nmz news update_0314: „Schneewittchen“ in Berlin | „Frau ohne Schatten“ in Kiel | Musikleben


14.03.19 -
Lohnenswert sei der Besuch von Wolfgang Mitterers „Schneewittchen“ an der Berliner Staatsoper, meint Peter P. Pachl. „Die Frau ohne Schatten“ in Kiel weckt ambivalente Gefühle, gleichwohl bei hohen sängerischen Leistungen, sagt Arndt Voß. Unsere aktuellen Informationen zum Musikleben mit zahlreichen weiteren interessanten Berichten, jetzt in unserem news update vom 14. März 2019.
14.03.2019 - Von mh, KIZ

„Schneewittchen“ und eine „Frau ohne Schatten“

Berlin. Wolfgang Mitterer, Schneewittchen: Zwerge haben derzeit in Berlin Hochkonjunktur: der bevorstehenden Premiere von Alexander Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Deutschen Oper ging am vergangenen Sonntag derselbe Wilde-Stoff als Pantomime von Franz Schreker, „Der Geburtstag der Infantin“ im Konzert der Berliner Symphoniker in der UdK voraus, und nun wurde in der Staatsoper mit einer von Wolfgang Mitterer spielbar gemachten Version von Engelbert Humperdincks unvollendetem Liederspiel-Projekt „Schneewittchen“ Premiere gefeiert. Der Besuch der zahlreichen Nachfolge-Vorstellungen, soweit diese nicht bereits im Vorhinein ausverkauft sind, ist zu empfehlen, meint Peter P. Pachl.

Kiel. Richard Strauss, Die Frau ohne Schatten: Brigitte Fassbaender inszenierte eine „Frau ohne Schatten“ in Kiel und will dabei unter anderem zeigen, wie „eine gleichberechtigte, von Verständnis füreinander getragene, tolerante Partnerschaft“ zu erreichen sei. Unser Kritiker Arndt Voß hat diesen Anspruch überprüft.

Zum Projekt: „Begegnungen. 30 Jahre Weingartener Tage für Neue Musik“

Dreißig Jahre lang bereicherten die Weingartener Tage für Neue Musik das Kulturleben der Stadt, genossen aber auch deutschlandweit hohes Ansehen. Koryphäen wie John Cage, Karlheinz Stockhausen oder Wolfgang Rihm waren hier zu Gast und stellten ihr Werk vor. Eingeladen waren sie von Rita Jans, der Festivalleiterin. Die Pianistin und Klavierdozentin hat die Weingartener Tage für Neue Musik 1986 gegründet und bis zu ihrem Tod 2017 geleitet. Zu ihren Ehren findet am Sonntag, 31. März, 10.30 Uhr in der PH Weingarten (Festsaal) ein Gedenkkonzert statt, anschließend wird um 12 Uhr die Ausstellung „Begegnungen. 30 Jahre Weingartener Tage für Neue Musik“ im Schlössle eröffnet. Dazu mehr … 

Veranstaltungs-Tipp

jetzt:musik! DIENF – 5 Jahre Augsburger Gesellschaft für neue Musik
16. März 2019, 19 Uhr, H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Augsburg

Performance, Uraufführungen, Improvisation und gute Gespräche - ein besonderes Konzert mit Festivalcharakter veranstaltet die Augsburger Gesellschaft für Neue Musik um ihr fünfjähriges Bestehen zusammen mit einem neugierigen Publikum zu feiern, das sich gerne von überraschender Kreativität inspirieren lässt. Gastgeber ist einmal mehr das H2-Zentrum für Gegenwartskunst, das diese Veranstaltungsreihe von Anbeginn begleitete.

Die Augsburger Neue Musik-Szene wird ihre Vielfalt in den ästhetisch variantenreichen Spielarten zeitgenössischer (Kunst-)Musik präsentieren. Geplant sind vier kürzere Programmblöcke, in denen – sowohl akustisch als auch elektronisch – hochkarätig besetzt zukunftsweisende Klänge zu hören sein werden. Durch die Programmgliederung wird der Musik ebenso Raum gegeben wie der Begegnung zwischen Künstlern und Publikum in den Zwischenpausen.

Musik von/mit Iris Lichtinger, Yannis Kyriakides Enjott Schneider (UA), Wolfgang Lackerschmid, Stefan Schulzki, Patrick T. Schäfer, Richard Heller (UA),  Gerald Fiebig & Christian Z. Müller (UA), Volker Nickel, John Cage,  Ella Sevskaya, Schlag3,  Beatrice Ottmann, Lisa Riepl, Dylan Lee, Michael Rettig.

H2 – Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Beim Glaspalast 1, 86153 Augsburg
Eintritt: 15 Euro; ermäßigt 12 Euro
VVK & Abendkasse H2; Reservierung: info@jetztmusik-augsburg.de
Info: www.jetzmusik-augsburg.de / www.facebook.com/JetztMusik
/ www.h2-glaspalast.de

Was sonst noch wichtig war …

Radio-Tipp

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 NOWJazz: „Sing Me A Pop Song“ – Neue Allianzen zwischen Jazz und Pop

Von Odilo Clausnitzer. Dass Musiker aus Jazz und Pop für das jeweils andere Genre eine heimliche Liebe hegen – das ist nichts Neues. Dass sie sie auch ausleben schon. In jüngerer Zeit gab es mehrere Beispiele für grenzüberschreitende Kooperationen. So hört man auf Platten der Sängerin Julia Holter den Saxofonisten Chris Speed, Songwriter Ryley Walker arbeitete mit Größen der Chicagoer Improvisationsszene wie dem Cellisten Fred Lonberg-Holm. Die Dichterin/Sängerin Lydia Daher ließ sich auf ihrer letzten CD von Berliner Jazzmusikern begleiten. Umgekehrt hat der Kontrabassist David Helm kürzlich ein Album als Singer-Songwriter vorgelegt. Die Sendung spürt den neuen Allianzen nach.


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