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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Bayreuther Festspiele eröffnet: „Der fliegende Holländer“ und „Tristan und Isolde“

26.07.09 (Peter P. Pachl) -
Bastel- und Zeichenspiele enthält das Programmheft zur Kinderoper „Der fliegende Holländer“, mit dem sich Bayreuth in der zum Breitwandtheaterraum (Bühnenbild: Merle Vierck) umgestalteten Probebühne IV des Festspielhauses erstmals konkret um den Nachwuchs an Zuschauern kümmert. Fassung und Umsetzung auf Bayreuth-Niveau überzeugten die bei der Premiere in der Überzahl anwesenden erwachsenen Zuschauer ebenso, wie die Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren, für die sie konzipiert ist.

Viel Schwarzweißmalerei und wenig Neues: „Cosimas Kinder“ von Oliver Hilmes

23.07.09 (Peter P. Pachl) -
Eine Publikation, mit der Oliver Hilmes seine im Vorjahr erschienene Cosima-Biographie „Herrin des Hügels“ fortschreibt, „Cosimas Kinder“, preist der Schutzumschlag als „ganz große Oper“. Dieses Attribut kann sich jedoch nur auf den Tatbestand beziehen, dass die weit verzweigte Familie Liszt-Wagner schon seit dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts häufig publizistisches Interesse für sich verbuchen konnte und immer wieder für Sensationsmeldungen gesorgt hat.

Menschen wie Du und Ich: Gustav Kuhn dirigiert und inszeniert die „Meistersinger“ in Erl

12.07.09 (Peter P. Pachl) -
Wenn Walther von Stolzing auf der Festwiese sein Preislied anstimmt, legen erst einige aufgeschlossenere Meister ihre historischen Gewänder ab, dann wirft sukzessive das gesamte Volk die historisierende Kostümpracht von pastellenen Reifröcken und Hüten in die Luft und zu Boden. Sachs als Spruchsprecher der Meister hatte ein derartiges Kostüm gar nicht erst angelegt, sondern gleich seinen grauen Anzug mit offenem Hemdkragen vorgezogen: das von Walter exemplifizierte „Kunstwerk der Zukunft“ schafft Menschen wie Du und Ich.

Christian Josts „Hamlet“ an der Komischen Oper Berlin als Psychogramm in Schwarz-Weiß

22.06.09 (Peter P. Pachl) -
Dem wohl meistgespielten, mit Sicherheit aber meist zitierten Drama der Weltliteratur, Shakespeares „Hamlet“, begegnet man auf der Opernbühne nur hin und wieder in der Vertonung von Ambroise Thomas. Der 1963 in Trier geborene Christian Jost hat die Übersetzung August Wilhelm Schlegels als sein fünftes Werk für das Musiktheater in „zwölf musikdramatische Tableaux“ eigenwillig eingerichtet und vertont. Hausherr Andreas Homoki inszenierte das von GMD Carl St. Clair geleitete Auftragswerk der Komischen Oper Berlin.

Harry Kupfer inszeniert Hans Pfitzners „Palestrina“ als Stalinistisches Gleichnis

08.06.09 (Peter P. Pachl) -
Im Jahr des 140. Geburtstages von Hans Pfitzner brachte nach der Bayerischen Staatsoper nun auch die Oper Frankfurt dessen dreiaktige musikalische Legende „Palestrina“ heraus. In der 1917 in München uraufgeführten Oper geht es um den Inspirationsakt des Künstlers: Die Erscheinung seiner Vorgänger und der in den Tod vorangegangenen Gattin, sowie zahlloser Engel lösen den Schöpfungsvorgang aus; mit seiner Komposition der Missa Papae Marcelli wendet Palestrina den drohenden Beschluss des Tridentiner Konzils, die Mehrstimmigkeit in der Messe zu verbieten.

Das Dia der Toten – Korngolds „Die tote Stadt“ im Staatstheater Nürnberg

01.06.09 (Peter P. Pachl) -
Keine andere Oper, die im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts wiederbelebt wurde, hat eine derartig nachhaltige Bühnenrenaissance erfahren wie Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“, der Geniestreich des Wunderkindes aus dem Jahre 1920. Nach einer Reihe mittelgroßer Häuser, nach den Salzburger Festspielen und der Wiener Staatsoper, brachte nun auch das Staatstheater Nürnberg – in Kooperation mit dem Stadttheater Bern – diese Oper heraus. Die Geschichte der vermeintlichen Wiederkehr einer Toten war stets ein gefundenes Fressen für phantasievolle Regisseure; Götz Friedrich hat sie tiefenpsychologisch entschlüsselt, Günther Krämer als eine Paraphrase auf Hitchcocks „Vertigo“ und Willy Decker als ein Psychogramm der Bedrohung interpretiert.

Verzehren mit Blicken: Manos Tsangaris’ „Batsheba“ an der Berliner Staatsoper

15.05.09 (Peter P. Pachl) -
„Eat the history!“ ist der Untertitel von Manos Tsangaris’ Oper „Batsheba“, die im Magazin der Staatsoper Unter den Linden ihre Uraufführung erlebte. „EAT!“ steht auch fett gedruckt auf dem Wegweiser des musikalischen Mitwander- und Stationentheaters, das die Zuschauer in Gruppen zu jeweils 14 oder 28 Personen nacheinander durch fünf einzelne Räume führt, um mitzuerleben, wie König David den Ehemann Batshebas an die Front schickt, nachdem er die Schöne im Bade gesehen und anschließend geschwängert hat.

Es geht auch ohne nackte Haut: Alban Bergs komplette „Lulu“ in Wiesbaden

03.05.09 (Peter P. Pachl) -
Ein größerer Gegensatz zweier kurz aufeinander folgender „Lulu“-Inszenierungen, die teilweise sogar mit den selben Solisten besetzt sind, ist kaum denkbar, als zwischen der Inszenierung von Calixto Bieito in Basel und der Eröffnungsinszenierung der Maifestspiele Wiesbaden durch Konstanze Lauterbach.

Allerlei Halbes: Uraufführung der Semi-Oper „Wilhelmine“ in Bayreuth

26.04.09 (Peter P. Pachl) -
Bayreuth begeht derzeit ein Doppeljubiläum, zur Hälfte den 300. Geburtstag und zur anderen Hälfte den 250. Todestag von Wilhelmine, der Tochter des preußischen Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I., die dieser fränkischen Stadt durch ihre Schloss- und Theaterbauten aus der Bedeutungslosigkeit erhob. Auch Richard Wagner wurde bekanntlich von Bayreuth nur angelockt, da er von der besonderen Bühnentiefe des Markgräflichen Opernhauses gelesen hatte.

Kolossales Ereignis: Zimmermanns „Requiem für einen jungen Dichter“ in Berlin

24.04.09 (Peter P. Pachl) -
Vierzig Jahre sind ist es her, seit Bernd Alois Zimmermanns eigenartige Mischform von Oratorium, Kantate, Messe und politischer Agitation als ein fünfviertelstündiges „Lingual“ in Frankfurt am Main uraufgeführt wurde. Die Mammutkomposition verlangt neben einem Sinfonieorchester, einer Jazzband, Solisten und Sprechern sowie diversen Zuspielungen, vier leistungsstarke Chöre.
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