MaerzMusik 2023 - Programm veröffentlicht


17.01.23 -
Berlin - Das Programm von MaerzMusik 2023 ist veröffentlicht, das erstmalig von Kamila Metwaly als künstlerischer Leiterin gestaltet wird und das in gemeinsamer Arbeit mit Komponist und Dirigent Enno Poppe entstanden ist. Das gemeinsame Konzept versucht möglichst viele Aspekte der vielgestaltigen Realität in der Programmgestaltung zu reflektieren – stets durch das Brennglas der zeitgenössischen Musik.
17.01.2023 - Von PM-MaerzMusik, KIZ

MaerzMusik 2023 - Programm veröffentlicht

Das Programm von MaerzMusik 2023 ist veröffentlicht, das erstmalig von Kamila Metwaly als künstlerischer Leiterin gestaltet wird und das in gemeinsamer Arbeit mit Komponist und Dirigent Enno Poppe entstanden ist. Künstlerische Beiträge und Themen wie Arbeiten mit erweiterter Stimme, Musiktheater, Embodied Performances, periphere Hörpraktiken und ungehörte Musik werden mit Werken von Laura Bowler, Claire Chase, Lucia Dlugoszewski, Juliet Fraser, Laure M. Hiendl, Nandita Kumar, Elaine Mitchener, Pauline Oliveros, Alex Paxton, Mathias Spahlinger, Jakob Ullmann und vielen anderen erlebbar gemacht.

Vom 17. bis 26. März sind Konzerte und Performances mit asamisimasa aus Norwegen, ensemble mosaik, KNM Berlin, Musikfabrik, Nadar Ensemble aus Belgien, PHØNIX16, Riot Ensemble aus London, Spółdzielnia Muzyczna aus Polen und viele andere Musiker*innen aus der ganzen Welt im Haus der Berliner Festspiele und an zahlreichen Spielorten in ganz Berlin zu erleben. Mit Ausstellungen und einem vielseitigen Diskursprogramm sowie einer täglich geöffneten Bibliothek lädt MaerzMusik das Publikum zu einem offenen Austausch ein. Der Ticketvorverkauf und die Akkreditierung starten am 23. Januar.

MaerzMusik versteht sich als ein Ort des Austauschs von künstlerischem Wissen durch neue Begegnungen und geteilte Erfahrungen. Entwickelt aus der Multimodalität des Hörens, der zeitgenössischen Musik und des Klangs, öffnet das Festival mit Konzerten, Performances, Installationen, Musiktheater, Ausstellung und Diskursformaten einen Raum, in dem Leben, Kunst und theoretische Reflektion neben- und miteinander bestehen können.
 
Für MaerzMusik 2023 arbeitet die künstlerische Leiterin Kamila Metwaly zusammen mit dem Komponisten und Dirigenten Enno Poppe als Gastkurator. Das gemeinsame Konzept versucht möglichst viele Aspekte der vielgestaltigen Realität in der Programmgestaltung zu reflektieren – stets durch das Brennglas der zeitgenössischen Musik. Jeder Festivaltag erzählt seine eigenen Geschichten, die sich verändern und transformieren, und öffnet einen Raum, in dem Unterschiedlichkeiten eine Stimme bekommen. Um diese vielen Stimmen zu repräsentieren, die heute zu zeitgenössischen und experimentellen Musikpraktiken beitragen, ist das Festivalprogramm in Form von zehn Begegnungen gestaltet. Die Fragen, Reflexionen und Provokationen, die dabei aufkommen, können entweder jeweils für sich erlebt werden oder in einen Dialog mit den anderen Werken und Konzerten treten.

MaerzMusik 2023 eröffnet mit der Musiktheaterproduktion „Hide to Show“ von Michael Beil mit dem Nadar Ensemble im Haus der Berliner Festspiele. Die diesjährige Festivalsausgabe ist Künstler*innen und Ensembles gewidmet, deren Arbeiten sich zwischen den Disziplinen bewegen (Elaine Mitchener „On Being Human as Praxis“) oder zwischen Form und Technologie (Michael Beil „Hide to Show“, Laure M. Hiendl „Songs for Captured Voices“), zwischen Stimme und Embodied Practices (Elaine Mitchener, Juliet Fraser, Noa Frenkel, Claire Chase) oder zwischen Politiken der Zeit und Fragen der (Re-)Kanonisierung (Rafał Ryterski „Haphephobia“, ensemble mosaik, „Grenzraum HÖREN“). Ebenso setzt das Festival das Engagement für Werke fort, die über längere Zeiträume hinweg entstehen (Mathias Spahlinger „asamisimasa-zyklus“) sowie für die ungehörten Musiken der jüngeren Vergangenheit (Lucia Dlugoszewski mit dem Ensemble Musikfabrik). In Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD wird in der daadgalerie eine Klanginstallation von Nandita Kumar präsentiert, die schließlich in eine Performance mündet. In Kooperation mit SAVVY Contemporary entsteht ein Programm mit Ausstellung und Performances mit dem Titel „Brotando del Silencio: Breaking Out of the Silence“. Im Rahmen von MaerzMusik 2023 bringt das Projekt QuerKlang Kompositionen zur Uraufführung, die von Schüler*innen an Berliner Schulen gemeinsam erarbeitet wurden.

Viele der Projekte werden im Haus der Berliner Festspiele präsentiert, in das das Festival nach der Zeit der Renovierung und Covid zurückkehrt. Es werden aber die Kooperationen mit anderen Spielstätten in Berlin fortgesetzt und Arbeiten im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin, im Radialsystem, silent green, SAVVY Contemporary, in der daadgalerie, der Universität der Künste, der Villa Elisabeth und der St. Elisabeth Kirche gezeigt.

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