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Alle Artikel kategorisiert unter »Christoph Vratz«

In der Totale und unter der Hör-Lupe

18.06.20 (Christoph Vratz) -
Am Theater an der Wien war die erste Fassung des „Fidelio“ aufgeführt worden. Kurz danach fand sich eine Abendgesellschaft zusammen, „im Palaste des Fürsten Karl Lichnowsky, des großen Beschützers von Beethoven“. Mehrere Zeitzeugen haben über diese Soirée berichtet: „Freunde waren damals in jener Gesellschaft, um Beethoven zu bewegen, zu den Veränderungen seine Zustimmung zu geben, welche in der Oper vorgenommen werden mußten.“ Die Zeugnisse fallen unterschiedlich aus, aber nur in Nuancen.

Zwischen freier und strenger Gestaltung

06.09.19 (Christoph Vratz) -
Er war mehrfach zu Feldforschungen unterwegs. Mal zog er mit Zoltan Kodály durch die große ungarische Tiefebene, mal hatte er einen Phonografen im Gepäck. Doch sein Anliegen blieb stets dasselbe: Auf der Suche nach alten Volksliedern wollte er der meist bäurischen Bevölkerung altes ungarisches Liedgut entlocken. Einfach war dieses Unterfangen nicht, wie einige Aufzeichnungen belegen.

Mit Genauigkeit und Ausdauer

14.12.18 (Christoph Vratz) -
Ganz am Ende, nach fast tausend Seiten, im Schlusssatz, fällt der Hinweis auf die „außerordentliche Geschlossenheit“, durch die sich Bachs Vokalwerk auszeichnet. Erst wenige Sätze zuvor hat der Autor ein zentrales Thema angesprochen, das im Schaffen Johann Sebastian Bachs von zentraler Bedeutung ist: das Parodieverfahren. Eigentlich, so könnte ein vorschneller Einwurf lauten, hätte man sich zu dieser wichtigen Thematik schon früher mehr gewünscht – und nicht erst in der Nachbemerkung. Doch so einfach kann, darf man es sich nicht machen. Denn was Friedhelm Krummacher in den vorhergehenden Analysen alles offengelegt, auseinandergenommen und wieder zusammengefügt, erläutert und zueinander in Beziehung gesetzt hat, ist faszinierend.

Leben mit und nach Wagner

10.11.18 (Christoph Vratz) -
Des Meisters Gedankenwelt strahlt nach wie vor. Richard Wagner schillert, fasziniert, spaltet. Wie sehr er das in der Vergangenheit immer wieder getan hat, lässt sich besonders an der Zeit des Nationalsozialismus und an den Jahren danach ablesen, als „Neu-Bayreuth“ sich von alten Schlacken zwar zu lösen versuchte, aber der Neubeginn nicht automatisch mit dem Abschneiden aller alten Zöpfe verbunden war. Vielleicht auch nicht möglich war.

Reichhaltig animierend

13.03.18 (Christoph Vratz) -
„Wir haben ein Wissen über den Klang, das es vorher nicht gab“, erklärt die Komponistin Kaija Saariaho auf die Frage, wie man Wahrnehmungen heutzutage in Musik übertragen könne. „Wir können ihn [den Klang] von innen her kennenlernen. Das lässt sich mit der Biologie vergleichen, die im Dunkeln tappte, bis endlich das Mikroskop erfunden wurde.“ Klang und Raum können heute in ein neues Verhältnis gerückt werden, behauptet Saariaho, der digitalen Technik sei Dank. Ob das auch zu einer neuen Ästhetik führt? Wer weiß.

Schatzsuche voller Rätsel und Entdeckungen

29.12.17 (Christoph Vratz) -
Seine Fantasie sprudelt immer neue Ideen und Gedanken hervor. Ob als Sänger oder, mehr noch, als Opern-Regisseur oder, noch mehr, als Romancier.

Substantielles zu Wahlverwandten

19.10.17 (Christoph Vratz) -
Die Voraussetzungen sind denkbar unterschiedlich: Er, der Eine, ist Dirigent, schwedisch-amerikanischer Herkunft mit Wohnsitz in der Schweiz. Er, der Andere, ist Pianist, Ungar von Haus aus und inzwischen Wahl-Italiener.

Hörlust im Monteverdi-Land

17.05.17 (Christoph Vratz) -
Er hat die Musikgeschichte auf den Kopf gestellt. Aber ein eigentlicher Revolutionär war er nicht. Er stülpte nicht alles Alte um, sondern rückte seine Idee von Musik gleichberechtigt neben das, was es zur damaligen Zeit alles gab. Doch egal, ob Aufrührer oder sanfter Erneuerer: Claudio Monteverdis stilis­tische Neuerungen haben dazu geführt, dass er als Ahnvater gilt, als Erfinder der Oper und als harmonisch kühner Kopf, der, überspitzt gesagt, sogar als Vorläufer der Atonalen gelten darf. Er hat die Regeln des Tonsatzes ignoriert, um die Aussagen seiner Bühnen-Figuren authentisch und unverfälscht erscheinen zu lassen.

Eine Art von Schweigen

13.03.17 (Christoph Vratz) -
„Entzückende Doppelsinnigkeit! Reizendes und enttäuschendes Trugbild eines Augenblicks! Wie alles, was gefährdet, köstlich, unumkehrbar ist“ – es gibt sie, die „doppelsinnige Qualität“ von Musik. Sie fügt zusammen, was sich eigentlich ausschließt – und wird damit für jeden Hörer zu etwas Besonderem.

Streng quellenorientiert

25.02.17 (Christoph Vratz) -
Ungebrochen sein Bann, schillernd und oft beweihräuchert seine Persönlichkeit, weltumfassend-mythendurchtränkt sein Werk: Richard Wagner. Diese Verklammerung von Leben und Opus dient – wieder einmal – als Ausgangslage für eine neue Wagner-Biographie. Nur dass sich Ulrich Drüners 800-Seiten-Wälzer nicht irgendwo und mittelplatzverloren in die lange Lis­te mit Wagner-Forschungen einreihen wird, sondern weit vorne.
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