Musikschule: Junge Talente versetzen das Publikum in Staunen


27.05.02 -
Lampenfieber erst nach dem Auftritt


Corinna Köpke (14) ist seit neun Jahren Schülerin der Musikschule. Bereits als Kleinstkind stand fest, dass sie ein Instrument spielen würde, nun sind es bereits zwei: Cello und Klavier. Ihr Mutter macht selbst viel Musik, daher war es für Corinna selbstverständlich, in die musikalische Früherziehung zu gehen. Bereits mit sechs Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne des Stadttheaters.
27.05.2002 - Von deimling, KIZ

Svenja Heinrich (16) ging ebenfalls bereits mit fünf Jahren in die musikalische Früherziehung, spielt ebenfalls zwei Instrumente – Querflöte und Geige – und hat bereits etliche Auftritte gehabt. Das Lampenfieber hielt sich bei den beiden in Grenzen, als sie am Freitag beim Auftritt in der Aula der Planckschule vor etwa 50 Personen in einer großen Gruppe auftraten.

Da hatte es Christian Specht bedeutend schwerer, saß er doch mit seinen erst neun Jahren alleine am Klavier und spielte „Le Coucou“ von Louis C. Daquin mit solcher Hingabe und Präzision, dass dem Publikum vor Staunen der Atem stockte. Dabei ist er erst seit zweieinhalb Jahren Schüler der Musikschule, doch übt er täglich das Spiel an Klavier und Geige. Bei ihm stellte sich das Lampenfieber erst nach dem Auftritt ein, ein in diesem Alter üblicher Vorgang, so der Leiter der Musikschule, Thomas Müller. Dass Christian bereits so erfolgreich spiele, liege an seinem Talent und der Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Natürlich bedürfe es dann einer Lehrkraft, die das Potenzial spüre und möglichst früh mit den Übungen anfange.

Die größten Probleme hätten die Geiger, so Müller weiter, denn der kleine Finger sei noch nicht groß genug, um das Instrument virtuos zu beherrschen. So nehme man Disharmonien in Kauf und würde bei Streichern mehr Geduld aufbringen, denn diese Instrumente erforderten wesentlich mehr Gehörschulung als vergleichsweise Tasteninstrumente.

Eine weitere Überraschung des Abends war Johannes Barthel. Mit nur acht Jahren spielte er mit seiner Blockflöte, begleitet vom gleichaltrigen Sergios Samartjidis am Klavier, die Sonate in F-Dur von Georg Friedrich Händel, sichtlich amüsiert, da seine Eltern ihn dabei fotografierten. Doch brachte ihn das nicht aus dem Takt und er spielte souverän weiter. Auch das muss, wie der Auftritt auf der Bühne, gelernt sein, so Müller. Daher werden die Schüler der Musikschule frühzeitig an Auftritte gewöhnt. Zunächst vor den Eltern und später vor dem Publikum, wie an diesem Abend.

Darmstädter Echo
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