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Alle Artikel kategorisiert unter »Gordon Kampe«

Lass dich überraschen!

10.11.20 (Gordon Kampe) -
Forrest Gumps Mutter hat vollkommen recht, wenn sie sagt: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.“ Leider ist Mrs. Gump nicht im Bereich zeitgenössischer Musik tätig. Wie schade, denn ihrer Einsicht bedarf es dringend. Ich glaube, wir haben ein Überraschungsproblem.

Nessun dorma!

15.10.20 (Gordon Kampe) -
Schlimmer als falsch geknöpfte Sakkos (bitte: bei zwei Knöpfen nur den obersten Knopf!) sind Matratzen- und Liegekonzerte aller Art. Vielleicht ist es meine selektive Wahrnehmung des Grauens – ich hatte neulich jedenfalls den Eindruck, dass sie wieder vermehrt ihr Unwesen treiben. Ja ist denn schon wieder 2014? Ganz „immersiv“ kann man sich den Klängen hingeben, man lauscht in sie hinein, ganz andere Bewusstseinszustände… Verdammte Axt:

Der „War-wohl-nix-o-meter“

21.07.20 (Gordon Kampe) -
Experimentierphasen, Workshops, Labore: überall findet man solche Formate im Bereich zeitgenössischer Musik und suggeriert damit: Ärmel hochkrempeln, hier geschieht Erstaunliches, Neues, Unerhörtes – und es ist okay, wenn ihr scheitert! Es braucht ja „Möglichkeitsräume“, in denen Scheitern dazugehört!

Relevant

01.06.20 (Gordon Kampe) -
Angenommen, ich hätte ein kurioses Hobby – etwa die Zucht nepalesischer Zierfische – es interessierte vermutlich nur Gleichgesinnte. Um von der Wichtigkeit meines Tuns zu künden, würde ich behaupten, dass die Zucht von „gesellschaftlicher Relevanz“ zeuge. Mir schwant, dass alles, was derzeit unter einem gefühlten Aufmerksamkeitsdefizit leidet, glaubt, sich mit der Vokabel von der „gesellschaftlichen Relevanz“ für die eigene Existenz rechtfertigen zu müssen. Man suche in der Online-Ausgabe dieser Zeitung – schwupps: Treffer bis der Arzt kommt.

Geschenke

08.04.20 (Gordon Kampe) -
Als ich noch Organist war, gar nicht so lang her, beschwerten sich insbesondere Hochzeitsgesellschaften darüber, dass Zusatzwünsche extra zu bezahlen sind. Drei Choräle, Einzug und Auszug: das ist inklusive. Ein Ave Maria – es will ja „geprobt“ werden – kostet ein paar Taler. Alle Kolleginnen und Kollegen kennen die folgenden Standardfloskeln: von „Hobby zum Beruf gemacht“, über „dauert doch nur drei Minuten“ bis „was machen sie tagsüber?“. Musik ist meine Arbeit. Und Arbeit wird, sollte nicht übermorgen Revolution sein, bezahlt.

Guten Tag!

28.02.20 (Gordon Kampe) -
Neulich, in der Pause eines angesagten Nerd-Festivals im Südwesten der Republik, lief mir eine Großkritikerin über den Weg. Ich mümmelte an einer Brezel und wagte das Unfassbare – ich sagte: „Guten Tag, Frau...“ Sie schaute irritiert auf meine Brezel, erwiderte „Ja“ – und entschwand wichtig. Mir wollte die Entgegnung „Ja“ auf die Grußformel „Guten Tag“ nicht sofort einleuchten, aber immerhin: Es war die erste Silbe Aufmerksamkeit ever und ich bleibe optimistisch.

Blumen

19.02.20 (Gordon Kampe) -
„Vielen Dank, für die Blumen. Vielen Dank, wie lieb von Dir!“ Haben Sie jetzt auch den Udo Jürgens-Superhit im Ohr? Dann sind Sie jetzt bester Laune. Wir müssen nämlich, Sie ahnen es, über Blumen reden. Wenn Sie Musikerin oder Musiker sind, dann kennen Sie das: Nach dem Konzert bekommen Sie Blumen (vulgo: Jubelgemüse) geschenkt und wissen dann im Hotel nicht, wohin damit.

Beruhigt Euch

02.01.20 (Gordon Kampe) -
Um mit den Worten eines berühmten Bochumer Philosophen zu beginnen: „Früher war nichts besser. Aber es gab Sachen, die waren früher gut!“ Zum Beispiel: das Streiten. Himmel, was wir uns gestritten haben. Nach Klassen­abenden und Konzerten, in der Kneipe oder noch beim Vibraphon-Verstauen im Keller: „Das kannste so nicht machen! Das hat doch schon … ne, das ist ein Allgemeinplatz. Uiuiui.“ Glasklar aber war: wir sitzen im gleichen Boot. Wir wurden nicht persönlich, sondern feierten einfach weiter. Manchmal vermisse ich das, auch wenn zäher Widerspruch der Eitelkeit ja nicht immer guttut.

Die Fliege der Solidarität

14.11.19 (Gordon Kampe) -
Es hilft ja alles nichts, wir müssen der Wahrheit unters Gesicht sehen: ich sehe mit Fliege einfach blendend aus! Seit geraumer Zeit trage ich bei Premieren Fliege, schwarz oder dunkelblau. So eine Fliege ist fantastisch, sie zeigt an: Heute Abend ist besonders und wir feiern die Musik, Theater und jawohl: auch uns!

Abrüsten

13.08.19 (Gordon Kampe) -
Neulich – OMG!!! – war ich total overwhelmed! Ich musste der family und der Welt für their patience, power, love, inspiration und friendship aus dem ganz deepen heart danken, da sie meinen dream so supported hatten – nämlich ein Kräuterbeet anzulegen! Da ich nicht jeden Tag zwei Kilo Kresse essen kann, ist es mittlerweile 50 cm hoch und blüht, aber immerhin: Mir war etwas gelungen! Das war übrigens nicht immer so.
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