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Alle Artikel kategorisiert unter »Enno Poppe«

Geballte Zeitgenossenschaft – räsonanz-Stifterkonzert und Lachenmanns „My Melodies“

10.06.18 (Wolf Loeckle) -
Als vor gut einem Jahrhundert das Melodiöse aus der ernsthaften Musik verbannt wurde, auf überbordende Emotionalitäten des frühen Schönberg etwa reagierend und als Reflex auch auf die Grausamkeiten des Ersten Weltkriegs, konnte keiner ahnen, welche Klangdimensionen sich öffnen würden. Ganz abstrakt. Und voll konkret.

Zeigefinger und Messer – „Autonome Musik“ mit dem Ensemble Mosaik in Berlin

29.05.18 (Hans-Peter Graf) -
Die in Berlin beheimatete Formation begeht ihren Zwanzigsten mit einer vierteiligen Reihe Autonome Musik. Mit Selbstbewusstsein und dem eigenen Ensemble-Schwerpunkt, der Arbeit an „neuen Ansätzen der Aufführungspraxis“, verpflichtet, ging’s in die dritte Runde.

Samplifizierend bis schrundig: „Autonome Musik“ mit dem ensemble mosaik

24.02.18 (Albrecht Selge) -
Neue Musik, deine Programmbeschreibungen! Uneingeweihten Ohren klingen sie gern mal nach Drohung – oder zumindest mehr nach wissenschaftlichem Kolloquium als nach Konzert: „Die vierteilige Konzertreihe Autonome Musik im Kesselhaus der Kulturbrauerei Berlin thematisiert in einer Gegenüberstellung von Komposition und Performance kontrastierende Konzeptionen von Konzertmusik. In den Konzerten begegnen Ensemblekompositionen, deren detaillierte Klang- und Formgestaltung einen ausgeprägten Werkcharakter aufweisen, einer sich fortsetzenden Folge von Miniaturen, die konzeptuell angelegt sind und in Echtzeit ausformuliert werden.“

Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 06.11. bis 12.11.2017

05.11.17 (mh) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 45. Jelena Firssowa, Konrad Lechner, Bo Wiget, Márton Illés, Arnulf Herrmann, Stefan Fraunberger, Klarenz Barlow, Enno Poppe +++ Quatuor Diotima, Ingo Metzmacher, Jascha Spiwakowsky, Dhafer Youssef +++ Künstlerhaus Boswil, Karl-Sczuka-Preis, : Donaueschinger Musiktage 2017, Tradition Revolution, Snape Maltings in Aldeburgh, Analog versus digital, Neue Musik-Cyborg, Oper „Electric Dreams“ beim musikprotokoll, Erzählte Landschaften in Island und Australien, Plattler – Beatbox – Pfeifen in Walde, JUGEND. Volume I: Freud, Ch'ungmu – Farben des Lichts und die Prometheus-Protokolle von Thomas Feuerstein.

Transmedialität und Virtualität – Werke von Michael Beil und Johan Svensson in Berlin

03.09.17 (Wendelin Bitzan) -
Die Ernst von Siemens Musikstiftung hat ein neues Förderprogramm ins Leben gerufen: Progetto Positano präsentierte in einem Portraitkonzert mit dem Berliner ensemble mosaik seinen ersten Stipendiaten, den schwedischen Komponisten Johan Svensson (*1983). Im Heimathafen Neukölln gelangte sein dreiteiliger Werkzyklus Ampèrian Loops zu einer ersten vollständigen Aufführung, konfrontiert mit drei audiovisuellen Arbeiten von Michael Beil (*1963).

Ernsthafte Arbeit statt fader Resignationsmusik

02.04.17 (Jim Igor Kallenberg) -
Bullshit is over: Das Eröffnungskonzert des Grazer Impuls Festivals bestritt das Klangforum Wien mit fünf Uraufführungen (Impuls-Kompositionsaufträge) junger Komponistinnen und Komponisten, den Gewinnerinnen und Gewinnern des Kompositionswettbewerbs im Vorjahr. Und es waren in den vergangenen zwei Jahren gerade die Newcomer- und Next Generation-Formate, die, sonst im toten Winkel der leeren Selbstgefälligkeit des Hauptprogramms, musikalisch etwas angingen.

MaerzMusik – Festival für Zeitfragen 2017: Decolonizing Time

10.01.17 (PM) -
Vom 16. bis 26. März veranstalten die Berliner Festspiele in diesem Jahr MaerzMusik – Festival für Zeitfragen. In seiner dritten Ausgabe setzt der künstlerische Leiter Berno Odo Polzer in zehn komponierten Festivalabenden die Beschäftigung mit dem Phänomen Zeit fort. Bei MaerzMusik 2017 werden Arbeiten der Komponist*innen Catherine Christer Hennix, Julius Eastman, Eva Reiter, Jennifer Walshe, Alvin Lucier, Gérard Grisey, Georg Friedrich Haas, Arthur Kampela, Helmut Lachenmann, Liza Lim, Kara Lis-Coverdale, Daniel Moreira, Enno Poppe, Ana Maria Rodriguez, Chiyoko Szlavnics, Chris Watson u.v.a. präsentiert. Zentral sind dabei die Projekte der zum Festival geladenen Ensembles: Ictus Ensemble aus Belgien, Les Percussions de Strasbourg, Ensemble Modern, KNM Berlin sowie Arditti Quartett und Sonar Quartett.

Von Schweinen und Künstlern

05.06.16 (Martin Hufner) -
„Das Schwein und der Künstler werden erst nach ihrem Tode geschätzt“, zitierte der Aufsichtsratsvorsitzende der GEMA, Enjott Schneider, Max Reger. Mit diesem Bonmot tröstete Schneider all jene, die sich in ihrem Künstlerdasein verkannt fühlen und auch ihre Werke nicht in anderweitig tröstliche monetäre Form transformieren können.

Bündnisse schließen und sichtbar machen

05.06.16 (Georg Becke) -
Witten – das ist das Festival, das seine konkrete Utopie im Namen führt. Und sich doch nicht selten so gibt, als hätte es vergessen, worauf sich sein Glücksver­sprechen gründet. So wie der erwachsene Mensch zuweilen verlegen lächeln muss, wenn er an seinen Taufspruch erinnert wird. Der für Witten eine Musiziertradition darstellt, über die eine experimentell ausgerichtete Avantgarde eigentlich längst glaubte hin­aus­­ge­kommen zu sein. Kammermusik nämlich (und nichts anderes ist der Tauf­spruch für Witten) war ja immer schon mehr als eine bloße Auskunft über Besetzungsgrößen („zwei bis neun Spieler“), über Aufführungsorte („kleine bis mittel­große Räume“) und auch mehr als die praktische Folgerung aus gewissen satztech­nischen Notwendig­eiten der durchbrochenen Arbeit. All dies spielt hinein und trifft doch nicht das Zauberwort.

Annäherungen an das Licht

24.05.16 (Max Nyffeler) -
Neue Musik von und mit Marcus Antonius Wesselmann, Tosija Suzuki, Mike Svoboda, Nieuw Ensemble, Arditti Quartett, Joji Yuasa, Hiroyuki Itoh, Luís Antunes Pena, Emanuel Nunes, Kaija Saariaho, Jonathan Harvey, Moritz Eggert, Tõnu Kõrvits, Kölner Ensemble Musikfabrik und Enno Poppe.
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