Zuhause in den vielfältigen Spielarten der Gegenwartsmusik

Die Flötistin Carin Levine erhielt die FEM-Ehrennadel des Deutschen Komponistenverbandes


(nmz) -
Zum fünften Mal hat die Fachgruppe E-Musik des Deutschen Komponistenverbandes e.V. die „FEM-Nadel – Ehrennadel für besondere Verdienste um die zeitgenössische Musik“ verliehen. Trägerin dieser Auszeichnung 2019 ist die US-amerikanische Flötistin Carin Levine.
Ein Artikel von nmz-red

Die renommierte Flötistin, Pädagogin und Initiatorin wichtiger Projekte der Neuen Musik wirkt und lebt seit Mitte der 70er-Jahre in Deutschland. Besonders hervorgehoben in der Jury-Entscheidung wurde das von ihr angeregte und oftmals speziell für sie komponierte Repertoire unzähliger Werke von Komponistinnen und Komponisten aller Spielarten der zeitgenössischen Musik, ungeachtet deren Herkunft, Alter und Bekanntheit: Dieses Spektrum reicht von Giacinto Scelsi über Brian Ferneyhough bis Karola Obermüller oder Benjamin Scheuer.

Mit dem mehrbändigen Kompendium „Die Spieltechnik der Flöte“ habe sie beispielhaft den reichen Kanon der neuen Ausdrucksweisen des 20. und 21. Jahrhunderts ihres Instruments katalogisiert, so die Juryberündung, in der es weiter heißt: „Sie wirkt seit vielen Jahren als engagierte Pädagogin und ist für ihre jugendlichen wie auch die fertig ausgebildeten Schülerinnen und Schüler immer da. Carin Levine zeichnet sich in allen ihren Aktivitäten durch ein großes Brennen für die Sache der Musik aus und besticht erfrischend mit ihrer Offenheit und Zugewandtheit gegenüber Mensch und Musik. Im Sinne des Anspruchs der FEM-Nadel ist sie somit generationsübergreifend Vorbild und Ansporn für die Musikwelt der Jetztzeit. Mit Carin Levine ehrt die Fachgruppe E-Musik des DKV eine herausragende und international beispielgebende Persönlichkeit für die Sache der zeitgenössischen Musik.“

Die Verleihung der FEM-Nadel fand im Rahmen der Donaueschinger Musiktage in der Alten Hofbibliothek statt. Die Laudatio hielt Lotte Thaler, die viele Jahre als SWR-Musikredakteurin für Neue Musik tätig war und als eine Kennerin der zeitgenössischen Musik und im Besonderen des Wirkens der Preisträgerin gilt. Der Jury für die diesjährige Verleihung gehörten die Musikredakteurin Meret Forster, die Komponistin Charlotte Seither und der Komponist Alexander Strauch an.

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