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Wuppertal (ddp-nrw). Das Stück «While we were holding it together» erhält den diesjährigen Preis des Off-Theater-Festivals «Impulse». Die Arbeit von Regisseurin Ivana Müller sei eine «vollendete Performance, die innerhalb eines ganz klaren und einfachen Entwurfs höchste Komplexität zu entfalten vermag», hieß es am Montag in einer Mitteilung des NRW KULTURsekretariats in Wuppertal.
Das Stück kann nun auf großen Theaterfestivals in Berlin, Wien und Zürich gezeigt werden. In «While we were holding it together» werden die Zuschauer mit einem lebendigen Bild aus fünf Personen konfrontiert. Es dient als «Leinwand», auf der Darsteller und Zuschauer den Angaben zufolge immer wieder neue Sinnzusammenhänge entstehen lassen können. Auf der Bühne erzählen die Darsteller von imaginären Figuren und Situationen, in die diese geraten. Diese Geschichten stellen ihre scheinbar erstarrten Körper in immer neue Kontexte.Zudem erhielt Müller auf der Preisverleihung am Sonntag für ihre Arbeit den Preis des Goethe-Instituts, der auch noch an die Gruppe Showcase Beat Le Mot für ihre Produktion «Der Räuber Hotzenplotz» ging. Beide Produktionen können im kommenden Jahr mit Unterstützung des Goethe-Instituts auf internationale Gastspieltour gehen.
Zudem wurde erstmals der mit 2500 Euro dotierte Dietmar N. Schmidt-Preis für eine herausragende künstlerische Einzelleistung vergeben. Die Auszeichnung erhielt Leon, der knautschige Hauptdarsteller aus der Puppentheater-Version von «Leon der Profi» der Berliner Gruppe Das Helmi.
Das Impulse-Festival hatte vom 21. November bis zum 2. Dezember die neun besten Off-Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum in Köln, Düsseldorf, Bochum und Mülheim an der Ruhr präsentiert. Knapp 8400 Zuschauer kamen zu den Stücken - das sei ein neuer Rekord und gegenüber dem letzten Festival eine Verdopplung der Zahl, hieß es.