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Alle Artikel kategorisiert unter »Hans-Jürgen Schaal«

Psychoaktive Klangsubstanzen

28.10.15 (Hans-Jürgen Schaal) -
Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie sitzen in einem belebten Straßencafé. Eine Vielzahl von Geräuschen dringt auf Sie ein – startende Motoren, laute Fahrradklingeln, Stimmen von Passanten, klirrendes Geschirr, Beschallung von der Theke her, Hupen, Rufe, Trampeln, Gelächter, quietschende Bremsen. Jetzt gerade fährt ein Mittelklassewagen vorbei, auf der linken Spur, zehn Meter entfernt, Sie erhaschen etwa 1,5 Sekunden lang durchs geöffnete Autofenster ganz leise einen Hauch der Musik aus dem Autoradio. Aber: Sie erkennen den Song! – Wie ist das überhaupt möglich? Wie kann es sein, dass Sie in diesem Tohuwabohu der Schallwellen, die ja nur kleine Schwankungen des Luftdrucks sind, noch ein bestimmtes Musikstück wahrnehmen können?

Nicht nationalistisch, nicht rassistisch, nicht autoritär

24.04.15 (Hans-Jürgen Schaal) -
Die Hetze gegen den Jazz begann in Deutschland nicht erst mit der NS-Machtergreifung 1933. Schon gleich am Ende des Ersten Weltkriegs 1918 fingen reaktionäre Kreise in Deutschland damit an, die neue Musik des Jazz bösartig zu diffamieren. Diese Polemiken besaßen im Grunde immer drei Komponenten: eine nationalistische (Jazz ist nicht deutsch), eine rassistische (Schwarze und Juden spielen im Jazz eine wichtige Rolle) und eine autoritäre (Jazz ist undiszipliniert und unsittlich). Dass sich auch Musiker und Musikgelehrte solchen Ausfällen anschlossen, indem sie den Jazz als künstlerisch minderwertig darstellten, ist zwar beschämend, war aber letztlich eher von geringer Bedeutung. Die Jazz-Anhänger, die mit dieser Musik Gefühle von Freiheit und Lebensfreude genossen, fühlten sich durch die reaktionäre Hetze nur bestätigt. Jawohl: Jazz ist nicht nationalistisch, nicht rassistisch, nicht autoritär. Jazz ist vielmehr international, tolerant, pazifistisch, verbindend, liberal. „Jazz ist ein Symbol für Demokratie und freien Ausdruck.“ (Eric Vogel).

Der Jazz gewinnt: Der Neue Deutsche Jazzpreis 2013 geht an Max Andrzejewski und seine „Hütte“

15.04.13 (Hans-Jürgen Schaal) -
Zum achten Mal wurde von der IG Jazz Rhein-Neckar der Neue Deutsche Jazzpreis verliehen, dotiert mit 10.000 Euro für die Siegerband und 1.000 Euro für den siegreichen Solisten. Ausgezeichnet wurde diesmal der in Berlin lebende Schlagzeuger Max Andrzejewski – sowohl mit seiner Band „Hütte“ wie auch als Solist. Wir gratulieren!

Das Maschinenzeitalter singt Kanon: Zum 100. Geburtstag des Komponisten Conlon Nancarrow

26.10.12 (Hans-Jürgen Schaal) -
Das Pianola oder „Player Piano“ erlebt eine kleine Renaissance. Michael Denhoff, Marc-André Hamelin, György Ligeti, Steffen Schleiermacher, James Tenney und viele andere haben zuletzt für das Selbstspielklavier komponiert. Sie alle sind inspiriert von einem seltsamen Einzelgänger: Conlon Nancarrow (1912–1997).

Steinzeitmusik auf Silikon: Der Nachhall der Womex 2009 in Kopenhagen

22.03.10 (Hans-Jürgen Schaal) -
Dass es sich bei der Womex – trotz des Namens – nicht um eine Frauen-Show handelt, haben wir beim letzten Mal schon geklärt. Dennoch wird dem harmlosen Voyeurismus jedes Jahr viel geboten: Schöne Frauen von allen Kontinenten kommen hier zusammen, aus Afrika, Asien, Südamerika, aus Mittelmeerländern oder aus Skandinavien. In dieser Hinsicht erspart die Womex eine Weltreise.

Der lange Abschied von der Weltmusik – ein Nachruf anlässlich der WOMEX 2008 in Sevilla

11.02.09 (Hans-Jürgen Schaal) -
Ein Freund grinste mich blöd an und blinzelte so komisch, als ich ihm erzählte, dass ich letzten Herbst auf der WOMEX war. Es stellte sich dann heraus, dass er dachte, Womex heiße „Women’s Exhibition“. Ein anderer Freund fragte, was denn der Unterschied zwischen der WOMEX und zum Beispiel der MIDEM sei, bei der doch auch die ganze Welt ihre Musik präsentiere? Deshalb sei das hier geklärt: Die „World Music Exposition“ ist keine Welt-Musikmesse, sondern eine Weltmusik-Messe.

Komplexität und Klarheit gehören zusammen

01.10.00 (Hans-Jürgen Schaal) -

nmz 2000/10 | Seite 36
49. Jahrgang | Oktober

Das Allgemeinwissen kann täuschen

01.04.00 (Hans-Jürgen Schaal) -

Wie symbolhaft, passend und einleuchtend das doch war: Louis Armstrong, Botschafter der amerikanischen Musik namens Jazz, Integrationsfigur innerhalb Amerikas und Sympathieträger der USA in aller Welt, feierte am gleichen Tag Geburtstag wie die unabhängige US-Nation! Doch dann kam Gary Giddins, einer der zuverlässigsten amerikanischen Jazzkritiker, und rief: Stopp! Stimmt ja alles gar nicht!

Ein Wanderer zwischen den Welten

01.09.98 (Hans-Jürgen Schaal) -
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