Wunsch nach Praxisnähe

Porträt Marie-Leann Tangermann


(nmz) -
Sowohl in Wissen vermittelnden Vorlesungen als auch bei praktischen Übungen des ersten Inklusions-Campus der MHL war Marie-Leann Tangermann (24) aus Bordesholm stets aktiv präsent. Darüber hinaus stand sie als Repräsentantin der Studierenden für Pressegespräche zur Verfügung. Ihr Engagement resultiert aus der Wahrnehmung, dass „Inklusion einem überall begegnen kann“.
Ein Artikel von Hans-Dieter Grünefeld

 Marie-Leann Tangermann studiert an der MHL im zweiten Semester Master of Education und arbeitet sehr gerne mit Kindern zusammen. Während ihres Bachelor of Arts Studiums, das sie dem Schwerpunkt Elementare Musikpädagogik gewidmet hatte, sind ihr immer wieder Kinder begegnet, die Förderbedarf in verschiedenen Ausprägungen hatten. Aufgrund dessen  findet sie es wichtig, „dass Inklusion ein Thema der Ausbildung ist, um zu lernen, welche Möglichkeiten und Methoden Inklusionskonzepte zum Umgang mit förderbedürftigen Kindern bieten“.

Vom Inklusions-Campus der MHL kann Marie-Leann Tangermann begeistert berichten: „Es ist einfach spannend, so viele Bereiche kennenzulernen, praktisch zu erfahren und eine Art Baukasten mit Repertoire für situationsgemäße Handlungen zu bekommen, die man als Anregungen nutzen kann, sich im Berufsalltag mit ganz einfachen Mitteln auf Inklusion vorzubereiten.“

Deshalb erwartet Marie-Leann Tangermann von den Lehrenden, dass die Ausbildung praxisnah bleibt, etwa wie beim Inklusions-Campus selbst zu erleben, was es bedeutet, mit einer Sehbehinderung (durch spezielle Brillen simuliert) den Weg zur Cafeteria zu finden. Solche Selbsterfahrungen helfen, die Problematik von Inklusion besser zu verstehen. Schon jetzt kann Marie-Leann Tangermann sagen, „dass Kinder viel unvoreingenommener als Erwachsene sind und nicht solche Berührungsängste mit dem Anderssein haben. Diese Beobachtung hat mich dazu motiviert zu versuchen, auch eigene natürliche Berührungsängste zu überwinden beziehungsweise abzulegen. Gerade in der Musik gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten sich auszudrücken, was das Spektrum der Kommunikation und der Interaktion erweitert“.

Im Hinblick darauf freut sich Marie-Leann Tangermann auf zukünftige Veranstaltungen zum Thema Inklusion im Musikunterricht, um mehr Kenntnisse zu erwerben und ihren „Baukasten“ für praktische Anwendungen in der Schule weiter zu füllen.

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