Newsletter 2 der Kulturdokumentation - Österreich


21.02.02 -
Willkommen beim Newsletter 2 der Kulturdokumentation!

Wir informieren Sie diesmal ueber neue Publikationen und abgeschlossene
Projekte aus den aktuellen Arbeitsschwerpunkten der Kulturdokumentation:
__Kultur/ Beschaeftigung/ Kulturpolitik/ Arbeitsmarkt/ Creative Industries/
Cultural Diversity
21.02.2002 - Von Olaf Zimmermann, KIZ



Im soeben abgeschlossenen EU-Projekt wird auf der Grundlage des neuen
Verhaeltnisses zwischen Kultur und Wirtschaft das dabei entstandene neue
kulturelle Arbeitsplatzpotential wie auch die massiven Veraenderungen der
Kulturberufe diskutiert.
“Creative Industries” - wirtschaftlicher Hoffnungstraeger - oder doch nur
ein neues Schlagwort in der europaeischen kulturpolitischen Diskussion? Wir
thematisieren dies in breiteren Zusammenhaengen von Kultur, Wirtschaft und
soziale Kohaesion, kulturelle Partizipation und kulturelle Vielfalt.
Mehr Wissen ueber europaeische nationale kulturpolitische Konzeptionen? Dazu
gibt es eine Neuausgabe des online-Compendiums vom Europarat.


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__EU-STUDIEAUSSCHOEPFUNG UND ENTWICKLUNG DES ARBEITSPLATZPOTENTIALS
IM KULTURELLEN SEKTOR IM ZEITALTER DER DIGITALISIERUNG

Durchgefuehrt im Auftrag der Europaeischen Kommission. DG Beschaeftigung und
Soziales
Muenchen, Koeln, Wien, Barcelona, 2001.

AutorInnen der Studie:
_ MKW Wirtschaftsforschung GmbH, Muenchen, (Koordination)
_ oesterreichische kulturdokumentation. internationales archiv fuer
kulturanalysen, Wien;
_ empirica Delasasse, Koeln
_ Interarts, Barcelona
_ Economix Research & Consulting, Muenchen
_ WIMMEX AG, Muenchen


Die Studie befasst sich mit Beschaeftigungschancen und
Beschaeftigungsentwicklung im Bereich der traditionellen und digitalen
Kultur in der EU:
_ Festgestellt wurde, dass der Zuwachs an Arbeitsplaetzen im kulturellen
Sektor jenen in der allgemeinen Wirtschaft um ein dreifaches uebertrifft
(1,2% an jaehrlichem Wachstum insgesamt in der zweiten Haelfte der
neunziger Jahre stehen 3,8% im Freizeit-, Kultur- und Sportbereich
gegenueber). Eine Fortsetzung des Trends ist zu erwarten; unter anderem,
weil traditionelle kulturelle Medien durch digitale Anwendungen ersetzt
werden.
_ Auch arbeiten mehr Beschaeftigte in diesem Bereich als von frueheren
Studien angenommen wurde: Derzeit sind in diesem Sektor 7,2 Millionen
Beschaeftigte zu finden, die Tendenz ist steigend.
_ Die Beschaeftigungsstruktur im Sektor setzt sich ueberwiegend zusammen aus
selbstaendig Freiberuflichen (freelancer) oder die Beschaeftigten arbeiten
in sehr kleinen Unternehmen und vielfach in atypischen
Beschaeftigungsverhaeltnissen.
_ Fuer die Zukunft eroeffnen sich neue Moeglichkeiten der
Arbeitsflexibilisierung. Andererseits aber besteht die Gefahr, dass Gruppen,
die bereits jetzt benachteiligt sind, weiter marginalisiert werden, weil sie
erschwerten Zugang zu diesen neuen Technologien haben.

Ausblick und Empfehlungen
Um das Arbeitsplatzpotential dieses Sektor effektiver zu nutzen, empfehlen
die AutorInnen, an folgenden drei Ebenen anzusetzen:
_ Orientierungshilfe fuer die Politik und Integration (wie z.B. staerkere
Vernetzung, neue Programme fuer KMUs im Kultur- und Medienbereich)
_ Information und Kommunikation (beispielsweise EU- weite harmonisierte
statistische Grundlagen, eine europaeische Plattform ueber Stellenangebote
in der digitalen Kultur, usw.)
_ “affirmative action” Programme (Start-ups im Kulturbereich ebenso wie
spezifische Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen ­ denn ein Großteil
der Firmengruendungen im kulturellen Sektor und im Digitalisierungs-Bereich
scheitert, etc.)

