Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 09.09. bis 15.09.2019


08.09.19 -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 37: In dieser Ausgabe erscheinen wieder Termine für Sendungen unseres österreichischen Rundfunks – Ö1. Dankenswerterweise bekommen wir nun monatlich eine Liste mit passenden Sendungen.
08.09.2019 - Von mh, KIZ


nmz-Podcastpartnerin Irene Kurka ::: neue musik leben

48 – Interview mit Andrea Neumann - Composer-Performer, Innenklavier, Elektronik

Folge 48 - Andrea Neumann erzählt dir, wie sie dazu gekommen ist ihr „Innenklavier“ zu entwickeln, es bauen zu lassen und zu spielen. Sie erklärt dir auch, was es für sie heißt zu improvisieren und auch zu komponieren und worin sich diese beiden Prozesse unterscheiden. Offen spricht sie über Erfolg, Zeitmanagement und Geld verdienen.

Alle weiteren Folgen des Podcasts finden Sie unter: https://www.irenekurka.de/podcast.html


09.09.2019


23:03 bis 00:00 | Ö1
Ein Blick in die Werkstatt der Töne – „Ink Still Wet“ in Grafenegg. Frischer geht nicht!

Im Komponisten/Dirigenten-Workshop Ink Still Wet arbeiten junge Komponist/innen gemeinsam mit dem diesjährigen Composer in Residence – Peter Ruzicka – und dem Tonkünstler-Orchester an ihren Partituren.

Ruzicka horcht dabei vor allem „hinter die Grenzen“, wo das Weltliche endet und Begriffe zum Klang werden. Wann ist ein Werk beendet? Welche technischen Regeln gilt es zu befolgen? Diesen und vielen anderen praktische Fragen gehen die Komponist/innen aus Deutschland, USA, Iran, Polen, China und Korea am Campus Grafenegg bei Ink Still Wet nach. Schließlich werden die Neuschöpfungen vom Tonkünstler-Orchester zur Aufführung gebracht. Am Pult stehen die Teilnehmer/innen. Denn erst das Dirigieren formt die eigene Tonsprache. Andreas Maurer war für „Zeit-Ton“ in Grafenegg, hat einen Blick in die „Werkstatt der Töne“ geworfen und das „Abenteuer Musik“ hautnah erlebt. Gestaltung: Andreas Maurer


10.09.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
In Bewunderung der Farben – Die Komponistin Farzia Fallah

Von Hubert Steins. Farzia Fallahs Kompositionen meiden die Emphase. Stattdessen führen sie in Regionen des Fragilen, Instabilen und nicht selten in die Stille.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Peter Michael Hamel: „Oh Erde …“ (via-nova-chor: Kurt Suttner); Günter Bialas: Moments musicaux III (Jörg Widmann, Klarinette; Dávid Adorján, Violoncello; Anna Gourari, Klavier); Wilfried Hiller: „Sappho-Lieder“ (Susanne Eyhorn, Flöte; Christoph Probst, Violoncello; Münchner Frauenchor: Katrin Wende-Ehmer); Wilhelm Killmayer: Vier Chorstücke (Irmgard Lampart, Sopran; Marion Rambausek, Alt; Toshihide Koroyasu, Tenor; Paul Hansen, Bass; Chor des Bayerischen Rundfunks: Gustaf Sjökvist); Karl Amadeus Hartmann: Symphonie Nr. 2 – „Adagio“ (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rafael Kubelík); Enjott Schneider: „Klänge des Lichts“ (Orpheus Kammerchor; Ein Instrumentalensemble: Gerd Guglhör)

23:03 bis 00:00 | Ö1
Die Eröffnung der Klangspuren Schwaz Klangspuren 2019. Eröffnungskonzert mit österreichischen Erstaufführungen

Die Klangspuren Schwaz stehen dieses Jahr unter einer neuen Leitung. Der Musikjournalist Reinhard Kager ist Matthias Osterwold gefolgt. Kagers Programm für die Klangspuren trägt den Titel „Risse“ und will den sozialen Erosionsprozessen der westlichen Gesellschaft nachspüren. Als Composer in Residence ist der 1964 in Paris geborene Marc Andre in vielen der Konzerte vertreten. Seine Komposition „woher…wohin“ für Orchester steht als österreichische Erstaufführungen im Eröffnungskonzert am Programm. Traditionell wird dieses Konzert vom Tiroler Symphonieorchester Innsbruck gespielt – die Leitung hat der für seine Arbeit für die zeitgenössische Musik besonders renommierte Lothar Zagrosek übernommen. Das Eröffnungskonzert, das traditionell einen musikalischen Ausblick auf die Schwerpunkte des Festivals gibt, präsentiert außerdem eine österreichische Erstaufführung eines Werkes von Olga Neuwirth, Luigi Nonos „Canti di vita e d’amore“ und Claus Steffen Mahnkopfs „Void“ – letzteres ist ebenfalls eine Österreichpremiere. (Aufgenommen am 6. September 2019 im Silbersaal Schwaz) Gestaltung: Patrizia Jilg


11.09.2019


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponistinnen

Ulrich Schultheiß: „Down East“ (Nürnberger Symphoniker: Klauspeter Seibel); Hermann Seidl: Trio (Walter Himmler, Flöte; Barbara Seeliger, Violoncello; Hermann Seidl, Klavier); Stefan David Hummel: „In one’s heart of hearts“ (Stefan Teschner, Violine; Klaus Jäckle, Gitarre; Sven Forker, Schlagzeug); Rainer Rubbert: Concertino Es-Dur (Ulrich Krieger, Saxophon; Universal Ensemble Berlin: Gerald Humel); Christoph Wünsch: „Partita in Blue“ (Kolja Lessing, Violine); Helmut Bieler: Zyklus (Martin Krüger, Gitarre; Bernd Kremling, Schlagzeug); Gerald Eckert: „Nachtschwebe“ (NDR Radiophilharmonie: Johannes Kalitzke)

23:03 bis 00:00 | Ö1
Rückblick, Vorschau und aktuelle Veröffentlichungen Zeit-Ton Magazin

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Komponistenforum Mittersill und die Musiktheatertage Wien. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph


12.09.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik

Wilhelmsburg Ulm. Aufzeichnung vom 24.11.2018. Alan Hilario: „Fünf Räume – sieben MusikerInnen“ für kleines Ensemble, Zuspielband und acht Türen (Uraufführung). Karin Schweigart-Hilario, Flöte; Mark-Lorenz Kysela, Saxofon; Anne Schumacher, Violoncello; Sebastian Berweck, Tasteninstrument; Pascal Pons, Schlagzeug; Alan Hilario, Klangregie

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Wilhelm Keilmann: Klavierquartett fis-Moll, op. 60 (Wilhelm Kempff Ensemble); Alfred Kuppelmayer: „Es steht im Walde ein Buchenbaum“; „Gabriele“; „Das Mondlicht glüht“ (Karl Greisel, Bariton; Hans Altmann, Klavier); Joachim Ludwig: „Constellationes I-V“ (Joachim Ludwig, Klavier); Hubert Meister: Meditation über „Rorate coeli“ (Hubert Meister, Orgel); Gertrud Orff: Kleine Klavierstücke (Nikolaus Lahusen, Klavier); Christoph Peter: Klaviertrio (Peter-Trio); Wolfgang Edward Rebner: „Soirée passionelle“ (Julius Bassler, Klavier; Fränkisches Landesorchester: Leo Eysoldt)

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Werke für Solotrompete(n) und Orchester

Charles Ives: „The unanswered question“ (David Gordon, Trompete; Seattle Symphony: Ludovic Morlot); John Adams: „On the transmigration of souls“ (Philip Smith, Trompete; New York Choral Artists; New York Philharmonic Orchestra: Lorin Maazel); Mark-Anthony Turnage: „Dispelling the Fears“ (Philip Cobb, Gábor Tarkövi, Trompete; London Symphony Orchestra: Simon Rattle)

23:03 bis 00:00 | Ö1
Die Preisträger des Prix Ars Electronica 2019 -Goldene Nika für Peter Kutin beim Prix Ars Electronica 2019

