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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Schulte im Walde«

Kleinste Nuancen – Richard Wagner „Lohengrin“ im Aalto-Theater Essen

Die Opern von Richard Strauss, Giacomo Puccini und vor allem Richard Wagner gehörten und gehören noch immer zum Kernrepertoire sowohl der Essener Philharmoniker als auch des Spielplans des Essener Aalto-Theaters – Stefan Soltesz hat dieses Repertoire während seiner langen Amtszeit als Generalmusikdirektor und Opernintendant in Personalunion von 1997 bis 2013 intensiv gepflegt. Die Philharmoniker wissen also sehr genau, wie Wagner „geht“. Aktuell zu erleben im „Lohengrin“, der am Wochenende Premiere feierte.

Kleine Inszenierung, großartiges Ensemble – Emmerich Kálmáns „Csárdásfürstin“ in Hagen

Im Foyer des Hagener Theaters hängen Fotos aus der Zeit nach 1911, dem Jahr, als das Haus errichtet wurde. Prächtige Bilder eines stolzen Gebäudes, innen wie außen. Es gibt aber auch Fotos, die das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Theater zeigen – und wie es anschließend wieder aufgebaut wurde. Wer die kommunale Kulturpolitik Hagens in den zurückliegenden acht, neun, zehn Jahren beobachtet, muss den Eindruck gewinnen, die Entscheidungsträger im Rat der Stadt wollten ihr eigenes Haus erneut schwer beschädigen. Weil sie seit etlichen Spielzeiten immer wieder durch neue Daumenschrauben den Etat ausbluten lassen. Dieses Spar-Diktat haben zuletzt Intendant Norbert Hilchenbach und sein engagiertes und hoch motiviertes Team umgesetzt – widerwillig.

Ein Hauch von zarter Melancholie – Dietrich Hilsdorf inszeniert Verdis Falstaff in Köln

Die Kölner warten bekanntlich noch immer darauf, mit ihrem Opernbetrieb wieder an das angestammte Haus am Offenbachplatz zurückkehren zu können. So lange aber dort noch Baustelle ist, gastiert man in Ausweichspielstätten wie dem Staatenhaus – eigentlich nichts weiter als eine große Halle, die bühnentechnisch keine großen Sprünge und spektakuläre theatralische Wirkungen erlaubt.

Raus aus der Versenkung

An Kompositionswettbewerben gibt es in Deutschland jede Menge, darunter auch solche, bei denen es um neu zu schreibende Werke geht, die explizit von Laienensembles und/oder semiprofessionellen Orchestern, Kammermusikformationen, Sängern und Instrumentalsolisten aufführbar sein sollen. So unterschiedlich diese Wettbewerbe auch sind – eines ist vielen gemeinsam: die eingereichten Stücke werden von einer Jury bewertet, die Sieger gekürt, deren neues Opus aufgeführt … und dann verschwindet nach freundlichem Beifall des Publikums das Notenmaterial ziemlich schnell in der Schublade irgendeines Archivs, die Musik der Preisträger ebenso wie jene der von der Jury „aussortierten“ Komponisten.

Klangmaterial für die goldene Festplatte

Hinein ins kalte Wasser?! Menschen, die noch nie gemeinsam mit einem Komponisten und zahlreichen anderen Mitbewohnern in ihrer Stadt ein neues Projekt mit zeitgenössischer Musik entwickelt haben, entdecken für sich die Faszination bis dahin buchstäblich unerhörter Klänge. So oder so ähnlich ließe sich die Motivation beschreiben, die hinter dem Projekt „Spurensuche“ steht, das im Oktober sieben baden-württembergische Städte kulturell bewegen wird. Städte, in denen fraglos schon lange musiziert wird, die aber bislang kaum dadurch aufgefallen sind, dass dabei speziell Neue Musik eine größere Rolle gespielt hat. Schon gar nicht bei den hier im Mittelpunkt stehenden Laien-Ensembles wie Kirchenchören, Kantoreien, Blaskapellen, Musikschulorchestern und Gospel-Formationen.

Vier Regisseure für „Hoffmanns Erzählungen“: Neustart an der Oper Wuppertal

Mit einem fulminanten Premieren-Wochenende hat sich die Oper Wuppertal in der nordrhein-westfälischen Szene zurückgemeldet. Erst war die Video-Oper „Three Tales“ von Beryl Korot und Steve Reich zu erleben, tags darauf „Les Contes d’Hoffmann“ von Jacques Offenbach – Wuppertals Premieren-Publikum zeigte sich begeistert von diesem Neustart.

Ein Hauch von Sommernachtstraum: Wagners „Meistersinger“ am Landestheater Detmold

Das Landestheater in Detmold ist ein eher kleines Haus – aber seit Jahren eines mit großen Ambitionen. Es sorgt sich regelmäßig um Uraufführungen und Wiederentdeckungen. Und es kümmert sich ebenso regelmäßig um die Musikdramen Richard Wagners.

Da reichen eine Handvoll Requisiten – Wagners „Walküre“ in Minden

Vor genau einem Jahr startete der Richard-Wagner-Verband im ostwestfälischen Minden das wohl ambitionierteste Projekt in seiner über hundertjährigen Geschichte: Wagners „Rheingold“ war der Auftakt zur Inszenierung des kompletten „Ring des Nibelungen“ im örtlichen Stadttheater. Eine Herausforderung, bietet das Haus doch eigentlich kaum die technischen Voraussetzungen zur Realisierung dieses Opern-Giganten. Wie sich aus einem Mangel an Möglichkeiten denn doch ein Vorteil ergeben kann, zeigt nach dem „Rheingold“ in diesem Jahr auch die „Walküre“.

Einfach neue Klänge finden

Eigentlich wollte er Dirigent werden, irgendwo an einem schönen Opernhaus. Denn mit der Oper ist Ansgar Beste groß geworden, hat in seiner Kindheit und Jugend jede Menge Inszenierungen erlebt. „Meine Eltern, die damals im Sauerland wohnten, haben mich immer mitgenommen, wenn sie in die Opernhäuser nach Dortmund, Gelsenkirchen, Essen, Hagen oder nach Wuppertal gefahren sind. Mozart, Verdi, Puccini – das hat mich jedes Mal sehr berührt.“

Blick in die Grabkammer einer Lebendigen – Opern-Uraufführung von Alexander Munos „Sogno d’un mattino di primavera“ in Detmold

Giselher Klebe, der 2009 gestorbene Komponist, hat viele Jahre in Detmold gelebt und an der dortigen Hochschule für Musik gelehrt. An ihn erinnert seit 2012 der Giselher-Klebe-Kompositionswettbewerb, alle zwei Jahre ausgelobt von der Musikhochschule und dem Landestheater Detmold. In 2014 war es Alexander Muno, Jahrgang 1979, der den Wettbewerb gewann – mit seiner Oper „Sogno d’un mattino di primavera“. Jetzt war deren Uraufführung am Landestheater der beschaulichen Kleinstadt in Ostwestfalen zu erleben.
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