Johann Nepomuk Hummel: Quintett op. 87; Henri Jérôme Bertini: Grand Sextuor op. 90. Sestetto Classico. MDG +++ Trilogue + 15 – A Tribute to Albert Mangelsdorff. NWOG Records/Indigo
unüberhörbar 09/2026
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Johann Nepomuk Hummel: Quintett op. 87; Henri Jérôme Bertini: Grand Sextuor op. 90. Sestetto Classico. MDG
Seit jeher erfreut sich das eingängige es-Moll-Quintett von Hummel bei Kammermusik-Ensembles großer Beliebtheit – schon weil es die ansonsten unübliche Besetzung (Kontrabass statt 2. Geige) mit Schuberts Forellenquintett teilt. Das halbstündige, vor Esprit nur so sprühende Sextett in E-Dur (das dritte von insgesamt sechs für Streichquartett, Kontrabass und Klavier) von Henri Jérôme Bertini (1798–1876) ist dafür umso unbekannter. Die vorzüglichen Interpreten des Sestetto Classico, allen voran die Pianistin Hiroko Maruko, sind heute ebenso zu Unrecht vergessen wie Bertini. Die frühe Digitalaufnahme aus dem Jahr 1982 genügt problemlos auch heutigen Ansprüchen. Eine rundum erfreuliche Ausgrabung! (Mátyás Kiss)
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Trilogue + 15 – A Tribute to Albert Mangelsdorff. NWOG Records/Indigo
Albert Mangelsdorff hätte sicher nichts dagegen gehabt, wenn posthume Cover-Versionen seiner Musik nicht von Posaunisten, sondern von Gitarristen, Pianisten, Saxophonisten oder anderen Interpreten gespielt werden. Denn sein Credo lautete: „Es kommt weniger auf die Instrumente an, als auf die Personen.“ Die derzeit besten Covers von Mangelsdorff-Musik kommen dennoch von einem Posaunisten – allerdings ist der eine Generation jünger als der Meister: Nils Wogram hat beim 49. Deutschen Jazzfestival 2018 in Frankfurt einige populäre Trio-Kompositionen Mangelsdorffs zusammen mit der hr-Bigband aufgeführt. Der Mitschnitt der einfühlsamen Arrangements von Jim McNeely wurde diesen Sommer als Tonträger veröffentlicht: Lebendiger und mitreißender kann man Musik von Albert Mangelsdorff, Alphonse Mouzon und Jaco Pastorius nicht spielen. (Andreas Kolb)
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