Mit dem dritten Preisträger:innenkonzert am 31. Mai in Regensburg ist der 63. Bundeswettbewerb Jugend musiziert erfolgreich zu Ende gegangen. Erstmals waren München und Regensburg gemeinsam Gastgeber des bundesweiten Finales, bei dem sich die besten jungen Musikerinnen und Musiker Deutschlands sowie Deutscher Schulen im Ausland präsentierten. Insgesamt nahmen 1.805 junge Musiker:innen (Anzahl der Teilnehmenden mit Mehrfachwertungen, ohne unbewertete Begleiter:innen) an 923 Wertungsspielen teil. Ergänzt wurde der Wettbewerb durch sieben Konzerte, Workshops und ein vielfältiges Rahmenprogramm. Die Leistungen der Teilnehmenden sowie das Engagement von Lehrkräften, Eltern, Jurymitgliedern und Organisator:innen unterstrichen erneut die Bedeutung musikalischer Bildung und Nachwuchsförderung in Deutschland.
Musizieren unter freiem Himmel in Regensburg. Foto: Uwe Moosburger
Klangräume der musikalischen Zukunft
Die 110-köpfige Bundesjury vergab 512 Erste, 623 Zweite und 455 Dritte Bundespreise. Darüber hinaus wurden 207 Prädikate „mit sehr gutem Erfolg“ und acht Prädikate „mit gutem Erfolg“ verliehen.
Der Dianatempel im Münchner Hofgarten war die Open Stage des Bundeswettbewerbs in München. Foto: Oliver Borchert
„Der Bundeswettbewerb 2026 in München und Regensburg hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Können, Begeisterung und Leistungswillen in der jungen Generation steckt. Die Spitzenleistungen bei Jugend musiziert entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern auf Basis der flächendeckenden musikalischen Bildung in Deutschland“, resümiert Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats. „Der Deutsche Musikrat als Träger des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert dankt allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser Spitzenförderung beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt dem Freistaat Bayern sowie den Gastgeberstädten München und Regensburg für ihre Unterstützung und Gastfreundschaft. Ebenso danken wir dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Hauptförderer sowie der Sparkassen-Finanzgruppe als langjährigem Hauptsponsor.“
Bei einem Blattspielabend konnten die Teilnehmenden unter der Leitung von Prof. Wolfgang Bauer (Stuttgart) gemeinsam musizieren. Foto: Borchert
Sparkassen-Finanzgruppe verleiht Sonderpreis für das beste Familienensemble
Die Sparkassen-Finanzgruppe hat beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert in Regensburg den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis für Familienensembles verliehen. Ausgezeichnet wurden Anne (16 Jahre), David (14 Jahre) und Felia (11 Jahre) Sum aus Wolfach (Schwarzwald) mit einem Beitrag in der Kategorie „Kammermusik für Holzblasinstrumente“. Das Klarinettentrio hat die Wettbewerbs-Jury mit einem beindruckenden Beitrag in der Kategorie „Kammermusik für Holzblasinstrumente“ überzeugt. Besonders hervorgehoben wurde dabei der überzeugende Ensembleklang, die technische Präzision und die ansteckende Spielfreude der drei Geschwister.
Die Preisverleihung fand am 31. Mai im Vielberth-Gebäude der Universität Regensburg statt. Überreicht wurde der Sonderpreis im Namen der Sparkassen-Finanzgruppe von Stefan Proßer, Vizepräsident des Sparkassenverband Bayern: „Ein Familienensemble ist mehr als nur eine Gruppe von Musizierenden. Es steht für Zusammenhalt, Rücksicht und gegenseitige Unterstützung. In Zeiten, in denen vieles im Wandel ist, zeigt dieses Ensemble, wie wichtig es ist, gemeinsame Ziele zu verfolgen und Werte zu pflegen. Das Engagement für Jugend musiziert ist für die Sparkassen-Finanzgruppe auch eine Herzensangelegenheit. Denn wir sind überzeugt: Musik verbindet Menschen, fördert die persönliche Entwicklung und schafft Brücken zwischen Kulturen und Generationen.“ Die Sparkassen, ihre Regionalverbände und Stiftungen unterstützen Jugend musiziert von Beginn an und auf allen drei Ebenen des größten Wettbewerbs im Bereich der klassischen Musik. Dieses Förderengagement stellt einen wichtigen Baustein des breiten gesellschaftlichen Engagements der Sparkassen-Finanzgruppe dar. Mit rund 138 Millionen Euro im Jahr 2025 ist sie der größte nichtstaatliche Förderer von Kunst und Kultur in Deutschland.
Das Klarinettentrio Anne (16 Jahre), Felia (11 Jahre) und David (14 Jahre) Sum nimmt den Sonderpreis für Familienensembles der Sparkassen-Finanzgruppe aus den Händen von Stefan Proßer, Vizepräsident des Sparkassenverband Bayern, entgegen. Foto: Uwe Moosburger
Sonderpreise und Stipendien beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2026
Neben den Bundespreisen wurden beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2026 zahlreiche Sonderpreise, Stipendien, Konzertengagements und Fördermaßnahmen vergeben. Stiftungen, Verbände, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen würdigen damit herausragende künstlerische Leistungen und unterstützen die weitere musikalische Entwicklung der jungen Musiker. Für viele Teilnehmende von Jugend musiziert ist eine Auszeichnung im Rahmen des Bundeswettbewerbs der erste Schritt auf dem Weg zu einer Karriere als Berufsmusikerin oder -musiker.
Die Sonderpreise und Stipendien des Bundeswettbewerbs Jugend musiziert 2026 dokumentieren eindrucksvoll die große Unterstützung, die junge musikalische Talente in Deutschland erfahren. Sie fördern nicht nur besondere künstlerische Leistungen, sondern eröffnen den Preisträger:innen wichtige Perspektiven für ihre weitere musikalische Entwicklung.
Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München ermöglichte den Teilnehmenden einen Generalprobenbesuch bei den Münchner Philharmonikern und einen anschließenden Austausch mit den Musiker:innen. Foto: Sabine Siemon
Rund 30 Institutionen, Stiftungen und Privatpersonen erlauben mit ihren vielfältigen Stiftungszwecken und Förderprofilen eine punktgenaue und individuelle Förderung herausragender Musikerinnen und Musiker. Sie erhöhen zusätzlich die Attraktivität der Teilnahme am Bundeswettbewerb Jugend musiziert. In diesem Jahr standen Sonderpreise im Gesamtwert von 170.000 Euro bereit, Alle Sonderpreise, Sonderpreisstifter:innen und die jungen Musiker:innen, die ausgezeichnet wurden, sowie alle Anschlussförderungen sind auf der Website von Jugend musiziert aufgeführt.
Im Beethoven-Haus Bonn wurden im Rahmen eines Konzertes die Sonderpreisträger:innen des Bundeswettbewerbs 2026 ausgezeichnet. Foto: Heike Fischer
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