Alle zwei Jahre wird der Prix Ars Electronica in der Kategorie „Digital Musics & Sound Art“ abgehalten, so auch heuer wieder, im Jubiläumsjahr des Ars Electronica Festivals, das vom 5. bis 9. September sein 40jähriges Bestehen feierte. Eines der zentralen Themen, mit denen sich Künstler/innen heute beschäftigen, sei die Beziehung zwischen dem Digitalen und dem Analogen, zwischen dem Mensch und der Maschine, so die Jury in ihrem Statement, und oft führe dies zu der Frage, ob digitale Sonifikation und Transformation signifikanter ist, als das ursprüngliche Phänomen und ob Klang, der nicht digital bearbeitet wurde, seine Bedeutung verloren hat. Die Generierung von Klang würde durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz immer öfter automatisiert werden. Mit sozio-politischen Fragen hätten sich demgegenüber auffallend wenige Projekte beschäftigt. Interaktionsmöglichkeiten hätten sie oftmals vermisst, so die Jury-Mitglieder weiter. Einen Schwerpunkt bildeten auf der anderen Seite immersive Arbeiten. Zu ihnen zählt auch die optoakustische Installation „Torso #1“ von Peter Kutin, der als erster Österreicher (alleine) die Goldene Nika in der Kategorie „Digital Musics & Sound Art“ gewann. Die zwischen vier rotierenden Lautsprechern und einigen im Raum platzierten Mikrophonen entstehenden Klänge und Feedback-Schleifen werden durch das Variieren der Geschwindigkeit moduliert. Dabei entfaltet „Torso #1“ eine beeindruckende psychoakustische Wirkung. Die beiden Auszeichnungen gingen an Samson Young für „Muted Situation #22: Muted Tchaikovsky’s 5th“ und an Tomomi Adachi, Andreas Dzialocha und Marcello Lussana für „Voices from AI in Experimental Improvisation“. Gestaltung: Susanna Niedermayr


13.09.2019


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst; Kurzstrecke 89 – Feature, Hörspiel, Klangkunst

Zusammenstellung: Barbara Gerland, Ingo Kottkamp, Marcus Gammel. Produktion: Autoren / Deutschlandfunk Kultur 2019. Länge: 54’30

Neue Autorenproduktionen. Heute unter anderem mit einem Plädoyer für selbstbestimmte weibliche Lust.

  • Eine Kulturgeschichte sexueller Normen – Von Lou Zucker
  • Szenen einer Freundschaft – Von Viola Schmidt
  • Die Stunde, der Himmel, die Erde, der Wind – Von Andreas Fervers
  • Außerdem: Neues aus der Wurfsendung mit Julia Tieke

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponistinnen

Christoph von Reitzenstein: „Kreolische Suite“ (Blechbläserensemble Ulrich Köbl); Karel Ricánek: Symphonie Nr. 1 (Symphonieorchester des Tschechischen Rundfunks: Vladimír Válek); Fritz Schieri: Fünf Balladen auf Texte von Eduard Mörike (Bettina Hausmaninger, Roswitha Schmelzl, Sopran; Guido Gorna, Tenor; Wolfgang Wirsching, Bariton; Fabio Romano, Klavier; Madrigalchor der Hochschule für Musik: Max Frey); Franz Alfons Wolpert: Sonate d-Moll, op. 21 (Gilbert Schuchter, Klavier); Ludwig Bazil: „Astrazioni Meditative I-III“ (Sonig Tchakerian, Violine)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann (I) – Die Luft, in der ich atme

