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Alle Artikel kategorisiert unter »Erich Wolfgang Korngold«

Weil die Trauer nicht vergeht ... – Korngolds „Die tote Stadt“ in Meiningen

17.09.22 (Roland H. Dippel) -
„Die tote Stadt“ passt ausgezeichnet in die helle sängerfreundliche Akustik des Meininger Theaters. In nur wenigen Tagen haben sich die Einspringer Chin-Chao Lin (Musikalische Leitung) die komplexe Partitur und Charles Workman in der schweren Tenor-Hauptpartie des Paul beeindruckend eingearbeitet. Mit Lena Kutzner und Deniz Yetim als Marie und Marietta entwickelte Jochen Biganzoli auf der Bühne dornenreiches Psychogestrüpp. Der Abend ist eine packende Verdichtung von realistischer Filmhandlung und suggestivem Alptraum.

DVD-Tipps 2021/11

17.11.21 (Juan Martin Koch) -
Korngold: Die tote Stadt. BSO Recordings +++ Offenbach: Barbe-Bleu. Opus Arte

„LA BOMBE SURPRISE“ zum Dessert – Erich Wolfgang Korngolds „Stumme Serenade“ in Lübeck

16.11.21 (Arndt Voß) -
Stellen Sie sich vor, werte Dame, da steht jemand in ihrem Garten, verströmt sein Gefühl für Sie in einer schmelzenden Serenade, steht da zwischen Nachtschmetterlingen und Glühwürmchen – und bekommt doch keinen Ton heraus! Sie wachen dennoch auf in ihrem Schlafgemach, spüren die Hände und die Lippen eines unbekannten Eindringlings, ein Schrei entringt sich Ihres Schwanenhalses Und nun?

Unübersehbar #40 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 19.2. bis zum 25.2.2021

19.02.21 (Dirk Wieschollek) -
Ein Korngold-Wunder – ein Flügel-Wunder: Zwischen Berliner Opern-Extase und Hamburger Klangfarben-Dramaturgie tummeln sich diese Woche weitere Musiktheater-Streams von Verdi über Ravel bis Laure Hiendl. Eine engagierte evangelische Kirchengemeinde liefert elektrischen Kontrapunkt à la Steve Reich. Wunderbar. [jmk]

An der Bar das Leben vergessen – die Kölner Oper ging mit Erich Wolfgang Korngolds „Die tote Stadt“ ins Netz

06.12.20 (Joachim Lange) -
Das Virus, bei dem man auch von dessen Design-Abbild auf dem Bildschirm langsam genug hat, treibt immerhin die Digitalisierung voran. Auch die der Opernhäuser bzw. der Übertragung ihrer Produkte ins Netz. Manche von ihnen sind damit schon ziemlich weit. Die Opernhäuser in München, in Zürich oder in Wien, um nur die routiniertesten Beispiele zu nennen. Jetzt hat auch die Oper in Köln nachgezogen. Mit George Benjamins „Written on Skin“ als Video-on-Demand. Und gleich danach mit der Liveübertragung von Tatjana Gürbacas Inszenierung von Erich Wolfgang Korngolds Jugendwurf „Die Tote Stadt“.

100 Jahre Korngold-Oper «Die tote Stadt»

04.12.20 (dpa) -
Hamburg/Köln - Vor 100 Jahren wurde die Oper «Die tote Stadt» von Erich Wolfgang Korngold uraufgeführt - in Hamburg und in Köln. Das lange vergessene Meisterwerk erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance.

Unübersehbar #29 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 27.11. bis zum 3.12.2020

26.11.20 (Dirk Wieschollek) -
Ein Elefant, ein Bürgerschreck, eine Winterreisende, eine Tänzerin: Die 29. Ausgabe unserer Streamingtipps versammelt von der jazzigen Schubert-Aneignung über ein Kinderkonzert bis zu Hindemith und Korngold wieder einiges an Genres und Stilen. Für neue Klänge und solche, die in den Jahrzehnten seit ihrer Entstehung nichts an Frische verloren haben, sorgen das Ensemble Garage und Georg Katzer. Der Dezember kann kommen. [jmk]

Ein Postillon stiehlt allen die Show

11.09.20 (Juan Martin Koch) -
„Das steht nicht in der Mythologie!“ – „Richtig, wir schreiben sie auch gerade um…“ Barrie Koskys atemlos überdrehte, sehr queere und sehr unterhaltsame Inszenierung von Jacques Offenbachs „Orphée aux enfers“ machte vergangenes Jahr bei den Salzburger Festspielen Furore. Warum, das kann man nun anhand des gut ins Bild gesetzten Mitschnitts nachvollziehen.

Weder Korn noch Gold – „Kosmos Korngold“ in Freiburg

21.01.20 (Georg Rudiger) -
Die Musik von Erich Wolfgang Korngold ist ein Steckenpferd des Freiburger Generalmusikdirektors Fabrice Bollon. 2015 ging am Freiburger Theater Korngold bekannteste Oper „Die tote Stadt“ in einer Inszenierung von Florentine Klepper über die Bühne. Zwei Jahre später folgte eine bemerkenswerte konzertante Version von „Das Wunder der Heliane“, die beim Label Naxos auf CD erschien. Auch die frühe einaktige Oper „Der Ring des Polykrates“ sollte zunächst, kombiniert mit anderen Orchesterwerken, konzertant gespielt werden, ehe man sich doch noch für eine szenische Fassung der Regisseurin Teresa Rotemberg entschied.

Orchester flirren, Soprane leuchten

23.11.19 (Juan Martin Koch) -
Es war die wohl spektakulärste Wiederentdeckung des Opernjahres 2018: Erich Wolfgang Korngolds Das Wunder der Heliane an der Deutschen Oper Berlin. Dabei kam Christof Loys Inszenierung, wie so oft bei diesem feinsinnigen Regisseur, äußerlich maximal unspektakulär daher. Das ungeheuerliche, bis zum Bersten erotisch-religiös aufgeladene Libretto reduzierte er konsequent auf ein Gerichtssetting, das sich in Kostümen und Ausstattung lose an Billy Wilders Film „Zeugin der Anklage“ anlehnte.
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