Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Reichtum und Reduktion zu Corona-Zeiten

30.09.20 (Albrecht Dümling) -
Die Pandemie hat auch das Berliner Musikfest verändert. Angesichts der nötigen Abstandsregelungen fanden alle Konzerte im Großen Saal der Philharmonie statt, wo die über den ganzen Raum verstreuten und zunächst hinter Masken versteckten Hörer zu Einzelwesen wurden. Die Beschränkung des Publikums, die Distanz jedes Einzelnen zum Nachbarn und die Höchstdauer von 70 Minuten ohne Pause waren aber nicht nur von Nachteil, sondern verhalfen auch zu größerer Konzentration. Nach Ausschaltung jeder sozialen Interaktion konnte man sich ganz der Musik widmen.

unüberhörbar 2020/09

11.09.20 (Albrecht Dümling) -
Hiller-Urspruch – Forgotten Treasures. Works for Cello and Piano. Joanna Sachryn, Cello; Paul Rivinius, Klavier. Kaleidos +++ Giuseppe Sammartini: Sonaten für Blockflöte und Basso continuo, Vol. 1. Andreas Böhlen, Blockflöte; Michael Hell, Cembalo; Daniel Rosin, Barockcello; Pietro Prosser, Laute. Aeolus +++ Fantasque – Französische Violinsonaten (Fauré, Debussy, Ravel, Poulenc). Franziska Pietsch, Violine; Josu de Solaun; Klavier). Audite +++ Tzvi Avni: Concerto for Piano and Orchestra. Deutsche Radio Philharmonie; Heidrun Holtmann, Klavier; Jamie Phillips, Dir. Hänssler

Es reicht nicht, nur nach vorne zu blicken

03.06.20 (Albrecht Dümling) -
Beim Gedenkkonzert der Berliner Staatsoper zum 75. Jahrestag des Kriegsendes erklang nach Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ noch Wagners „Siegfried-Idyll“, was unterschiedliche Reaktionen auslöste. rbb-Redakteur Andreas Göbel verstand in diesem Zusammenhang nicht die „naive Fröhlichkeit“ der Mozart-Serenade und Peter Uehling (Berliner Zeitung) hielt es für „schwer erträglich, den an Hitlers Kriegs- und Untergangs-Phantasmagorien nicht unbeteiligten Wagner hier als harmlosen Idyllen-Maler zu erleben“. Dagegen begrüßte Helmut Mauró (Süddeutsche Zeitung) das Fehlen großspuriger Reden, und in dem „zärtlich gebrochenen Wagner-Idyll“ vernahm er „ein ungeheures Gefühl der Hoffnung“.

Von der Vielfalt des deutschen Musiklebens

22.03.20 (Albrecht Dümling) -
Große farbige Abbildungen bieten einen ansprechenden Einstieg. Unter dem Motto „Musik ist Vielfalt“ sieht man viele junge Musikerinnen und Musiker, die ihre Instrumente in der Hand halten; es ist das Bundesjugendorchester mit seinem Ehrendirigenten Simon Rattle. Das nächste Bild zeigt unter dem Motto „Musik hat Zukunft“ die Kleinsten vom MDR-Kinderchor bei einem Auftritt. Weitere Farbfotos beleuchten unter den Überschriften „Musik begleitet ein Leben lang“, „Musik berührt die Sinne“, „Musik eröffnet Neues“, „Musik bringt kulturellen Austausch“ und „Musik bewegt Menschen“ verschiedene vitale Funktionen der Tonkunst in unserem Leben. Sie deuten das breite Themenspektrum an, das in diesem Band zur Darstellung kommt.

Suche nach der Identität

16.10.19 (Albrecht Dümling) -
Dass der seit 1939 in Los Angeles lebende Komponist Ingolf Dahl eigentlich Walter Ingolf Marcus hieß, wussten nur wenige seiner dortigen Kollegen und Freunde. Als Sohn eines deutsch-jüdischen Vaters und einer schwedischen Mutter war er 1912 in Hamburg zur Welt gekommen. Früh zeigte sich seine musikalische Begabung, so dass er nach erstem Klavierunterricht 1931/32 in Köln bei Philipp Jarnach Komposition und bei Walter Abendroth Dirigieren studierte.

Erinnerungen an einen Visionär des Orchesters

27.09.19 (Albrecht Dümling) -
„Die Musik schwebt dort in der Luft“, schrieb Hector Berlioz 1865 über Berlin. Der vor 150 Jahren verstorbene Franzose, der seine wegweisende Orchestrationslehre dem Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. widmete, wurde mit dieser Schrift und visionären Werken zum Vater des modernen Orchesters.

Neue Musik als soziales Experiment

11.09.19 (Albrecht Dümling) -
Das als Bürgerinitiative entstandene Festival Young Euro Classic fand in diesem Sommer zum 20. Male im meist ausverkauften Konzerthaus Berlin statt. Dieter Rexroth, der künstlerische Leiter, legte von Beginn an Wert darauf, dass die internationalen Jugendorchester auch zeitgenössische Musik ihres jeweiligen Landes präsentieren. Dabei kommt es regelmäßig zu stilis­tisch breiten Entdeckungen von Folklore bis Avantgarde.

Hommage an Joseph Joachim

09.07.19 (Albrecht Dümling) -
Am 31. März 1869 erhielt der große Geiger Joseph Joachim vom preußischen Kulturminister die Aufforderung, in Berlin eine Schule für Instrumentalmusik zu gründen. Weitere Einladungen, hieß es, seien geplant. So sollten Julius Stockhausen für eine Gesangschule und Clara Schumann für eine Klavierschule gewonnen werden. Da beide Kandidaten jedoch nicht kommen wollten, wurde es dann Aufgabe Joseph Joachims, sich auch um die weiteren Zweige der Musikausbildung zu kümmern. Obwohl sein Freund Johannes Brahms die Einladung als Leiter der Klavierklasse ausschlug, konnte im Oktober 1869 für 19 Studenten, darunter Eugenie Schumann, die Tochter Roberts und Claras, der Unterricht beginnen.

Seismograph seiner Zeit

30.05.19 (Albrecht Dümling) -
Dass Georg Katzer einmal eine der wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musik in Deutschland werden würde, war zunächst nicht zu erwarten gewesen. Aus Schlesien, wo er 1935 geboren wurde, musste die Familie bei Kriegsende in Richtung Westen fliehen. In den von ihm besuchten Schulen gab es keinen Musikunterricht.

„Eine richtig krasse Erfahrung“

30.03.19 (Albrecht Dümling) -
Die 1809 gegründete Berliner Friedrich-Wilhelm-Universität war 1949 nach den Brüdern Wilhelm und Alexander von Humboldt umbenannt worden. Die Ehrung eines Preußenkönigs wurde durch die Ideen von Humanität und Völkerverständigung ersetzt. In diesem Jahr beging die Humboldt-Universität, die zu Recht stolz ist auf ihre Namenspatrone, den 250. Geburtstag des jün­geren der beiden, des Naturforschers Alexander von Humboldt. Die Musikensembles der Universität beteiligten sich gern an den Feierlichkeiten, zumal sie diese mit einem eigenen Jubiläum verbinden konnten: Humboldts Philharmonischer Chor und Humboldts Studentische Philharmonie wurden vor 25 Jahren gegründet.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: