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Festival mit Profi-Tipps - Filmmusik-Biennale im Juni in Bonn

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Bonn (ddp). Filmproduzenten, Komponisten und Sound-Designer stehen vom 23. bis 30. Juni im Mittelpunkt der Internationalen Filmmusik-Biennale in Bonn. Auf dem Programm stehen neben Konzerten und Filmretrospektiven auch Workshops und Seminare mit Profis der Szene wie Regisseur Tom Tykwer oder dem amerikanischen Sound-Designer Mark Mangini.

Zum vierten Mal veranstalten die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland die Biennale, wie ein Sprecher am Donnerstag in München sagte.
Vier Preise werden insgesamt verliehen. Eine internationale Jury, der unter anderem der renommierte polnische Regisseur Krzysztof Zanussi und der kubanische Gitarrist Leo Brouwer angehören, wird die beste Spielfilmmusik 2002 ermitteln. Mit dem Preis für sein Lebenswerk wird der griechische Komponist Mikis Theodorakis ausgezeichnet. Sein weniger bekanntes kammermusikalisches Werk wird in einem Konzert am 29. Juni im Bonner Beethovenhaus vorgestellt. Theodorakis\' berühmte Alexis-Zorbas-Ballett-Suite soll am 30. Juni in einer Open-Air-Matinee erklingen.
(Internet: www.bundeskunsthalle.de/filmmusik)


Preise auf Filmfestival goEast in Wiesbaden vergeben=
Wiesbaden (ddp). Mit der Verleihung der Preise ist am Mittwochabend das zweite goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden zu Ende gegangen. Die mit 10 000 Euro dotierte «Goldene Lilie» für den besten Film ging an den polnischen Spielfilm «Hi, Tereska» von Robert Glinski. Nach Ansicht der internationalen Jury zeigt der Film «auf die berührendste Weise das Leben junger Leute, die in einer Zeit des Übergangs in das Erwachsenleben eintreten».
Den Preis für die beste Regie im Wert von 7500 Euro nahm der junge slowenische Regisseur Vojko Anzeljc für seinen Film «Das letzte Abendmahl» entgegen. Die Jury erklärte zur Begründung, der Regisseur zeige «durch die Augen von zwei geistig behinderten und liebenswerten Helden, wie wichtig Sinn für Menschlichkeit ist».
Nach Angaben der Festivalleiterin Claudia Dillmann nahm die Zahl der Besucher von 3500 bei der Festivalpremiere im Vorjahr auf knapp 5000 in diesem Jahr zu. Dillmann sieht dadurch auch das Konzept des Festivals bestätigt: «Mit der neuartigen Kombination von aktuellen und historischen Filmen, von Vorträgen und dem wissenschaftlichen Symposium gelingt uns der Brückenschlag zwischen den Kulturen, ein vertiefter und deshalb nachhaltiger Austausch.»
Den erstmals ausgelobten Dokumentarfilmpreis der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung vergab die Jury an die Musikdokumentation «Joy of Life» von Svetozar Ristovski aus Mazedonien. Diese Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert und Filmen vorbehalten, die eindrucksvoll «die Transformationsprozesse in den Ländern Mittel- und Osteuropas schildern». Der Spezialpreis der Jury ging an die rumänische Satire «Philantrop» von Nae Caranfil. Am Hauptwettbewerb hatten zehn Spiel- und fünf Dokumentarfilme teilgenommen, darunter zwei Uraufführungen, zwei internationale Premieren und fünf deutsche Erstaufführungen.
Der Fernsehsender 3sat will auch in diesem Jahr Filme aus dem Wettbewerb ankaufen. Nach Angaben des Festivals steht bereits die Ausstrahlung des Gewinnerfilms des Hochschulwettbewerbs in der Kategorie «Kurzspielfilm» fest: die Oscar-nominierte polnische Produktion «Männersache» von Slavomir Fabicki. Außerdem erwarb 3sat den slowenischen Kurzfilm «Gläserner Blues» von Peter Braatz aus dem Eröffnungsprogramm.
Insgesamt liefen in sieben Tagen 127 lange und kurze Filme aus 22 Ländern. Neben Regisseuren, Produzenten, Verleihern, Journalisten und Archivfachleuten kamen auch die mazedonische Kulturministerin Ganka Samoilovska-Cvetanova und der stellvertretende russische Kulturminister Vladimir Malyshev.



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