Auf der Basis der Ergebnisse und Empfehlungen der AutorInen bereitet nun die
DG fuer Beschaeftigung und Soziales eine Kommissionsmitteilung zum Thema
“Beschaeftigung im Kulturbereich” vor.

Detailliertere Informationen finden Sie auf:
http://www.kulturdokumentation.org/…


BESTELLDATEN

_Printversion:
Eine Printversion der Zusammenfassung in englischer oder deutscher Sprache
und der Schlussbericht in englischer Sprache koennen bei der
Oesterreichischen Kulturdokumentation bestellt werden:
telefonisch unter ++43-1-535 27 05
per Fax unter ++43-1-533 49 89
per eMail: office@kulturdokumentation.org

Die Publikationen selbst sind kostenlos. Versandkosten werden berechnet

_Online:
Online finden Sie die Zusammenfassung der Studie in englischer Sprache am
Website der Generaldirektion Beschaeftigung und Soziales der EU-Kommission
http://www.europa.eu.int/comm/emplo…
l


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__KONFERENZ-PUBLIKATIONNEW ALLIANCES. CULTURE - SOCIAL COHESION - CIVIL
SOCIETY

Kultur, soziale Kohaesion, Civil Society, kulturelle Partizipation und
kulturelle Vielfalt waren die
Themen der Konferenz, die die Kulturdokumentation in Kooperation mit CIRCLE
im November 2000 durchgefuehrt hat. Diese Diskussionsveranstaltung ist eine
Fortsetzung der CIRCLE-Konferenz “Making Connections: Culture and Social
Cohesion in the New Millennium”, die 2000 in Edmonton (Kanada) stattfand.

Die in elektronischer Form erscheinende Dokumentation fasst
Diskussionsbeitraege der beiden Round Tables in folgenden Themen zusammen:
_BuergerInnen versus KonsumentInnen: Zusammenhang zwischen kultureller
Vielfalt, kultureller Identitaet, kulturellem Pluralismus und kultureller
Partizipation
_Beziehungen zwischen Globalisierung, sozialer Kohaesion und Kultur
_Kultur und Lebensqualitaet in Staedten
_gesellschaftliche Konflikte ­ Kultur als Loesungspotential
_ Allianzen zwischen dem kulturellen Sektor und anderen gesellschaftlichen
Interessensgruppen
_Rolle der Stiftungen im europaeischen Vergleich
_kultureller Sektor und Beschaeftigung



__ “EUROPAEISCHE KULTURPOLITIKENONLINE
CULTURAL POLICIES IN EUROPE. A COMPENDIUM OF BASIC FACTS AND TRENDS

Ziel dieses Compendiums ist der Online-Zugang zu all jenen Laenderprofilen,
die die Europaeische Kulturkonvention unterzeichnet haben. In einer
aktualisierten Version sind bereits 20 Profile online abrufbar: Albanien,
Azerbeijan, Belgien, Bulgarien, Estland, Finnland, Frankreich (in englisch
und franzoesisch), Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Niederlande,
Oesterreich, Portugal (in englisch und franzoesisch), Rumaenien, Russland,
Slowenien, Schweden, Schweiz, Ungarn.
Das Compendium ist ein Projekt von ERICarts gemeinsam mit nationalen
ExpertInnen im Auftrag des Europarats. Die Kulturdokumentation zeichnet
verantwortlich fuer die Darstellung der oesterreichischen Kulturpolitik.
Dargestellt werden die kulturpolitischen Grundsaetze, Entscheidungswege,
Kompetenzen, Finanzierungs- und Foerdermoeglichkeiten in Oesterreich.

Seit Jaenner 2002 ist die Neufassung dieser Laenderberichte unter folgender
URL verfuegbar:
http://www.culturalpolicies.net

















































































































































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