Clara Schumann, Bilder eines Künstlerlebens. Von Eva Blaskewitz. Pianistin, Komponistin, einflussreiche Pädagogin, Herausgeberin, Konzertorganisatorin, Familienoberhaupt: Ohne Zweifel war Clara Schumann eine der faszinierendsten Figuren der Musikgeschichte. Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt als neunjähriges Wunderkind schlug sie das Publikum ebenso in ihren Bann wie bei ihrem letzten Konzert mehr als 60 Jahre später. Mit 15 komponierte sie ein Klavierkonzert, das die meisten Werke ihrer Virtuosen-Kollegen in den Schatten stellte. Noch nicht volljährig, unternahm sie alleine eine Konzertreise nach Paris. Gegen den Willen ihres übermächtigen Vaters setzte sie die Hochzeit mit Robert Schumann durch: der Beginn eines Ehelebens voll Licht und Schatten und einer einzigartigen künstlerischen Symbiose. Acht Kinder hat sie zur Welt gebracht und nach Schumanns frühem Tod alleine ernährt, unterstützt von Johannes Brahms; bis heute ranken sich um die Beziehung zwischen den beiden viele Legenden. Die Sendung beleuchtet unterschiedliche Aspekte des Lebens und Wirkens dieser Ausnahme-Künstlerin, anhand von Briefen, Tagebüchern und Gesprächen mit Expertinnen.

22:30 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: „Ich soll Dir nun bald ganz gehören“ – Clara Schumann zwischen Selbstbestimmung und Ergebenheit

Von Egbert Hiller. „Mein ganzes Sinnen und Trachten ist ja Dein Glück“, schrieb Clara Wieck im Januar 1840 an ihren zukünftigen Gatten Robert Schumann. Gegen den erklärten Willen des Brautvaters, der auch ihr Klavierlehrer war, setzten beide die Heirat juristisch durch, doch die Selbstbestimmung, die Clara damit dokumentierte, sollte in neue Ergebenheit einmünden. Sie war die wohl bedeutendste Pianistin ihrer Zeit und auch eine exzellente Komponistin, wie ihre Lieder und Instrumentalstücke aufzeigen. Hin- und hergerissen zwischen gesellschaftlichen Zwängen, ihrer Liebe zu Robert, ihrer Rolle als Mutter und Hausfrau und der eigenen Karriere als Musikerin führte sie ein aufreibendes Leben, das nach Roberts Tod 1856 noch einmal eine bedeutende Wendung erfuhr. Der Traum, mit ihm „treu durch’s Leben zu gehen“, war ausgeträumt, das Spannungsfeld aus Selbstbestimmung und Ergebenheit musste neu austariert werden.

23:03 bis 00:00 | Ö1
Die Super-Group Anguish. Dälek, Fire! und Hans-Joachim Irmler – Konfrontationen 2019. Das fulminante Konzert von Anguish

Sie sind die vielleicht progressivste und aufgeschlossenste Hip Hop Formation unserer Zeit, Dälek, seit einiger Zeit ist die Band aus New Jersey nach einer längeren Schaffenspause wieder aktiv und hat im Juli im Rahmen der Nickelsdorfer Konfrontationen ein fulminantes Konzert gespielt, gemeinsam mit Mats Gustafsson und Andreas Werliin von Fire! und Hans Joachim-Irmler, Gründungsmitglied und Keyboarder der Krautrock Band Faust. Anguish lautet der Name dieser Super-Group, die Ende 2018 bei RareNoiseRecords ihr gleichnamiges Debut-Album herausbrachte. In diesem Zeit-Ton ist ein Ausschnitt aus diesem Konzert zu hören, wir werden aber auch gemeinsam mit Dälek in deren Alben der letzten Jahre hineinhören. Gestaltung: Susanna Niedermayr


14.09.2019


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Die Luft, in der ich atme – Clara Schumann, Bilder eines Künstlerlebens

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: Expressiv und unökonomisch – Manfred Trojahns Streichquartett Nr. 2

Von Klaus Gehrke. Das zweite der vier Streichquartette von Manfred Trojahn ist ein groß angelegtes Stück voller Kontraste, und es ist angereichert um Klarinette und Mezzosopran. Drei Sätzen liegen Verse Georg Trakls zugrunde. Die Arbeit fiel in die Jahre 1979/80, als sich junge Komponisten in Deutschland zu einer neuen Einfachheit bekannten. Trojahn war nach seinem Studienabschluss damals auf der Suche nach einem eigenen musikalischen Ausdruck; dabei verarbeitete er Eindrücke von seinem einjährigen Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom. 1980 wurde das Werk in Paris uraufgeführt. Im Mai 2018 nahm das Minguet Quartett zusammen mit der Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner und dem Klarinettisten Thorsten Johanns Trojahns hoch expressives und unökonomisch ausgedehntes Werk im Deutschlandfunk Kammermusiksaal auf.


