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Nachrichten 7/8 2026

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Alterssicherung | Flugreisen | ZukunftsGut-Preis | Sonder-Briefmarke
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Alterssicherung im Kulturbereich vor Ausweitung +++ Flugreisen von Musiker:innen mit Instrumenten werden einfacher +++ ZukunftsGut-Preis 2026 der Commerzbank-Stiftung verliehen +++ Sonder-Briefmarke für Helene Fischer

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Alterssicherung im Kulturbereich vor Ausweitung: Erste Einschätzung des Deutschen Kulturrates zu den Empfehlungen der Alterssicherungskommission

Die von der Bundesregierung Anfang dieses Jahres eingerichtete Alterssicherungskommission (Rentenkommission) hat Ende Juni ihre Empfehlungen vorgelegt. In den 32 Empfehlungen wird auf diverse Fragen der Alterssicherung eingegangen. Der Deutsche Kulturrat weist in einer ersten Einschätzung darauf hin, dass für Selbstständige aus dem Kultur- und Medienbereich insbesondere die Empfehlungen 21 und 22 relevant sind, in denen es um die generelle Einbeziehung von Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung geht. Selbstständige Künstlerinnen und Künstler sowie Publizistinnen und Publizisten sind bereits jetzt in der Künstlersozialversicherung pflichtversichert. Sie werden daher von dieser möglichen Neuregelung nicht betroffen sein. Andere wie etwa Architekt:innen sind in Versorgungswerken versichert, auch für sie wird sich nichts ändern.

Erfasst würden laut Kulturrat die zahlreichen Selbstständigen aus Kultur und Medien, die weder in der Künstlersozialversicherung noch über Versorgungswerke versichert sind.

Künftige Selbstständige sollen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sein. Ein Opt-out, also die Möglichkeit herauszuoptieren, soll es nicht geben. Zur Beitragsbemessung werden zwei Vorschläge skizziert, die Orientierung an geltenden Regelungen für pflichtversicherte Handwerker (Regelbeitrag) oder am steuerpflichtigen Einkommen.

Um künftige Gründungen zu erleichtern, soll in den ersten drei Jahren der Selbstständigkeit der halbe Beitragssatz gelten. Wer bereits selbstständig ist, soll ebenfalls in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden, aber voraussetzungslos ein Opt-out erklären können.

Flugreisen von Musiker:innen mit Instrumenten werden einfacher

Wichtige Verbesserungen für reisende Musikerinnen und Musiker konnte die internationale Musikergewerkschaft FIM erreichen. Instrumente dürfen gemäß der Einigung grundsätzlich mit in die Kabine, wenn Sicherheits-, Kapazitäts- und Gepäckregeln eingehalten werden.

Größere Instrumente können auf einem zusätzlich gebuchten Sitzplatz mitreisen, bestimmte Steuern und Gebühren fallen dafür nicht an. Ist der Transport in der Kabine nicht möglich, sollen Instrumente unter geeigneten Bedingungen im Frachtraum befördert werden.

Bislang gibt es in Europa keine einheitlichen Regeln für den Transport von Musikinstrumenten im Flugzeug. Jede Fluglinie handelt im eigenen Ermessen. „Jetzt sind die Fluggesellschaften gefragt, ihre Beförderungsbestimmungen so umsichtig anzupassen, dass Preise und Bedingungen für die Mitnahme von Instrumenten in der Kabine im Vorfeld klar definiert sind“, betonten Antje Valentin (Deutscher Musikrat) und Julia Hofmann (unisono, Deutsche Musik-und Orchestervereinigung) in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Lesen Sie dazu auch unseren Leitartikel von Chefredakteur Andreas Kolb auf Seite 1 dieser Ausgabe.

Demokratie entsteht im Miteinander: ZukunftsGut-Preis 2026 der Commerzbank-Stiftung verliehen

Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen. Die Commerzbank-Stiftung hat am 24. Juni in Frankfurt am Main sechs Kultureinrichtungen mit dem ZukunftsGut-Preis 2026 ausgezeichnet, die dafür Räume schaffen. Der Preis würdigt Einrichtungen, die Kulturvermittlung als zentrale Aufgabe verstehen und Menschen aktiv an Kunst und Kultur beteiligen. Die diesjährigen Preisträger entwickeln Ausstellungen mit ihrem Publikum, machen Bürgerinnen und Bürger zu Mitwirkenden auf der Bühne, produzieren Opern mit der Bevölkerung eines ganzen Landkreises oder bringen klassische Musik an Orte außerhalb des Konzertsaals. Damit zeigen sie, dass Kulturvermittlung für Demokratiebildung, gesellschaftliche Teilhabe und eine lebendige Zivilgesellschaft eine entscheidende Rolle spielt. Die Preisträger kommen aus urbanen und ländlich-kleinstädtischen Räumen. Kulturvermittlung bedeutet für sie, die Menschen vor Ort aktiv einzubeziehen und damit Gemeinschaft zu stärken: vom Theater Magdeburg, das Ensembles mit den Menschen vor Ort und Stadtteilprojekte fest in seine Arbeit integriert, über die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die Ausstellungen gemeinsam mit ihrem Publikum weiterentwickelt, bis zum MiR.LAB, das Musiktheater mit Gaming und digitaler Kultur verbindet. Auch im ländlichen Raum entstehen neue Formen kultureller Teilhabe: FestLand produziert Opern gemeinsam mit den Menschen in einem Landkreis, die MEWO Kunsthalle macht Besucherinnen und Besucher zu aktiven Mitgestaltenden, und die Bodensee Philharmonie bringt klassische Musik an neue Orte und zu neuem Publikum.

Kein Witz: Sonder-Briefmarke für Helene Fischer

Nun schafft es Helene Fischer doch noch in die nmz, denn die Deutsche Post würdigt das 20-jährige Bühnenjubiläum der Künstlerin mit einer besonderen Briefmarken-Sonderedition. „Deren Motive zeigen auf vier Briefmarkenbögen unvergessliche Bühnenmomente, die Atmosphäre gro­ßer Stadionkonzerte und ihre größten Hits ‚Atemlos‘, ‚Herzbeben‘, ‚Achterbahn‘ und ‚Nur mit dir‘. Für Fans und Sammler gibt es außerdem eine limitierte, veredelte und handsignierte Gold-Edition.“ Dazu Helene Fischer: „Musik lebt von der Verbindung zwischen Menschen… Der Gedanke, nun auf diese Weise Teil des Alltags vieler Menschen zu sein, freut mich sehr.“ kk

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