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Alle Artikel kategorisiert unter »Gordon Kampe«

Senf

09.06.16 (Gordon Kampe) -
Gute Vorsätze sind eigentlich etwas für ein neues Jahr. Doch da ich gerade so „mir-nix-dir-nix“ grantig wurde, habe ich mich aufs Sofa gelegt und mich befragt: „Wass’n los? Du unzufriedene Wurst.“ Zack! Erkenntnis: Wurst! Die schmeckt nämlich nur mit Senf! „Senf?“ Jawohl! Ich habe chronische Senfitis.

Arzu

17.05.16 (Gordon Kampe) -
Brahms’ Intermezzo A-Dur op. 118, Nr. 2 ist eines jener Stücke, das mich, so oft ich es höre, anrührt. Dass es nicht nur der Klang, sondern der Kontext, die Gestimmtheit und zudem private, nostalgische Erinnerungen sind, die dieses Angefasstsein hervorrufen, ist mir klar. Neulich ist ein weiteres Stück dazugekommen und der geneigte Leser möge mir bitte verzeihen, wenn ich pointen- und absichtslos bleibe und schlicht darüber berichte.

Fasten für Profis

03.03.16 (Gordon Kampe) -
Es ist Fastenzeit. Und das ist eine gute Zeit für PR-Strategen, in sich zu gehen und auf übliche Werbetexte für Konzerte zu verzichten. Den meisten Leuten sind sie doch ohnehin wurscht und die anderen sind beruflich da.

Melodie

18.02.16 (Gordon Kampe) -
Als ich jung war, regierte Helmut Kohl. Ich hatte Playmobil, Winnetou, eine Klarinette – und dass Viktor Worms mittlerweile die Hitparade moderierte, konnte ich verkraften. Die Welt schien in Ordnung. Und dieser Schein war damals für viele vielleicht auch der Auslöser eine Musik zu schreiben, so meine steile These, die sich einer Ästhetik des Fragments widmete. Hier spürte man, war irgendwie zu viel in „Ordnung“. Sobald ich – und ich bin Optimist – meine privaten Gemächer durch einen Blick in die Welt verlasse, so scheint mir gegenwärtig nichts in Ordnung zu sein.

Schilderwälder

24.12.15 (Gordon Kampe) -
Neulich morgens, gerade hatte ich meine Tochter zur Schule gebracht, bemerkte ich ein neues Straßenschild direkt vor meiner Haustür, das mir wegen anstehender Baumschnittarbeiten ein absolutes Parkverbot erteilte. Zwar stehen in der Straße keine Bäume, aber mir fällt es selbstredend nicht ein, die Entscheidungen der Obrigkeit frech zu hinterfragen. Ich klebte lediglich, denn ich war so kurz vorm Wochenende bes­ter Stimmung, ein Bild davon in mein facebook und erfreute mich an belang- und folgenloser Albernheit.

Versicherungsfall

14.11.15 (Gordon Kampe) -
Das nächste Jahr wird für Nephrologen, Neogräzisten, Neurolinguisten und ähnliche Berufsgruppen schwer. Die einschlägigen Tagungen oder Preisverleihungen werden häufig ohne den obligatorischen Musikbeitrag – den allseits beliebten „festlichen Rahmen“ – auskommen müssen: Die Einführung der „Muggen-Solidar-Versicherung“ (MSV), die in diesen Tagen ihren Hauptsitz im Duisburger Innenhafen bezieht, ermöglicht das Verschwinden von Kunst als Dekoration. Applaus!

Grimm und Käse – „An allem ist Hütchen schuld“ im Audimax Bochum

20.10.15 (Gordon Kampe) -
Der eingefleischte Opernfan kann dem Produktionsteam von Siegfried Wagners Märchenoper „An allem ist Hütchen schuld“ nur dankbar sein, immerhin sind dessen Opern äußerst selten auf den Spielplänen vertreten und die wenigen und dabei leider auch nicht wirklich immer brillanten Aufnahmen ermöglichen zudem kein eindeutiges Bild von den möglichen Qualitäten der fast vergessenen Werke.

Nano

19.10.15 (Gordon Kampe) -
Noch bevor sich die komplette Neue-Musik-Karawane zum alljährlichen Brigach-Neckar-Spree-Ruhr-Festival-Grand-Slam aufmacht und die Weltpresse ihr Augenmerk nur mehr darauf richten wird, ist der Saison-Höhepunkt womöglich schon längst vorüber. Jawoll: Ein neues Festival hat das trübe Licht des Essener-Nordens – wo man eigentlich, wie mein Opa immer sagte, nicht tot überm Zaun hängen will – erblickt: „Nano“ heißt es – und das hier ist eine Hommage.

Schweiß

10.09.15 (Gordon Kampe) -
Es wird Herbst. Und mit ihm kommt die Triennale in den Pott. Ein riesiges Festival, das den Ruhrgebietsleuten zeigt, was es in der weiten Welt alles für dolle Kunst gibt. Manchmal machen sogar Einheimische mit – vorzugsweise Schafe und Schüler, aber immerhin! Beschworen wird die einmalige Atmosphäre der umfunktionierten Industriebauten, die noch nach dem Schweiß unserer Hände harter Arbeit riechen. Wir haben Schalke, Currywurst und das Herz auf dem rechten Fleck! Watt schön!

Frischfleisch

10.07.15 (Gordon Kampe) -
Der 35ste Geburtstag liegt längst hinter mir. Damit ist es für viele Wettbewerbe und Stipendien zu spät, hurra! Ist auch albern, diese Grufti-Förderung. Turbo-Abi, kein Zivildienst, bisschen Bachelor und Internet, einmal Ferienkurs: Wer sich mit 26 oder 27 noch nicht auf dem Markt platziert hat, der ist halt nicht pfiffig genug.
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