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Bund lehnt Übernahme der Berliner Opernhäuser ab

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Berlin (ddp-bln). Der Bund lehnt ein größeres Engagement für die Musik- und Sprechtheater in Berlin ab. So wolle er keines der drei Opernhäuser in seine finanzielle Verantwortung übernehmen, sagte eine Sprecherin von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) am Mittwoch nach einem Treffen des Ministers mit dem Berliner Kultursenator Thomas Flierl (PDS).

Auch die Philharmonie könne nicht vom Bund übernommen werden. Nida-Rümelin halte ein solches Engagement nicht für sinnvoll. Musiktheater und Sprechtheater lägen in der Zuständigkeit der Länder, betonte die Sprecherin.
Die Haltung Nida-Rümelins in dieser Frage sei bekannt, sagte ein Sprecher des Kultursenators. Ungeachtet dessen werden weitere Gespräche folgen. Dabei solle ausgelotet werden, wo es Annäherungen oder Alternativen gebe.
Im Mittelpunkt des Treffens stand nach Angaben der Sprecherin Nida-Rümelins vor allem die mittelfristige Planung «hinsichtlich des kulturellen Engagements des Bundes in der Stadt». Zudem habe das Gespräch der Vorbereitung der ersten Sitzung des Kabinettsausschusses Neue Länder mit dem Berliner Senat am 15. Mai gedient. Dabei solle auch die Hauptstadtkultur eine Rolle spielen.
Flierl will mit Nida-Rümelin außerdem darüber verhandeln, dass der Bund den kompletten Berliner Anteil an den Investitionskosten für die Museumsinsel in Höhe von etwa 31 Millionen Euro ab 2003 übernimmt. Dazu gebe es bisher keine Entscheidung, sagte die Sprecherin. Sie verwies aber auf die Erlöse in Höhe von 43 Millionen Euro aus dem Verkauf der DM-Gedenkmünze sowie weitere Rückstellungen, die der Sanierung der Museumsinsel zu Gute kommen sollen. Damit werde eine akute Notlage verhindert. Wichtig für Nida-Rümelin ist nach Darstellung der Sprecherin die Planungssicherheit für die Sanierung der Museumsinsel.
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