Der Begriff ‚Wunderkind‘ gilt heute als „ideologisch belastet“ (Hans Günther Bastian). Doch auch wenn die naive Feier der talentierten Kinder durchaus kritisch betrachtet wird, so lohnt die Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Ausnahmetalents. Im geplanten Symposium am 20. und 21. November an der Hochschule für Musik und Theater Rostock soll die musikalische Hochbegabung ins Zentrum rücken: Historischer Ursprung und bis in die Gegenwart reichende Narrative des Phänomens werden ebenso behandelt wie konkrete Fallbeispiele.
Titelseite des Autographs einer Sammlung von Liedern des damals Vierzehnjährigen – „So Gott und Papa will op. 5“
„So Gott und Papa will“
Erich Wolfgang Korngold (1897–1957) wurde, als ein prominentes Beispiel, schon zu Lebzeiten als musikalisches „Wunderkind“ inszeniert.
Das zitierte Motto auf der Titelseite des Autographs einer Sammlung von Liedern des damals Vierzehnjährigen – „So Gott und Papa will op. 5“ – veranschaulicht die oft problematische Rolle der familiären Förderung. Zur Diskussion stehen frühe Werke junger Komponist:innen, aber auch ein kritischer Blick auf musikalische Virtuosität und ihre mediale Rezeption.
Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Publikation der Tagungsbeiträge ist geplant.
Weitere Informationen zur Tagung unter https://www.hmt-rostock.de/veranstaltungen/internationale-tagung-ewk
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