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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Kube«

„Lebe wohl, Du lieber Freund!“

31.01.18 (Michael Kube) -
Als Franz Schubert viel zu früh verstarb, war es Joseph von Spaun, der schon we­nige Wochen später die Zielrichtung der weiteren Rezeption vorgab: „Ich glaube daher, dass Schubert von seinem Biographen als Liederkompositeur aufgegriffen werden müsse.“ Ähnlich war es Walther Dürr schon zu Lebzeiten im Kreis der Wissenschaft ergangen.

Für die kleine Ewigkeit (Michael Kube)

05.01.18 (Michael Kube) -
Viel zu schnell ist schon wieder ein Jahr vorbei. Und noch immer scheint es mir, gelegentlich in der Flut der neu ankommenden Veröffentlichungen ertrinken zu müssen. Zu früh ist es demnach, in den schon von ferne hörbaren Abgesang auf die CD mit einzustimmen. Denn fast alle Labels produzieren weiterhin Scheibe um Scheibe. Die Auflagen mögen vielleicht sinken, aber der Silberling ist für nahezu alle Sänger, Musiker, Ensembles, Chöre und Orchester noch immer ein unverzichtbares Aushängeschild, um sich und die eigene künstlerische Aussage zu vermarkten – koste es, was es wolle.

unüberhörbar 2017/11

14.11.17 (Christoph Schlüren) -
+++ La Flûte Norvégienne. Tom Ottar Andreassen (Flöte), Norwegian Radio Orchestra, Ingar Bergby. LAWO Classics +++ Yamilé Cruz Montero. Piano Cubano. Grand Piano +++ Willy Astor: The Sounds Of Islands – Guitar. Donnerwetter Musik +++

unüberhörbar 2017/09

17.09.17 (Christoph Schlüren) -
George Enescu: Violinsonate Nr. 3; Maurice Ravel: Violinsonate G-Dur, Tzigane; Nikos Skalkottas: Kleine Suiten 1 & 2. Jonian-Ilias Kadesha, Violine; Nicholas Rimmer, Klavier. Avi Music +++ Ylva Skog, Anders Nilsson: Violinkonzerte. Cecilia Zilliacus, Västerås Sinfonietta, Fredrik Burstedt. dB Productions +++ Horn Trios. Felix Klieser (Horn), Andrej Bielow (Violine), Herbert Schuch (Klavier). Berlin Classics

Auf dem Spielplatz: Das Davos Festival 2017 und der Homo ludens

14.08.17 (Michael Kube) -
Reto Bieri ist ein Intendant mit Ambitionen. Doch hat er es nicht auf die Phalanx großer Namen abgesehen, die wie von selbst auch im abgelegensten Nest für ausverkaufte Säle sorgen – egal was gespielt wird, wenn nur gespielt wird. Vielmehr nimmt Bieri das jährlich wechselnde Motto seines Festivals sehr ernst: Hier begegnet man nicht nur „Young Artists in Concert“, sondern auch einem Programm, das diesem Begriff alle Ehre macht.

Licht und Lichtgestalten

30.06.17 (Michael Kube) -
Licht. Kaum hätten sich die Dresdner Musikfestspiele zum 40-jährigen Jubiläum ein schöneres Motto wählen können, sind mit ihm als Lebenselixier, ­so Intendant Jan Vogler, doch Aufklärung, Freiheit, Transparenz und Energie verbunden. Was das für die Musikfestspiele selbst bedeutet, macht ein kleiner Rückblick deutlich: Standen ab 1978 zunächst Themen des Musiktheaters im Vordergrund, waren es nach 1990 geo­grafische, historische oder auch ideengeschichtliche Schwerpunkte, unter denen das traditionell weit gefächerte Programm subsumiert wurde.

Ein Scheiterhaufen als Appell –Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ an der Oper Frankfurt

16.06.17 (Michael Kube) -
Der Gegensatz konnte kaum größer sein, und doch erschien er am Ende in bedeut­samer Sinnfälligkeit: auf der einen Seite als himmlisches Vorspiel Claude Debu­ssys präimpressionistisches Poème lyrique „La Damoiselle élue“ (1893), auf der anderen das in dunkle, schmutzig-drohende Bilder getränkte Oratorium „Jeanne d’Arc au bûcher“ (1935) von Arthur Honegger. Eine direkt anfassende, ja aufrüt­telnde Doppelinszenierung durch Àlex Ollé und sein spanisch-katalanisches Kollektiv „La Fura dels Baus“.

unüberhörbar 2017/06

13.06.17 (Christoph Schlüren) -
Werner Pirchner: Piano Trios No. 1–3. Eggner Trio +++ Concerti III. GrauSchumacher Piano Duo. Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Brad Lubman +++ Matthew Whiteside: Dichroic Light, Music For Soloists, Chamber Ensembles and Electronics

Der Klang der Großstadt

13.06.17 (Michael Kube) -
Kaum mehr als nichts ist geblieben. Wären da nicht die zahlreichen Dokumente, die sich auf Fotopapier, Schellackplatte oder auch auf Zelluloid über die vernich­tende Zeit des Zweiten Weltkriegs erhalten haben. Denn geht man heute bei Tag oder Nacht halbwegs wachen Auges durch Berlin, so wird man kaum mehr eine authentische Spur finden, die dem Alltag, der (Über-)Lebenskunst oder auch der Musik jener Zeit entstammt, die mit den längst verklärten Goldenen 20er-Jahren begann, selbst unter den Augen der braunen Diktatur fortbestand und noch nach 1945 in den Ruinen der Stadt wieder auf die Füße zu kommen versuchte – ver­geblich.

Rennen um die besten Plätze in der digitalen Welt

31.05.17 (Michael Kube) -
Wie bunt das Rennen um die besten Plätze (und Ideen) in der digitalen Welt ist, das hat im April 2017 in den Räumen des Salzburger Mozarteums die eintägige Karajan Music Tech Conference gezeigt – eine Veranstaltung, die zunächst nur als Begleit-Symposium zu den Osterfestspielen geplant war, dann aber in den Monaten der Vorbereitung eine eigene Dynamik entwickelt hat. Herausgekommen ist eine doppelte Veranstaltung, bestehend aus einer „Innovation Stage“ (einer Art kommentierter, interaktiver App-Ausstellung) und einer Hauptbühne, auf der vier Gesprächsrunden mit insgesamt 20 Teilnehmern versuchten, das weite Feld etwas genauer abzustecken. Zur Programmatik gehörte auch die Vielfalt der Akteure, wie Matthias Röder, Geschäftsführer des Karajan Instituts, erklärte: „Ich habe versucht, verschiedene Disziplinen zusammenzubringen: Wissenschaftler, Leute aus dem Business und Leute, die mehr aus der Kultur kommen.“
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