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Alle Artikel kategorisiert unter »Peter P. Pachl«

Vergnügliche Revolution: Respighis „Marie Victoire“ an der Deutschen Oper Berlin

10.04.09 (Peter P. Pachl) -
Die Aufführungsgeschichte von Ottorino Respighis vierter Oper „Marie Victoire“ ist extrem kurz: 1915 in Rom angekündigt, dann aber – wohl aufgrund der Außenpolitik des Ersten Weltkrieges – abgesagt, verlor auch der Komponist sein Interesse daran, und erst im Jahre 2004 erfolgte durch Gianluigi Gelmetti in Rom die Uraufführung, der nun, als zweite Inszenierung, die Deutsche Oper Berlin folgte.

Obsessive Liebesfantasien: Calixto Bieito inszeniert Glucks „Armida“ an der Komischen Oper

06.04.09 (Peter P. Pachl) -
Jene Episode aus Torquato Tassos „Das befreite Jerusalem“, in welcher der Kreuzritter Rinaldo der schönen Zauberin Armida verfällt, ist häufig dramatisiert worden, und sie wurde seit Lully in Frankreich sogar als Nationaloper gefeiert. Der Vertonung von Christoph Willibald Gluck, mit welcher der Opernreformer im Jahre 1777 den Vergleich mit der rund einhundert Jahre älteren Oper in Paris antrat und gewann, begegnet man heute seltener auf den Spielplänen als anderen Vertonungen dieses Stoffes.

Marionettentheater: Stefan Herheim inszeniert „Lohengrin“ an der Staatsoper Berlin

05.04.09 (Peter P. Pachl) -
Wer könnte es sein, der die Fäden jener Marionette führt, die sich als Richard Wagner im Vorspiel zu „Lohengrin“ auf dem Stumpfe der Gerichtseiche aufrappelt, dann eine Feder auffängt, dirigiert, aufschwebt und in einem Atompilz verschwindet?

Konzertante Operninstallation: Braunfels' „Die Vögel“ im Konzerthaus Berlin

29.03.09 (Peter P. Pachl) -
Nachdem in der vorigen Spielzeit an der Deutschen Oper Berlin Walter Braunfels’ „Jeanne d'Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna“ aus den Jahren 1938 bis 1942 ihre späte, triumphale Uraufführung erlebt hat, wurde es durchaus Zeit, dass endlich auch Braunfels’ meist gespielte Oper „Die Vögel“, die in den vergangenen Jahren die internationale Renaissance dieses Komponisten angeführt hat, in Berlin zu erleben war.

Franz Schreker und seine Schüler

02.03.09 (Peter P. Pachl) -
Den im Musiktheater im letzten Jahr eher übersehenen 130. Geburtstag von Franz Schreker (1878–1934) haben der Schreker-Biograph Christopher Hailey und die von ihm verwaltete Schreker Foundation zum Anlass genommen, in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Symphonieorchester zwei dramaturgisch aufgebaute Schreker-CDs herauszubringen. Die eine, „Franz Schreker – Ausdruckstanz“ fasst die fünf erhaltenen jener sechs Kompositionen, die Schreker im Auftrag der Schwestern Wiesenthal komponierte, zusammen.

Konsequent sexualisiert – Calixto Bieito inszeniert Bergs „Lulu“ am Theater Basel

16.02.09 (Peter P. Pachl) -
Eine „eigene Schlussversion“ von Alban Bergs Oper „Lulu“ hatte das Theater Basel angekündigt. Angesichts der Werkgeschichte der 1935 in Zürich als zweiaktiges Fragment uraufgeführten und postum von Friedrich Cerha um den dritten Akt ergänzten Oper, musste dies gesteigerte Erwartungen wecken. Diese haben sich – jedoch auf andere Weise – voll eingelöst.

Triumph für Anja Silja – Tschaikowsys „Pique Dame“ an der Komischen Oper Berlin

26.01.09 (Peter P. Pachl) -
Streben nach dem höchsten Gewinn, zeichnet Hermann, die männliche Spieler-Hauptfigur in Pjotr Tschaikowskis 1890 in St. Petersburg uraufgeführter Oper „Pique Dame“ aus. Hermann nimmt die Fama einer Gräfin, die in ihrer Jugend als „Venus von Moskau“ in Paris für Furore gesorgt hatte, und die einem späten Liebhaber das Geheimnis eines todsicheren Tipps fürs Karten-Glücksspiel verraten könne, für bare Münze. Mit Hilfe ihrer Enkelin Lisa schleicht er sich bei ihr ein und bedroht sie mit der Pistole: Die Gräfin stirbt, aber ihr Astralleib verrät Hermann die Sieg-bringenden Karten.

Kanonisch aufs Eis – Kurt Weills Wintermärchen „Der Silbersee“ in Augsburg

25.01.09 (Peter P. Pachl) -
Im Gegensatz zu Bertolt Brecht aber in Koinzidenz mit Richard Wagner, strebte der Expressionist Georg Kaiser (1878–1945) die „Erneuerung des Menschen“ an. Der im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts meistgespielte Gegenwartsautor ist auch der Verfasser der Originallibretti zu Kurt Weills Einaktern „Der Protagonist“ (1924) und „Der Zar lässt sich photographieren“ (1927). Beider gemeinsames, dreiaktiges Bühnenwerk „Der Silbersee“ verlangt Sänger, Schauspieler, Chor und großes Orchester.

Die Wüste als Beduinen-Video: Strauss’ „Ägyptische Helena“ an der Deutschen Oper Berlin

19.01.09 (Peter P. Pachl) -
Ungeteilter Jubel ist selten nach Opernpremieren, und an der Deutschen Oper Berlin allzumal. Im Rahmen der Richard-Strauss-Wochen 2008/2009 erfolgte die Premiere von einer eher selten gespielten Oper des Garmischer Meisters: „Die Ägyptische Helena“, op. 75 entstand nach der „Frau ohne Schatten“ (sowie dem ebenfalls wenig gespielten „Intermezzo“) und vor „Arabella“. Das Libretto von Hugo von Hofmannsthal ist nicht, wie etwa die „Elektra“, eine Bearbeitung einer berühmten Vorlage, wenn auch mythisch verbrämt.

Wie klingt innere Emigration? Eine Braunfels-Sinfonie in der Berliner Philharmonie

12.01.09 (Peter P. Pachl) -
Es ist nicht ungewöhnlich, Streichquartette in Sinfonien für Streichorchester umzuwandeln. So waren etwa vor zwei Jahren beim Festival „Wintermezzo“ in Bozen Jugendquartette der komponierenden Freunde Richard Strauss und Ludwig Thuille in einer von Gustav Kuhn erstellten Fassung für Streichorchester als Uraufführung zu erleben. Im Gegensatz zu seinem Lehrer Ludwig Thuille hat dessen Schüler Walter Braunfels erst spät zur Form der Kammermusik für Streicher gefunden.
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