15.09.2019


17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Man(n) kommt nicht dran vorbei – Lockruf der Sirenen

Über ihr Aussehen herrscht Unklarheit: mal Vögel mit Menschenköpfen, mal männlich und bärtig, mal weiblich mit Flügeln – so werden die Sirenen beschrieben.

Klar hingegen ist, dass sie verdammt gut singen können! Elegisch und verführerisch klingen ihre Stimmen, einfach unwiderstehlich. Umso größer ist die Herausforderung, das Lied der Sirenen in der menschengemachten Musik nachzuschöpfen.

22:00 bis 00:00 | Bremen Zwei
Musicadia 2017

Die Paolo Pandolfo Group spielte das erste Konzert bei der letzten Musicadia am 2. November 2017. Im Programm standen Werke von Marin Marais, François Couperin und Antoine Forqueray. Bremen Zwei sendet den Mitschnitt davon. Das neue kleine Festival wird ab dem 31. Oktober 2019 unter dem Motto „Die Violine im Wandel der Zeiten“ stehen.

22:08 bis 22:55 | Ö1
Zu Gast: Wolfgang Seierl und das KomponistInnenforum Mittersill – Solidarität beim KomponistInnenforum Mittersill

Zu Gast im Zeit-Ton Extended ist Wolfgang Seierl. Der Komponist, Musiker und Bildende Künstler gründete 1996 gemeinsam mit Christian Heindl das KomponistInnenforum Mittersill. Dieses findet heuer von 14. bis 20. September in seiner 23. Ausgabe unter dem Motto „Solidarität“ statt. Rund um das KomponistInnenforum hat sich ein Netzwerk für Austausch, Information und Kommunikation rund um das aktuelle Musikgeschehen gebildet und sind zahlreiche CDs auf dem Label ein_klang records eschienen. Das jährlich stattfindende Symposium ermöglicht den Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst indem das jeweilige Festivalmotto von verschiedenen Blickwinkeln aufbereitet wird. Schüler/innen und Studierenden werden mit Workshops und Stipendien in die Aktivitäten in Mittersill eingebunden. Wolfgang Seierl erzählt von der Entwicklung des im Salzburger Oberpinzgau beheimateten Forums und der heurigen Ausgabe des Festivals. Und es wird viel Musik von den bei ein_klang records verlegten CDs zu hören sein. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

23:00 bis 00:00 | Ö1
Radiophonic Places – Follow the Radio Wagon

Die Ausstellung Radiophonic Spaces ist von 26. Juli bis zum 19. September 2019 in der Bibliothek der Bauhaus-Universität Weimar im Rahmen von Bauhaus 100 Station. Zur Eröffnung performen unter anderem Roberto Paci Dalo und das Liquid Pinguin Ensemble.

Die Ausstellung »Radiophonic Spaces« bringt die flüchtige Radiokunst in den Museumsraum und verknüpft zwei Welten, die einander näher sind, als es zunächst scheinen mag. Immer schon arbeiten neben Schriftsteller*innen, Komponist*innen oder Theatermacher*innen auch bildende Künstler*innen mit den vielfältigen Möglichkeiten des Mediums Radio. »Radiophonic Spaces« verbindet unter Federführung der Professur Experimentelles Radio an der Bauhaus-Universität Weimar die künstlerische Auseinandersetzung mit Radiokunst und Radiophonie mit einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt. Die Ergebnisse dieses kreativen Zusammenspiels entfalten sich in einem immersiven Parcours, der ca. 200 Schätze internationaler Radiokunst präsentiert. Historische und zeitgenössische Positionen werden dabei in Beziehung gesetzt: Von Antonin Artaud, John Cage und László Moholy-Nagy bis hin zu Michaela Mélian, Milo Rau und Natascha Sadr Haghighian. Auch Projekte des Ö1 Kunstradios wie Horizontal Radio, sowie einige Ö1 Hörspielproduktionen zB March Movie sind zu finden.

