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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf Loeckle«

Intelligenz, Clarté, Musik pur: Das GrauSchumacher Piano Duo mit „Transcriptions“

08.03.12 (Wolf Loeckle) -
Nicht nur zuweilen mosern manche gegen die Bearbeiter, gegen das Bearbeiten an sich. Wo doch Werktreue angesagt ist. Oder? Und das Anpassen von Vorlagen ans Zeitgeistige einzig der Geldschneiderei diene. Das mag zuweilen so sein. Und so mancher Instrumentengruppe mag das ja bei der Auffüllung des Repertoires durchaus und obendrein auch noch behilflich sein. Doch darum geht es der aktuellen Grau Schumacher Piano Duo CD bei NEOS ganz und gar nicht.

„Die Bühne ist eine Droge“: Gilbert Bécaud starb vor zehn Jahren – EMI erinnert an den Meister

12.12.11 (Wolf Loeckle) -
Dass bei uns der Strom aus der Steckdose kommt, das hatten wir lernen dürfen von unangepassten, phantasiebegabten, witzigen Politclowns mit dem Herz am richtigen Fleck – und dem Hirn auf dem Trip gen Rom in den Club, der die Grenzen des Wachstums erkennen zu können vorgab. Realitätsnah, konkret waren sie, Repräsentanten einer planetarischen Avantgarde waren sie allesamt. Das ist eine Zeit her. Und beweist, dass auch im ausgehenden zwanzigsten Jahrhundert schon nachhaltig denkende Menschen zugange waren...

Hans-Jürgen von Boses Münchner Kafka-Musiktheater NACHT-ZEIT-MORD

04.11.11 (Wolf Loeckle) -
Im Münchner i-Camp gastiert diesertage das "andere opernensemble" mit der Uraufführung von NACHT-ZEIT-MORD, einem Kafka-Labyrinth mit Musik Hans-Jürgen von Boses nach Texten Franz Kafkas.

Nie mehr Kollektivtopf, nie mehr Nordosten: Hans-Jürgen von Bose im Vorfeld seiner Münchner Kafka-Premiere „Nacht – Zeit – Mord“

28.10.11 (Hans-Jürgen von Bose) -
Es war in einem früheren Jahrhundert, zu einer Zeit, die sich vergleichsweise glücklich schätzte, ihre eigene Militanz weithin auf zwei Säulen verankert zu wissen: Kommunismus contra Antikommunismus. Das war allerdings kompliziert genug. Dass es heute nicht einfacher ist, erleben wir Tag für Nacht und Nacht für Tag, im Wechsel mit durchaus überraschenden Ereignissen in Nordafrika oder in Südamerika etwa. Hans Jürgen von Bose – geboren am 24. Dezember 1953 in München – hat sich früh dem Mainstream-Diktat entzogen. Dem Postulat nach permanent sich zu steigern habender Komplexität im Umsetzen musikalischen Gedankenguts widersetzte er sich. Er erlaubte sich einfach aus dem Bauch und aus dem Hirn heraus zu denken – und zu komponieren, wie wenige andere in den Siebzigern.

Denkmaterial zuhauf

07.09.11 (Wolf Loeckle) -
Dass „der Hitler a rein reichsdeidsche Ongelegenheid“ sei ist auch heute noch nicht nur in Österreichs Hauptstadt zu hören, sondern im Gesamtverbund der kleingestraften Alpenrepublik, die einst Zentrum eines Territoriums war, in dem die Sonne nicht unterging...

Rund um das Jüdische Zentrum sehe ich Satelliten …

30.06.11 (Wolf Loeckle) -
Als ehemalige Hauptstadt der Bewegung verfiel München in der Folge dieser Folgen erst in eine Schockstarre sondergleichen, um aus Trümmern neu und dennoch stadtstrukturell erkennbar wiederzuerstehen. Mit Olympia 72 galt es, der Welt ein Bild von einem friedlichen, farbigen, freundlichen, fröhlichen, frei von Faschismus und Militarismus beweglichen Deutschland zu zeigen – was heiter zunächst gelingen wollte und doch von anderer Militanz schändlich missbraucht und ausgenutzt wurde. Mit der Folge neuerlicher Erstarrung und vom damaligen Oberbürgermeister eigenhändig gegen 21 Uhr hochgeklappten Gehsteigen.

Angriffslust und Lyrik

02.05.11 (Wolf Loeckle) -
Grazyna Bacewicz: Piano Sonata 2/Piano Quintets 1 & 2; Krystian Zimerman, Klavier; Kaja Danczowska und Agata Szymczewska, Violine; Ryszard Groblewski, Viola; Rafal Kwiatkowski, Cello
Deutsche Grammophon 477 8332 GH

Potenzial für Reibungsgewinn: Kammerorchester und Kammerspiele starten in München eine neue Konzertreihe

10.04.11 (Wolf Loeckle) -
Inmitten der zu geschärfter Militanz findenden Münchener Konzertsaaldiskussion öffnet sich dieser Tage ein neuer Saal für Musik. Der ist zwar nicht neu – aber gut: Die Münchner Kammerspiele offerieren ab sofort und zuweilen ihren Jugenstil-Traum von Meister Riemerschmid als Ort musikalischer Begegnung. Damit löst sich zwar nicht das Philharmonieproblem. Neuer Kommunikation aber öffnet sich ein Spannungsfeld.

Musikalisches Glück frei von Routine: das Münchner Jugendorchester transferiert ein Korea-Erlebnis nach München

29.03.11 (Wolf Loeckle) -
Lamentieren gehört zum Handwerk. Und im Musikbetrieb wird reichlich gejammert. Was vor dem Hintergrund von CD-Verkäufen nicht wirklich verwundert. Und dass die Abo-Reihen deutscher philharmonischer Vereinigungen nicht gerade dicht gefüllt sind mit jugendlichen Haarschöpfen oder jungen Glatzen, fällt ins Auge. Das war jetzt anders, als im Carl Orff Saal des Münchner Gasteig-Kulturzentrums (dessen Philharmonie ja aus ästhetischen und akustischen Gründen zu recht geschmäht ist) symphonischer Auftrieb sich einstellte.

Wien bleibt Wien: „Zwischenfälle“ und ein CD-Mitschnitt aus dem Akademietheater

26.03.11 (Wolf Loeckle) -
Als einstens Karl Kraus sein facettenreiches „Wien bleibt Wien“-Bonmot formulierte, war das nicht eben Ausdruck von blinder Liebe sondern Ergebnis kritischer, aus der Distanz heraus analysierender Zuneigung. Nur die ist ja zu wahrer Liebe fähig. (Wobei das Analytisch-Distanzierende dem Wienerischen an sich ja so gar nicht immer wesensgleich eingeschrieben ist bei all seiner Sehnsucht nach dem harmonisch sich Fügenden…). Und dass das als Drohung gar gemeint hätte sein können, wollte den meisten Weltstadt-Wienern schon überhaupt nicht in den Sinn.
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