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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Seismograph seiner Zeit

30.05.19 (Albrecht Dümling) -
Dass Georg Katzer einmal eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik in Deutschland werden würde, war zunächst nicht zu erwarten gewesen. Aus Schlesien, wo er 1935 geboren wurde, musste die Familie bei Kriegsende in Richtung Westen fliehen. In den von ihm besuchten Schulen gab es keinen Musikunterricht.

„Eine richtig krasse Erfahrung“

30.03.19 (Albrecht Dümling) -
Die 1809 gegründete Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität war 1949 nach den Brüdern Wilhelm und Alexander von Humboldt umbenannt worden. Die Ehrung eines Preußenkönigs wurde durch die Ideen von Humanität und Völkerverständigung ersetzt. In diesem Jahr beging die Humboldt-Universität, die zu Recht stolz ist auf ihre Namenspatrone, den 250. Geburtstag des jün­geren der beiden, des Naturforschers Alexander von Humboldt. Die Musikensembles der Universität beteiligten sich gern an den Feierlichkeiten, zumal sie diese mit einem eigenen Jubiläum verbinden konnten: Humboldts Philharmonischer Chor und Humboldts Studentische Philharmonie wurden vor 25 Jahren gegründet.

Meilensteine der Berliner Kulturpolitik

13.12.18 (Albrecht Dümling) -
Ulrich Eckhardt bewarb sich im September 1972 um die Stelle des Geschäftsführers der Berliner Festspiele GmbH. 1934 im Münsterland geboren, hatte er Rechts- und Staatswissenschaften, Klavier und Dirigieren studiert und war nach einer Kapellmeistertätigkeit in Münster Kulturreferent der Stadt Bonn geworden. Schon hier war es sein Ziel gewesen, mit Kultur zugleich Sozialpolitik zu treiben.

Stilistische Neugier, gesellschaftliche Fragen

29.11.18 (Albrecht Dümling) -
Der 1996 gegründete Chor Cantus Domus ist ein ungewöhnliches Ensemble, das Brücken schlägt zwischen verschiedenen Musikwelten, zwischen Klassik und Pop. Der Chor singt große Oratorien ebenso wie Popsongs. Dazu tritt er nicht nur in klassischen Konzertsälen auf, sondern auch bei Veranstaltungen wie etwa dem Kaltern Pop Festival in Südtirol. Sein Erkennungsmerkmal sind die „Konzept-Konzerte“, mit denen Cantus Domus Aufsehen erregt. Dieses neue Konzertformat weicht durch die Einbeziehung von Tanz, Szene und Elektronik sowie durch ungewohnte Auftrittsorte von der Norm ab.

Imaginierte Rituale, orchestrale Klangschichten

26.09.18 (Albrecht Dümling) -
Kompositionen von Morton Feldman, John Cage, Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen und Mathias Spahlinger standen auf dem Programm des diesjährigen Musikfests Berlin. Solche Werke waren einmal Schwerpunkte der MaerzMusik und der ihr vorangehenden Musik-Biennale gewesen. Unter Berno Odo Polzer hat die MaerzMusik als „Festival für Zeitfragen“ allerdings eine prinzipielle Skepsis gegenüber traditionellen Konzertformaten entwickelt. Dies regte Winrich Hopp an, die entstandene Lücke auszufüllen. Noch nie setzte das von ihm betreute Musikfest einen so starken Akzent auf Neue Musik wie in diesem Jahr. Noch nie gab es allerdings auch so viele leere Plätze.

Denken in Tönen

07.09.18 (Albrecht Dümling) -
Die Erkenntnis, dass Musik nicht nur tönend bewegte Form, sondern auch inhaltlich geprägt ist, war für Wolfgang Hufschmidt grundlegend. Immer wieder umkreiste sein musikalisches Denken das Verhältnis von Struktur und Semantik. Vielen seiner Werke liegen Texte zugrunde, die er aber nie bloß vertonte, sondern immer kritisch betrachtete.

„Let‘s make music as friends“ – Young Euro Classic 2018

21.08.18 (Albrecht Dümling) -
Bei Auftritten von Jugendorchestern erwartet man Spontaneität und Spielfreude und nimmt dabei gewisse spieltechnische oder dynamische Unvollkommenheiten gerne in Kauf. Das Young Euro Classic Festival, das den Anspruch erhebt, die besten Jugendorchester der Welt zu präsentieren, bot in diesem Sommer dagegen viel Professionalität und Seriosität. Anstelle der bunten Hemden und Blusen, die man in früheren Jahren auf dem Podium des Berliner Konzerthauses oft sah, dominierten jetzt dunkle Anzüge und lange Kleider. Auch das Bundesjugendorchester trat mit seinen 94 Mitgliedern im Alter von 14 bis 19 Jahren in Schwarz auf. Ein Rest von jugendlichem Übermut zeigte sich höchstens noch in Gestalt des Bär-Maskottchens, das am ersten Pult platziert war.

Vermächtnis des Musikvermittlers Gerd Albrecht

20.04.18 (Albrecht Dümling) -
Als Gerd Albrecht im Januar 1976 mit dem Tonhalle-Orchester Zürich Aribert Reimanns „Variationen für Orchester“ zur Uraufführung brachte, reagierte das Publikum auf die harschen Dissonanzen mit Unverständnis und Protest. Zehn Jahre später eröffnete der Dirigent im Januar 1986 mit eben diesem Stück im Großen Sendesaal des SFB an der Masurenallee eine neue Konzertreihe, die vom Ersten Deutschen Fernsehen aufgezeichnet wurde.

Untergegangen in den APO-Wogen ?

02.02.18 (Albrecht Dümling) -
Ernst Schnabel, ein alter Freund Hans Werner Henzes, hatte den Text zum Oratorium „Das Floß der Medusa“ gerade fertiggestellt, als am 10. Oktober 1967 die Nachricht von der Ermordung Ernesto „Ché“ Guevaras eintraf. Dieser argentinische Arzt und Guerillero hatte gegen die Unterdrückung der Dritten Welt gekämpft – ebenso wie Jean-Charles, die Hauptfigur des Oratoriums. So beschlossen Schnabel und Henze, ihr Stück, ein Auftragswerk des NDR, zu einer Trauerallegorie für Ché Guevara zu machen.

Bemühungen um eine deutsch-tschechische Kulturgemeinschaft

30.12.17 (Albrecht Dümling) -
Nach dem Ende der Habsburger Monarchie kam es 1918 zur Gründung der Tschechoslowakischen Republik, in der damals neben knapp 9 Millionen Tschechen und Slowaken über drei Millionen Deutsche lebten. Deren Sprache und Kultur wurde allerdings benachteiligt und verdrängt. Schon im Jahr 1923, noch vor den Nachbarländern Deutschland und Österreich,­ führte die junge Republik einen in tschechischer Sprache sendenden Rundfunk ein.
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