Radiophonic Places – Follow the Radio Wagon eröffnet vom 26. bis 28. Juli 2019 in Weimar mit dem begehbaren Hörraum Radiophonic Spaces und einem mobilen Radiostudio. Performances, Konzerte, Gespräche und Workshops rund um das Thema 100 Jahre Bauhaus I 100 Jahre Radiophonie finden öffentlich an wechselnden Orten im Weimarer Stadtraum statt und werden live auf bauhaus.fm und 106,6 MHz übertragen. 48 Stunden lang setzten sich Radiokünstler, Wissenschaftler, ehemalige und aktuelle Studenten mit Fragen nach dem politischen Potential von Hörkulturen, den Konsequenzen technischer Entwicklungen für die Radiokunst und mit alternativen Radioformaten auseinander.

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Haut, Häute, Häutung

Ashley Fure: A Library on Lightning für Trompete, Fagott und Kontrabass; Klangforum Wien; Clara Iannotta: Moult für Kammerorchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Michael Wendeberg; Rebecca Saunders: Skin für Sopran und 13 Instrumente; Julie Fraser; Klangforum Wien, Leitung: Titus Engel

Haut bildet die äußere Schicht, das Sichtbare, die Hülle. Sie umgibt und schützt den Körper, das Innere; sie atmet und verändert sich ständig. Insofern ist Haut auch eine Metapher für Vergänglichkeit und Erneuerung, für Berührung, aber auch für musikalische Vorgänge und Prozesse.

Von Haut und vom Häuten handelt die Komposition Skin von Rebecca Saunders: von der Vielseitig- und Vielschichtigkeit der Oberfläche, die den Körper von seiner Umwelt trennt, von der Spannung und Elastizität, der Zartheit und Zähigkeit, der Sinnlichkeit und Empfindlichkeit der Haut.

Clara Iannotta nennt ihr Orchesterstück Moult. Der Titel verweist auf den schmerzhaften, existentiellen Prozess des Häutens, wie er bei vielen Tieren vorkommt. Ganz in diesem Sinne dreht und wendet sie das musikalische Material, das gewissermaßen von innen nach außen gestülpt wird.

Als Lichtenberg-Figuren werden jene Brandnarben bezeichnet, die sich auf der Haut von Menschen finden, die vom Blitz getroffen wurden. Diese Narben ähneln in ihrer Verästelung der Form von Blitzen. Ashley Fure bringt diese sichtbaren Spuren in dem Trio „A Library on Lightning“ zum Klingen, das von den physikalischen Gesetzmäßigkeiten, die zu elektrischer Entladung führen, handelt. http://https://www1.wdr.de/radio/wd…

23:05 bis 00:00 | BR-KLASSIK
Musik der Welt: Das Juwel von Gorj – Die rumänische Sängerin Maria Lãtãrețu

Sie sei die authentischste Interpretin der Volkslieder von Gorj, bescheinigte der rumänische Ethnologe Mihai Pop der Sängerin Maria Lãtãrețu einmal. Die bemerkenswerte Künstlerin, deren Karriere seit den 1930er Jahren ihren Aufschwung nahm, wurde allerdings nicht nur für die originalgetreue Darbietung von Volksliedern bewundert, für welche die Region um Gorj in Südrumänien bekannt ist. Maria Lãtãrețu beeindruckte auch durch ihre außergewöhnlich schöne Stimme, die eine makellose Technik mit einem betörend sinnlichen, warm schimmernden Timbre paarte. Dennoch stand die Sängerin ihr Leben lang im Schatten der weit glamouröseren und gleichaltrigen Kollegin Maria Tanase – was sie allerdings nicht sonderlich zu stören schien. Während für jene die traditionellen Gesänge nur ein Teil ihres bunten Repertoires waren, gab es für Lãtãrețu nichts außer den altvertrauten Liedern, mit welchen sie seit ihrer Kindheit aufgewachsen war. Als einer durch und durch bodenständigen Künstlerin flogen ihr vor allem die Herzen jener Menschen zu, die ähnlich wie sie aus bescheidenen ländlichen Verhältnissen stammten. Eine Sendung von Michaela Fridrich

Das könnte Sie auch interessieren: