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Grundsteinlegung für Dresdner Musikschule «Goldenes Lamm». Foto: Presse Musikschule «Goldenes Lamm»
Grundsteinlegung für Dresdner Musikschule «Goldenes Lamm». Foto: Presse Musikschule «Goldenes Lamm»
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Verein baut Domizil für Dresdner Musikschule

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Dresden - Die freie Dresdner Musikschule «Goldenes Lamm» bekommt nach gut einem Jahrzehnt Interim ein eigenes Domizil. Für den Neubau im Stadtteil Pieschen wurde am Freitag der Grundstein gelegt. «Wir hoffen, dass er mit dem Schuljahr 2022/2023 nutzbar ist», sagte Direktor Daniel Scheufler der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kosten liegen bei 3,5 Millionen Euro, wobei zwei Millionen Euro an Spenden gesammelt und eine Million Euro als Darlehen aufgenommen wurden. Die Musikschule wurde 2009 als Arbeitsbereich der Freikirche gegründet und nutzt bisher den Gemeindesaal. Da das Interesse an ihr zugenommen habe und auch die Gemeinde gewachsen sei, brauche es den Neubau, erklärte Scheufele. Aktuell nehmen nach seinen Angaben 1100 Menschen dort Instrumental-, Gesangs- oder Tanzunterricht - vom Baby bis zu Senioren. 11 der insgesamt 46 Lehrer sind inzwischen fest angestellt.

«Unser Ansatz ist, Freude durch Musik zu vermitteln», betonte der Direktor. Das Angebot reicht vom Rückbildungs-Workout für Mütter samt Neugeborenem mit Tanz über «Musikmäuse» ab einem Jahr, musikalische Früherziehung ab drei Jahren sowie Kurse für Kita-Gruppen und Schüler bis zu Musiktherapie im Alter - die älteste Schülerin im «Goldenen Lamm» ist 91 Jahre alt.

Die Entscheidung für den Neubau sei «ein wichtiges Zeichen für die kulturelle Bildung» im Freistaat, sagte Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) laut Mitteilung. «Es ist ein besonderer Moment, wenn der Traum von einem Musikschulgebäude tatsächlich Realität wird.» Mit Hilfe zahlreicher Spender und privater Stiftungen werde nun aus den ersten «Luftschloss»-Entwürfen vor sieben Jahren wirklich Realität.

Der Freistaat hatte kürzlich ein neues Hilfsprogramm für die freien Musikschulen aufgelegt, um deren Mindereinnahmen durch ausfallenden Musikschulunterricht wegen der Corona-Pandemie abzumildern. 2021 stehen dafür insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung.

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