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Bayern: Kunstminister Blume über Pläne, Konzerthaus und eine Schieflage. Foto: Hufner
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Rheinland-Pfalz will Kulturförderung vereinfachen

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Mainz - Die rheinland-pfälzische Landesregierung will die öffentliche Kulturförderung deutlich vereinfachen. Mit einer neuen Förderrichtlinie sollen die Zuwendungsverfahren ab dem 1. Januar 2018 entbürokratisiert werden. Das teilte Kulturminister Konrad Wolf am Donnerstag in Mainz mit.

Kulturschaffende müssen bei der Auflistung ihrer Ausgaben in Zukunft keine Belege mitschicken, wenn sie für ihr Projekt nicht mehr als 25000 Euro vom Land erhalten.

Zudem müssten vom Land ausgezahlte Mittel bis 25000 Euro nicht mehr innerhalb von zwei Monaten verwendet werden. Bislang habe das Land das Geld dann mit Zinsen zurückgefordert. Eine andere Erleichterung: Wer für ein Kulturprojekt nicht mehr als 50000 Euro an Zuschüssen beantragt habe, müsse den Antrag nicht mehr bei jeder Änderung neu stellen, sagte Kulturabteilungsleiter Christoph Kraus. Wenn etwa eine andere Band bei einem Konzert auftrete als geplant, erspare die neue Richtlinie den Kulturschaffenden viel Aufwand.

Als fiktive Ausgabe soll außerdem ehrenamtlich geleistete Arbeit bei der Ermittlung des Eigenanteils anerkannt werden. Mit der neuen Richtlinie sei auch «bewusst eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements in der Kultur festgeschrieben» worden, sagte Wolf.

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