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Alle Artikel kategorisiert unter »Lyon«

An der Oper Lyon macht Tobias Kratzer aus Gioachino Rossinis „Guillaume Tell“ ein Lehrstück

06.10.19 (Joachim Lange) -
Mit seinem „Guillaume Tell“ hat sich Gioachino Rossini den abrupten Wechsel vom Erfolgskomponisten zum Lebenskünstler mit 37 Jahren sozusagen redlich verdient. Denn mit dem macht er Ernst, da geht’s 1829 zur Sache. Rossini feiert mit revolutionärem Furor den exemplarischen Freiheitswillen der Schweizer im Format einer Grand Opera. Dabei analysiert er das bedrohlich Böse so glasklar, dass seinem Publikum keine Chance bleibt, als dem in eine Oper übersetzten Pathos Friedrich Schillers zu folgen. Joachim Lange sieht und hört eine große Oper.

Alles auf Anfang in Lyon

03.05.19 (Joachim Lange) -
An der Oper in Lyon leistet sich Intendant Serge Dorny jedes Frühjahr ein kleines Festival. Diesmal unter dem Allerweltstitel „Leben und Schicksale“. Der Erfolg, den er damit in den letzten Jahren hat, bestärkt ihn darin, auch das nicht so Gängige bei den Stücken und Regisseuren zu pflegen. Die Höhepunkte 2019 lieferte das von Dorny geförderte ungarische Regietalent David Marton mit einer schräg erweiterte Version von Henry Purcells „Dido und Aeneas“ und das bislang in Deutschland verblüffenderweise ignorierte ukrainische Theatergenie Andriy Zholdak mit Tschaikowskis selten gespielter „Die Zauberin“.

Das Don Giovanni-Syndrom – David Martons Version von Mozarts „Don Giovanni“ in Lyon

06.07.18 (Joachim Lange) -
Dieses Spielzeitfinale passt gut zu Serge Dorny und der Oper in Lyon: „Don Giovanni“ in der Inszenierung von David Marton. Die Zuschauer, die dort in die Oper gehen und auch die Folgevorstellungen einer Premiere füllen, sind längst daran gewöhnt, dass sie etwas Bekanntes in einer neuen Sichtweise präsentiert bekommen. Mozarts „Don Giovanni“ trägt nicht nur das Bonmot von der „Oper der Opern“ vor sich her, sondern gehört tatsächlich zum Kernbestand der populären Mozart-Opern. Also des Genres überhaupt. In Lyon ist das eine spannende Angelegenheit.

In Klangewittern: In Lyon entfesselt Alexander Raskatov den Schrecken des zwanzigsten Jahrhunderts - auf den Spuren Heiner Müllers

22.05.18 (Joachim Lange) -
Alexander Raskatov (65) langt kräftig zu. In seiner gerade in Lyon uraufgeführten neuen Oper, deren Libretto der Komponist aus Heiner Müllers „Germania Tod in Berlin“ (1971) und „Germania 3 Gespenster am toten Mann“ aus dem Todesjahr des Autors 1995 destilliert hat, geht er mit vollem Orchestereinsatz ans Werk. Schrill und mit triumphierenden Salven aus dem Graben. Komponiertes Dauerfeuer.

Bayerische Staatsoper: Duo Dorny/Jurowski soll Erfolgskurs fortsetzen [update, 7.6.]

06.03.18 (dpa, Georg Etscheit) -
München - In Dresden geschasst, in München engagiert. Der Chef der Lyoner Oper, Serge Dorny, wird neuer Intendant der Bayerischen Staatsoper. Ihm zur Seite steht als Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski. Die beiden treten in große Fußstapfen. Sie übernehmen einen der renommiertesten Musentempel der Welt: Der belgische Kulturmanager Serge Dorny und der russische Dirigent Vladimir Jurowski bilden ab 2021 das neue Führungsduo an der Bayerischen Staatsoper.

Lyon hat «Opernhaus des Jahres» - Anja Harteros beste Sängerin

29.09.17 (dpa) -
Berlin - Der Titel «Opernhaus des Jahres» geht an die Opéra de Lyon. Nach einer Umfrage der Fachzeitschrift «Opernwelt» unter 50 Kritikern aus Europa und den USA wurde das französische Haus unter Leitung des Intendanten Serge Dorny für sein experimentierfreudiges Programm und die hohe künstlerische Qualität gelobt. Hervorgehoben wurde die Ausstrahlung des Opernhauses in die Stadt und die Region rund um Lyon.

Erinnerungen an die Zukunft – Opernpremieren in Lyon

22.03.17 (Joachim Lange) -
Mit dem Festival „Memoires“ poliert Serge Dorny an der Opéra de Lyon Prunkstücke der Operngeschichte wie Heiner Müllers Bayreuther „Tristan und Isolde“ und die Dresdner „Elektra“ von Ruth Berghaus wieder auf.

Schauspieler Lohmeyer feiert Operndebüt: «Ich liebe die Abwechslung»

20.06.16 (dpa) -
Lyon - Schauspieler Peter Lohmeyer (54) schlüpft erstmals in eine Opernrolle: In Lyon wirkt er als Bassa Selim in der Mozart-Oper «Die Entführung aus dem Serail» mit. «Ich bin ein ewiger Student. Ich interessiere mich für so vieles und liebe die Abwechslung», sagte Lohmeyer der Deutschen Presse-Agentur.

Szenisches Konzentrat

03.05.16 (Hans-Jürgen Linke) -
Heimatlosigkeit hat viele Erscheinungsweisen, Disziplinlosigkeit kann eine davon sein. In der Oper „Benjamin, dernière nuit“ fragen die Mandarine der Frankfurter Schule, angespornt von Max Horkheimer, den getriebenen Walter Benjamin mit inquisitorischem Gestus, in welcher Disziplin er eigentlich arbeite: Historiker? Kunsthistoriker? Zionist? Architekt? Marxist? Theologe? Von allem ein bisschen, antwortet, eher ratlos als großspurig, Walter Benjamin in Régis Debrays Libretto.

Über die Undurchhörbarkeit der Katastrophe

15.04.16 (Hans-Jürgen Linke) -
Uraufführung der Oper „Benjamin, dernière nuit“ von Régis Debray und Michael Tabachnik in Lyon. Heimatlosigkeit hat viele Erscheinungsweisen, Disziplinlosigkeit kann eine davon sein. In der Oper „Benjamin, dernière nuit“ fragen die Mandarine der Frankfurter Schule, angespornt von Max Horkheimer, den getriebenen Walter Benjamin mit inquisitorischem Gestus, in welcher Disziplin er eigentlich arbeite: Historiker? Kunsthistoriker? Zionist? Architekt? Marxist? Theologe? Von allem ein bisschen, antwortet, eher ratlos als großspurig, Walter Benjamin in Regis Debrays Libretto.
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