feeling“ und die Proclaimers singen „I’m Gonna Be (500 Miles)“. Wie so oft: Ein Kessel Buntes für den Soundtracksammler.

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