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Alle Artikel kategorisiert unter »Albrecht Dümling«

Untergegangen in den APO-Wogen ?

02.02.18 (Albrecht Dümling) -
Ernst Schnabel, ein alter Freund Hans Werner Henzes, hatte den Text zum Oratorium „Das Floß der Medusa“ gerade fertiggestellt, als am 10. Oktober 1967 die Nachricht von der Ermordung Ernesto „Ché“ Guevaras eintraf. Dieser argentinische Arzt und Guerillero hatte gegen die Unterdrückung der Dritten Welt gekämpft – ebenso wie Jean-Charles, die Hauptfigur des Oratoriums. So beschlossen Schnabel und Henze, ihr Stück, ein Auftragswerk des NDR, zu einer Trauerallegorie für Ché Guevara zu machen.

Bemühungen um eine deutsch-tschechische Kulturgemeinschaft

30.12.17 (Albrecht Dümling) -
Nach dem Ende der Habsburger Monarchie kam es 1918 zur Gründung der Tschechoslowakischen Republik, in der damals neben knapp 9 Millionen Tschechen und Slowaken über drei Millionen Deutsche lebten. Deren Sprache und Kultur wurde allerdings benachteiligt und verdrängt. Schon im Jahr 1923, noch vor den Nachbarländern Deutschland und Österreich,­ führte die junge Republik einen in tschechischer Sprache sendenden Rundfunk ein.

Verbindung von Theorie und Praxis

28.09.17 (Albrecht Dümling) -
Es geschah am 21. Juni 1917 in der kleinen Residenzstadt Bückeburg, welche Musikfreunde sonst vor allem als Wirkungsstätte Johann Christoph Bachs kennen. Mitten im Weltkrieg stiftete Fürst Adolf II. von Schaumburg-Lippe an diesem Tag hier das Fürstliche Ins-titut für musikwissenschaftliche Forschung.

Weltweiter Kulturaustausch und neue Konzertformen

28.09.17 (Albrecht Dümling) -
Bei Young Euro Classic, dem weltweit wichtigsten Festival für Jugendorchester, spielt der Dialog der Kulturen eine wichtige Rolle. Gleich der erste Abend war der Begegnung mit China gewidmet. Ein Ensemble, gebildet aus Studierenden des Zentralkonservatoriums Peking, der Musikhochschule „Hanns Eisler“ und des Berliner Julius-Stern-Instituts, spielte auf europäischen und chinesischen Ins-trumenten Werke von Mozart, Schumann und Bach in chinesischen Bearbeitungen. Nach nur fünf Probentagen kam es zu einem erstaunlich guten Zusammenspiel.

Zwischen alten und neuen Klang- und Denkwelten

28.09.17 (Albrecht Dümling) -
Ausgangs- und Startpunkt des diesjährigen Musikfests war der Monteverdi-Zyklus, mit dem John Eliot Gardiner, der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists in diesem Sommer anlässlich des 450. Geburtstags des großen Komponisten an mehreren europäischen Festspielorten gastierten. Auch in der Berliner Philharmonie kamen die halbszenischen Aufführungen von „Orfeo“, „Ulisse“ und „Poppea“ zu mitreißender Wirkung. In Monteverdis „Marienvesper“ mit dem RIAS Kammerchor und weiteren Italien-Bezügen strahlte dieser grandiose Auftakt auf das ganze Musikfest aus.

Endlich wieder persona grata auch in Südkorea

17.09.17 (Albrecht Dümling) -
Am 17. September jährt sich der Geburtstag Isang Yuns zum 100. Mal. Aus diesem Anlass widmet das Musikfest Berlin (31. August bis 18. September) dem aus Südkorea stammenden, 1995 verstorbenen Komponisten einen Schwerpunkt mit Konzerten, einem Gespräch und einer Ausstellung im Foyer des Kammermusiksaals der Berliner Philharmonie (geöffnet bis 30. September). Kuratiert wurde die Ausstellung von der Internationalen Isang Yun Gesellschaft. Mit deren Vorstandsmitglied, dem Musikwissenschaftler und Yun-Spezialisten Walter-Wolfgang Sparrer hat Albrecht Dümling gesprochen.

Aus Paul Frankenburger wurde Paul Ben-Haim

29.08.17 (Albrecht Dümling) -
Eine goldene Sonne über einem blauen Meer prangte auf dem Plakat. Das neue New Life Festival wurde wie eine New-Age-Veranstaltung angekündigt. Die Besucher wurden aufgefordert, die hoffnungsgebende Kraft der Musik zu spüren und mitzufeiern. Im Kleingedruckten fand man dann die Information, dass es sich um ein Projekt des Vereins „KOL – Jüdische Musik beleben und erleben e.V.“ handelte. Die jüdische Sängerin und Kantorin Mimi Sheffer wollte damit anlässlich des 120. Geburtstags von Paul Ben-Haim die Musik geflüchteter jüdischer Komponisten vorstellen. Im Zentrum stand die Begegnung mit israelischer Musik unter Beteiligung israelischer Musikforscher und Interpreten. Botschafter Yakov Hadas-Handelsman, der Schirmherr des Festivals, betonte in seinem Grußwort die kulturelle Verbundenheit zwischen Israel und Deutschland.

Hanns Eislers Leipziger Geburtshaus – Gedenktafel wurde enthüllt

13.07.17 (Albrecht Dümling) -
Über viele Jahre befand sich das denkmalgeschützte Leipziger Geburtshaus Hanns Eislers nach der Wende in einem beklagenswerten Zustand. Nach der Sanierung wirkt das Gebäude in der Hofmeisterstraße 14 heute jedoch wieder ansehnlich, so dass Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke am 6. Juli, dem 119. Geburtstag des Komponisten, dort eine städtische Gedenktafel enthüllen konnte. Sie erinnert an den Schüler Arnold Schönbergs und Freund Bertolt Brechts, der neben vielen Werken auch die Nationalhymne der DDR schuf.

Personalia 2017/07

30.06.17 ((nmz-red)) -
+++ Hans Winterberg, ein Prager Jude in Bayern +++ Johann-Wenzel-Stamitz-Preis an Ursula Görsch +++ Transkultureller Preis der Achava Festspiele +++ Alan Gilbert wird Elbphilharmoniker +++ Matthias Kaul leitet Festival Musik 21 +++

Penderecki und das Cello: Kammermusik Vol. II

16.05.17 (Albrecht Dümling) -
Obwohl Krzysztof Penderecki von Hause aus Geiger ist, gehört das Cello zu seinen Lieblingsinstrumenten. Diese Vorliebe entdeckte er erst spät. Ausschlaggebend war die Solosonate Bernd Alois Zimmermanns, die Penderecki 1963 in Amsterdam mit dem Solisten Siegfried Palm erlebte. Für Palm war dieses Schlüsselwerk entstanden, welches der Musikwelt ganz neue Dimensionen des Cellos eröffnete.
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