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Musikmagazin "taktlos Ausgabe 52" – Die Nachrichten

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Strassenmusikanten finanzieren Musikschule +++ Franz Hummel komponiert Effenberg-Oper +++ Christian Thielemann 2016 Rektor der Münchner Musikhochschule +++ Scharping verkürzt Regelstudienzeit für Musiklehrer +++ Musik-Hochschul-Export nach Südost-Asien+++

Regensburg: Die Städtische Sing- und Musikschule Regensburg wird - so der Vorschlag des Kulturreferenten Klemens Unger - neue Wege in Sachen Selbstfinanzierung einschlagen. Mit zugkräftigen Straßenmusik-Ensembles sollen die Musikschüler ab sofort in der Fußgängerzone gezielt die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich lenken und in klingende Münze umwandeln. Fünf Prozent der Erlöse gehen der Musikschule direkt zu, der Rest fließt in den als besonders innovativ bekannten Regensburger Kultursommer, der im kommenden Jahr wieder mit Regensburg-typischen Repertoire-Außenseitern wie Bizets "Carmen" aufhorchen läßt.

München: Nach dem vorläufigen Scheitern seines Richard-Wagner-Musical-Projektes in Bayreuth plant der bekannte Komponist Franz Hummel jetzt eine neue Oper mit dem Titel „Effenberg“. Sie soll zur Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in der Münchner Allianz-Arena unter der Regie von Franz Beckenbauer uraufgeführt werden. „Den Stefan Effenberg und mich verbindet einfach eine tiefe Seelenverwandtschaft, so Hummel in einem Pressegespräch. „Wir sind beide dauernd verletzt“.

Berlin, München: Der Dirigent Christian Thielemann hat sich spontan bereit erklärt die Nachfolge von Robert Helmschrott als Rektor der Münchener Musikhochschule im Jahr 2016 zu übernehmen. „Das ist eine echte Herausforderung. Ich gehe gern durch Stahlgewitter, - so Thielemann zur Deutschen National- und Soldatenzeitung. Der Genius loci hätte ihn schon immer inspiriert.

Frankfurt: Die Regelstudienzeit für Musiklehrer an allgemeinbildenden Schulen wird auf zwei Semester reduziert. Das beschloss Verteidigungsminister Scharping auf einem Flug zwischen Bonn und Frankfurt. Erstens würde der Musikunterricht sowieso auf Dauer abgeschafft und zweitens interessierten sich die Schüler nachweislich stärker für Landminen als für Mozartkugeln.

Berlin, Bonn, Hannover: Eine spürbare Entlastung der Länder-Kulturetats verspricht sich die Konferenz der Musikhochschul-Rektoren von einer sogenannten Export-Offensive. Danach sollen 19 der 26 bundesrepublikanischen Musikhochschulen komplett nach Japan, Taiwan und Südkorea verlegt werden. „Diese Regelung bringt allen Vorteile“, so Konferenz-Sprecher Reinhart von Gutzeit. „Deutschland gewinnt freie Mittel für den Import von IT-Technikern – und die Studierenden haben auch im Sinne des Umweltschutzes einen viel näheren Weg zu ihrer Ausbildungsstätte.“

Taktlos finden Sie auch online unter: http://www.nmz.de/taktlos/
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