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Alle Artikel kategorisiert unter »Lyon«

Androide retten Ritter: Wagner „Tannhäuser“ an der Opéra National de Lyon

18.10.22 (Klaus Kalchschmid) -
David Herrmann verlegt das Mittelalter von Wagners „Tannhäuser“ auf einen Wüstenplaneten wie im Fantasy-Film. Daniele Rustioni – gefeierter junger Dirigent in Lyon (dort als Chefdirigent) und München mit italienischem und französischem Repertoire – agiert bei seinem ersten Wagner mit jedem Akt erfüllter und spannungsgeladener.

Makellose Märchenoper – Thierry Escaichs „Shirine“ wurde an der Oper Lyon uraufgeführt

11.05.22 (Jörn Florian Fuchs) -
So etwas gibt es manchmal. Alle machen alles irgendwie richtig und trotzdem fehlt am Ende etwas. Im Falle der neuen Oper des französischen Komponisten und Organisten Thierry Escaich ist das so. Ein Bericht von Jörn Florian Fuchs aus Lyon. Er konstatiert: „Man folgt allem durchaus gerne, es gibt schöne Schauwerte mittels häufig wechselnder, leicht übernaturalistischer Settings (Bühne: Etienne Pluss, Kostüme: Wojciech Dziedzic), aber die szenischen und musikalischen Funken fehlen.“

Der doppelte Wahnsinn – „Herzog Blaubarts Burg“ gibt es in Lyon gleich zweimal hintereinander

29.03.21 (Joachim Lange) -
Auch die zweite Opernpremiere zum Thema des Festivals „Freie Frauen?“ bleibt stringent bei der Sache. Was nun auch nicht wirklich verblüfft, wenn der noch Jahre vor dem ersten Weltkrieg komponierte und an dessen Ende 1918 uraufgeführte Einakter „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bartók auf dem Programm steht. Diesmal mit Titus Engel am Pult des fabelhaften Orchestre de l’Opéra de Lyon. Der hatte schon im Stuttgarter alten Postamt als musikalischer Leiter einer außergewöhnlichen Inszenierung dieser Oper Furore gemacht. Jetzt hat er das Privileg, zwei verschieden akzentuierte Lesarten desselben Stückes an einem Abend zu präsentieren.

Die Tür ist auf – Die Oper Lyon hat ihr Festival unter dem Motto „Freie Frauen?“ ins Netz verlegt

27.03.21 (Joachim Lange) -
Den aktuellen Jahrgang seines traditionellen thematischen Festivals wollte Serge Dorny dann doch nicht ausfallen lassen. Nicht zuletzt diese seit einigen Jahren geschickt ins Frühjahr platzierten, kleinen Festivals der Stagione-Oper Lyon haben überregionale und internationale Strahlkraft entfaltet und wohl dazu beigetragen, dass Dorny beinahe zum Intendanten der Semperoper in Dresden, tatsächlich aber zum Nachfolger von Nikolaus Bachler an der Bayerischen Staatsoper in München befördert wurde. Im zweiten Coronafrühjahr galt also in Lyon: lieber online und mit Mundschutz auf der Bühne, als vor dem Virus einknicken und ausfallen lassen.

An der Oper Lyon macht Tobias Kratzer aus Gioachino Rossinis „Guillaume Tell“ ein Lehrstück

06.10.19 (Joachim Lange) -
Mit seinem „Guillaume Tell“ hat sich Gioachino Rossini den abrupten Wechsel vom Erfolgskomponisten zum Lebenskünstler mit 37 Jahren sozusagen redlich verdient. Denn mit dem macht er Ernst, da geht’s 1829 zur Sache. Rossini feiert mit revolutionärem Furor den exemplarischen Freiheitswillen der Schweizer im Format einer Grand Opera. Dabei analysiert er das bedrohlich Böse so glasklar, dass seinem Publikum keine Chance bleibt, als dem in eine Oper übersetzten Pathos Friedrich Schillers zu folgen. Joachim Lange sieht und hört eine große Oper.

Alles auf Anfang in Lyon

03.05.19 (Joachim Lange) -
An der Oper in Lyon leistet sich Intendant Serge Dorny jedes Frühjahr ein kleines Festival. Diesmal unter dem Allerweltstitel „Leben und Schicksale“. Der Erfolg, den er damit in den letzten Jahren hat, bestärkt ihn darin, auch das nicht so Gängige bei den Stücken und Regisseuren zu pflegen. Die Höhepunkte 2019 lieferte das von Dorny geförderte ungarische Regietalent David Marton mit einer schräg erweiterte Version von Henry Purcells „Dido und Aeneas“ und das bislang in Deutschland verblüffenderweise ignorierte ukrainische Theatergenie Andriy Zholdak mit Tschaikowskis selten gespielter „Die Zauberin“.

Das Don Giovanni-Syndrom – David Martons Version von Mozarts „Don Giovanni“ in Lyon

06.07.18 (Joachim Lange) -
Dieses Spielzeitfinale passt gut zu Serge Dorny und der Oper in Lyon: „Don Giovanni“ in der Inszenierung von David Marton. Die Zuschauer, die dort in die Oper gehen und auch die Folgevorstellungen einer Premiere füllen, sind längst daran gewöhnt, dass sie etwas Bekanntes in einer neuen Sichtweise präsentiert bekommen. Mozarts „Don Giovanni“ trägt nicht nur das Bonmot von der „Oper der Opern“ vor sich her, sondern gehört tatsächlich zum Kernbestand der populären Mozart-Opern. Also des Genres überhaupt. In Lyon ist das eine spannende Angelegenheit.

In Klangewittern: In Lyon entfesselt Alexander Raskatov den Schrecken des zwanzigsten Jahrhunderts - auf den Spuren Heiner Müllers

22.05.18 (Joachim Lange) -
Alexander Raskatov (65) langt kräftig zu. In seiner gerade in Lyon uraufgeführten neuen Oper, deren Libretto der Komponist aus Heiner Müllers „Germania Tod in Berlin“ (1971) und „Germania 3 Gespenster am toten Mann“ aus dem Todesjahr des Autors 1995 destilliert hat, geht er mit vollem Orchestereinsatz ans Werk. Schrill und mit triumphierenden Salven aus dem Graben. Komponiertes Dauerfeuer.

Bayerische Staatsoper: Duo Dorny/Jurowski soll Erfolgskurs fortsetzen [update, 7.6.]

06.03.18 (dpa, Georg Etscheit) -
München - In Dresden geschasst, in München engagiert. Der Chef der Lyoner Oper, Serge Dorny, wird neuer Intendant der Bayerischen Staatsoper. Ihm zur Seite steht als Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski. Die beiden treten in große Fußstapfen. Sie übernehmen einen der renommiertesten Musentempel der Welt: Der belgische Kulturmanager Serge Dorny und der russische Dirigent Vladimir Jurowski bilden ab 2021 das neue Führungsduo an der Bayerischen Staatsoper.

Lyon hat «Opernhaus des Jahres» - Anja Harteros beste Sängerin

29.09.17 (dpa) -
Berlin - Der Titel «Opernhaus des Jahres» geht an die Opéra de Lyon. Nach einer Umfrage der Fachzeitschrift «Opernwelt» unter 50 Kritikern aus Europa und den USA wurde das französische Haus unter Leitung des Intendanten Serge Dorny für sein experimentierfreudiges Programm und die hohe künstlerische Qualität gelobt. Hervorgehoben wurde die Ausstrahlung des Opernhauses in die Stadt und die Region rund um Lyon.
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