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Alle Artikel kategorisiert unter »Leonie Reineke«

Eis, Kohle und eine unprätentiöse Aufgeschlossenheit

19.07.19 (Leonie Reineke) -
Bei meiner Ankunft in Longyearbyen fühle ich mich unwillkürlich an meine Heimat erinnert: das Ruhrgebiet. Mir begegnen Kohlegruben, Flöze, Wellblechcontainer und schwarzer Schlamm. Mit dem Unterschied, dass hier arktische Temperaturen herrschen, ich umgeben bin von Schnee, Eis, gigantischen Bergpanoramen, und dass es im Juni zu keinem Zeitpunkt dunkel wird. Die im frühen 20. Jahrhundert gegründete Bergarbeiterstadt liegt auf dem arktischen Archipel Svalbard – genauer gesagt: auf der Hauptinsel Spitzbergen. Sie ist einer der nördlichsten Orte der Erde. (Von hier aus sind es gerade mal 1.300 Kilometer zum Nordpol.) Bis heute ist Longyearbyen bewohnt, es gibt dort inzwischen eine Universität und auch verschiedene Institutionen für Kultur.

Heimat als Summe von Orten und Kontakten

03.05.16 (Leonie Reineke) -
Konzert oder Gottesdienst? Als der Sänger auf der Bühne plötzlich begann, liturgische Verse des Mincha-Gebets vorzutragen und auch das Instrumentalensemble und einige Personen im Publikum mit einstimmten, stellte sich das ebenso befremdliche wie faszinierende Gefühl ein, einer synagogalen Andacht beizuwohnen. Die von dem Bariton und Kantor Assaf Levitin dargebotenen jüdischen Gesänge waren allerdings nur einer von mehreren Bausteinen des Projekts „Mekomot“, das in diesem Jahr das Kölner „Forum neuer Musik“ des Deutschlandfunk unter dem Motto „Jüdische Identitäten“ eröffnete.
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