Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Kube«

Licht und Lichtgestalten

30.06.17 (Michael Kube) -
Licht. Kaum hätten sich die Dresdner Musikfestspiele zum 40-jährigen Jubiläum ein schöneres Motto wählen können, sind mit ihm als Lebenselixier, ­so Intendant Jan Vogler, doch Aufklärung, Freiheit, Transparenz und Energie verbunden. Was das für die Musikfestspiele selbst bedeutet, macht ein kleiner Rückblick deutlich: Standen ab 1978 zunächst Themen des Musiktheaters im Vordergrund, waren es nach 1990 geo­grafische, historische oder auch ideengeschichtliche Schwerpunkte, unter denen das traditionell weit gefächerte Programm subsumiert wurde.

Ein Scheiterhaufen als Appell –Honeggers „Jeanne d’Arc au bûcher“ an der Oper Frankfurt

16.06.17 (Michael Kube) -
Der Gegensatz konnte kaum größer sein, und doch erschien er am Ende in bedeut­samer Sinnfälligkeit: auf der einen Seite als himmlisches Vorspiel Claude Debu­ssys präimpressionistisches Poème lyrique „La Damoiselle élue“ (1893), auf der anderen das in dunkle, schmutzig-drohende Bilder getränkte Oratorium „Jeanne d’Arc au bûcher“ (1935) von Arthur Honegger. Eine direkt anfassende, ja aufrüt­telnde Doppelinszenierung durch Àlex Ollé und sein spanisch-katalanisches Kollektiv „La Fura dels Baus“.

unüberhörbar 2017/06

13.06.17 (Christoph Schlüren) -
Werner Pirchner: Piano Trios No. 1–3. Eggner Trio +++ Concerti III. GrauSchumacher Piano Duo. Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Brad Lubman +++ Matthew Whiteside: Dichroic Light, Music For Soloists, Chamber Ensembles and Electronics

Der Klang der Großstadt

13.06.17 (Michael Kube) -
Kaum mehr als nichts ist geblieben. Wären da nicht die zahlreichen Dokumente, die sich auf Fotopapier, Schellackplatte oder auch auf Zelluloid über die vernich­tende Zeit des Zweiten Weltkriegs erhalten haben. Denn geht man heute bei Tag oder Nacht halbwegs wachen Auges durch Berlin, so wird man kaum mehr eine authentische Spur finden, die dem Alltag, der (Über-)Lebenskunst oder auch der Musik jener Zeit entstammt, die mit den längst verklärten Goldenen 20er-Jahren begann, selbst unter den Augen der braunen Diktatur fortbestand und noch nach 1945 in den Ruinen der Stadt wieder auf die Füße zu kommen versuchte – ver­geblich.

Rennen um die besten Plätze in der digitalen Welt

31.05.17 (Michael Kube) -
Wie bunt das Rennen um die besten Plätze (und Ideen) in der digitalen Welt ist, das hat im April 2017 in den Räumen des Salzburger Mozarteums die eintägige Karajan Music Tech Conference gezeigt – eine Veranstaltung, die zunächst nur als Begleit-Symposium zu den Osterfestspielen geplant war, dann aber in den Monaten der Vorbereitung eine eigene Dynamik entwickelt hat. Herausgekommen ist eine doppelte Veranstaltung, bestehend aus einer „Innovation Stage“ (einer Art kommentierter, interaktiver App-Ausstellung) und einer Hauptbühne, auf der vier Gesprächsrunden mit insgesamt 20 Teilnehmern versuchten, das weite Feld etwas genauer abzustecken. Zur Programmatik gehörte auch die Vielfalt der Akteure, wie Matthias Röder, Geschäftsführer des Karajan Instituts, erklärte: „Ich habe versucht, verschiedene Disziplinen zusammenzubringen: Wissenschaftler, Leute aus dem Business und Leute, die mehr aus der Kultur kommen.“

„Auf Wiederseh’n!“ – Kreneks Einakter-Trilogie in Frankfurt zyklisch überformt

09.05.17 (Michael Kube) -
Wohl jeder, der sich einmal mit der Musik der 1920er Jahre intensiver beschäftigt hat, wird Kreneks „Jonny spielt auf“ (1926) kennen – jene mitreißende Jazz-Oper, deren Titelheld kaum ein Jahrzehnt später in wilder Verzerrung auf das Plakat einer vermeintlich „entarteten Musik“ gelangte. Was da auf die Weimarer Republik zukommen sollte, scheint Krenek, wohl immer am Puls der Zeit, bereits geahnt zu haben. So jedenfalls lässt sich seine Einakter-Trilogie von 1926/27 deuten – und so wurde sie auch in der Oper Frankfurt in einer neuen, zyklischen Inszenierung auf die Bühne gebracht.

unüberhörbar 2017/04

09.04.17 (Christoph Schlüren) -
Samuel Capricornus: Lieder von dem Leyden und Tode Jesu; Theatrum musicum (Auszüge). La Chapelle Rhenane, Benoit Haller +++ Erich Wolfgang Korngold: Violinkonzert D-Dur; Vier Stücke aus „Much Ado About Nothing“, Jules Conus: Violinkonzert e-Moll; Elegie für Violine und Klavier. Thomas Albertus Irnberger, Violine; Barbara Moser, Klavier; Israel Symphony Orchestra, Doron Salomon +++ Arthur Honegger: Le Roi David. Ensemble Vocal de Lausanne, Orchestre de la Suisse Romande, Daniel Ruess

unüberhörbar 2017/02

12.02.17 (Christoph Schlüren) -
Sergej Tanejew: Streichtrios E-Dur und h-Moll. Lubotsky Trio. Melodiya +++ Luigi Cherubini, Charles Henri Plantade: Requiems pour Louis XVI & Marie-Antoinette. Le Concert Spirituel. Alpha +++ J. B. Vanhal: Konzert D-Dur, C. Ditters von Dittersdorf: Konzert E-Dur, G. Bottesini: Konzert b-Moll. Franz Liszt Kammerorchester, Ödön Rácz, Kontrabass & Leitung. Deutsche Grammophon

Silberscheiben, die bleiben

19.12.16 (Michael Kube) -
Der persönliche Jahresrückblick der nmz-Phonokritiker: Sammlerobjekte. Wieder ist ein Jahr vorüber und wieder sind einem zahllose CDs durch die Hände gegangen. Viel Gutes war dabei, aber auch erstaunlich viel Durchschnittliches. Nur selten Herausragendes, aber auch kaum wirklich Schlechtes. Und obwohl alle vom Streaming reden, setzt „die Klassik“ noch immer auf die Silberscheibe – als haptisches Repräsentationsobjekt für ein in weiten Teilen wertkonservatives Publikum, das nach dem eigenen Geschmack auch seine Sammlung haben möchte.

unüberhörbar 2016/10

06.10.16 (Christoph Schlüren) -
Max Reger: Sonaten für Violine allein. Ulf Wallin, Violine. cpo +++ Gustav Helsted: Decet op. 18, Streichquartett op. 33. The Danish Sinfonietta. Dacapo +++ Janoska Ensemble: Janoska Style. Deutsche Grammophon
Inhalt abgleichen