Wieviel Ökonomie verträgt das Musiktheater?


27.02.02 -
Tagung der Europäischen Musiktheater-Akademie und der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Das Verhältnis von Musiktheater und Ökonomie im Zeichen eines Paradigmenwandels soll untersucht werden.
27.02.2002 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

Die Europäische Musiktheater-Akademie (EMA) veranstaltet in Kooperation mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding vom 24.-26. März 2002 im Schloss Thurnau bei Bayreuth (24./25. März) und im Gartensaal des Prinzregententheaters in München (26. März) eine Tagung zum Thema Wieviel Ökonomie verträgt das Musiktheater?

Diese Veranstaltung will das Verhältnis von Musiktheater und Ökonomie im Zeichen eines Paradigmenwandels untersuchen und neu zu bestimmen helfen. Bei dieser Tagung sollen sowohl Praxis als auch Theorie der wirtschaftlichen und künstlerischen Leitung des Musiktheaters unter dem Primat der Ökonomie - unter besonderer Berücksichtigung der Situation in Österreich und in der Bundesrepublik Deutschland, jedoch unter Einbezug der Länder der Europäischen Union - zur Sprache gebracht werden. Die in der gegenwärtigen Diskussion zu beobachtende Verengung auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit künstlerischer Produktionen gilt es wieder aufzubrechen. Die Europäische Musiktheater-Akademie versteht sich dabei als vermittelndes und konsensstiftendes Forum. Da sich die Musiktheater und ihre Verwaltungsorganisationen gegenüber einem wachsenden kommerziellen Kultur- und Freizeitangebot behaupten müssen, sehen sie sich mit anspruchsvollen Managementaufgaben konfrontiert. Strukturen, Profile und Aufgaben sind zu hinterfragen und, wenn nötig, neu zu definieren. Die Europäische Musiktheater-Akademie und die Bayerische Theaterakademie möchten mit ihrer Veranstaltung einen Beitrag zu dieser aktuellen Gestaltungsaufgabe der Kulturpolitik leisten.

Zu den Schwerpunkten “Kulturmanagement im Dienst der Kunst”, “Politik und Kulturbewusstsein”, “Theaterarbeit unter dem Diktat der Ökonomie?”, “Instrumentarien des Theatermanagements” und “Stichwort: Koproduktionen” referieren u. a. Peter Bendixen (Hamburg), Andreas Johannes Wiesandt (Bonn), Hellmuth Matiasek (München), Manfred Wagner (Wien), Mario Vieira de Carvalho (Lissabon), Michael Hampe (Bergisch-Gladbach), Rolf Bolwin (Köln), Rod Fisher (London), Hans Herdlein (Hamburg), Jean-Louis Martinoty (Paris), Bernd Weikl (Hamburg), Bernd Günter (Düsseldorf), Klemens Hoegl (Zürich), Hans Schavernoch (Wien), Markus Everding (München), Haide Tenner (Wien).

Zielgruppe dieser Tagung sind Personen, die in Wissenschaft und Praxis mit dem Musiktheater beschäftigt sind. Der Bogen spannt sich dabei von Theaterleitern, Künstlern und Wissenschaftlern bis zu Management Consultants, Ökonomen und Kulturpolitikern. Der innovative und beispielhafte Charakter der Tagung besteht vor allem im interdisziplinären Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

Nähere Informationen zur Veranstaltung finden sich unter www.univie.ac.at/ema/ bzw. www.prinzregententheater.de. Die Anmeldung zur Tagung ist bis 15. März 2002 beim Generalsekretariat der Europäischen Musiktheater-Akademie unter www.univie.ac.at/ema/
sowie unter der Faxnummer 0043-1-4277-9484 möglich. Die Tagungsgebühr für Nichtmitglieder beträgt 50 EUR.

24.-26. März 2002, Schloss Thurnau (24./25. März) und Prinzregententheater München (26. März)

Pressemitteilung Dr. Thomas Siedhoff Pressesprecher
Telefon: (089) 2185-2802 Telefax: (089) 2185-2803
e-mail: thomas.siedhoff@ak-theater.bayern.de 26. Februar 2002
















Tags in diesem Artikel

Das könnte Sie auch interessieren: