Kulturpolitik ein Zeichen gegen Gewalt


02.01.02 -
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat sich anlässlich seiner Mitgliederversammlung am 26. September 2001 mit den Terroranschlägen am 11. September 2001 und der darauffolgenden Berichterstattung in den Medien befasst. Der Kulturrat betrauert die Ermordeten, und sein Mitgefühl gehört den Angehörigen der Opfer. Der Deutsche Kulturrat verurteilt diesen verabscheuungswürdigen Terroranschlag auf das Schärfste.
02.01.2002 - Von Olaf Zimmermann, KIZ


Der Deutsche Kulturrat und seine Mitgliedsverbände setzen sich seit Jahrzehnten auf den unterschiedlichen Ebenen für ein friedliches Miteinander der Kulturen ein.

Das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen gehört zu den Realitäten der modernen Gesellschaften. Kunst und kulturelle Bildung müssen dazu beitragen, dieses Zusammenleben friedlich zu gestalten. Die Künste leben vom gegenseitigen Austausch der Kulturen. Sie bieten die Chance für die Vergewisserung der eigenen und das Kennen lernen der anderen Kulturen.

Die Möglichkeiten der Begegnung, die im Kulturaustausch auf den unterschiedlichen Ebenen liegen, sollten verstärkt genutzt werden. Auswärtige Kulturpolitik bekommt damit eine ganz neue Dimension und Bedeutung. Sie muss ausgebaut und im Interesse der Völkerverständigung verstärkt werden.

Der Deutsche Kulturrat sieht jetzt die Medien in besonderer Weise zu einer verantwortlichen Berichterstattung gefordert. In der Wort- und der Bildberichterstattung müssen die Quellen genau geprüft werden, um zum Teil auch gezielten Fehlinformationen und einer vordergründigen Emotionalisierung vorzubeugen.

Der Deutsche Kulturrat wird zukünftig noch intensiver im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine Kultur eintreten, die der Spirale der Gewalt und Gegengewalt soziale Gerechtigkeit, Verständigung und Toleranz zwischen den Kulturen entgegensetzt. Die Künste sind kein Allheilmittel, sie können aber zum Nachdenken über sich selbst anregen und für den Umgang mit anderen sensibilisieren. Jetzt sind alle gefragt, besonnen und mit Blick auf langfristige Entwicklungen nach dem eigenen Beitrag für einen globale friedliche Koexistenz zu fragen.

Berlin, den 26.09.2001














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