Hauptbild
Der Meetingpoint Music Messiaen

Der Meetingpoint Music Messiaen

Hauptrubrik
Banner Full-Size

Zeitlos: Messiaens „Quartett auf das Ende der Zeit“

Publikationsdatum
Body

Nach dem Auftakt am 15. Januar 2026 werden die Messiaen-Tage 2026 vom 1. bis 3. Mai 2026 in Görlitz und Zgorzelec fortgesetzt. Das Programm verbindet Konzerte, Ausstellungen sowie Führungen und Diskussionen zur historischen Einordnung und zur Wirkung von Messiaens Musik bis in die Gegenwart.

Die Messiaen-Tage erinnern an das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A sowie an das Schicksal der dort inhaftierten Menschen. Der französische Komponist Olivier Messiaen komponierte dort 1941 sein „Quartett auf das Ende der Zeit“, das bis heute als eines der eindrucksvollsten Werke unter den Bedingungen der Gefangenschaft gilt.

In der Pressemeldung des MEETINGPOINT MEMORY MESSIAEN e.V. heißt es:

Warum erinnert man heute an ein Musikstück, das in Kriegsgefangenschaft entstanden ist?

Die Messiaen-Tage 2026 in Görlitz und Zgorzelec stellen genau diese Frage – und verbinden historische Erinnerung mit aktuellen Perspektiven auf Krieg, Kunst und gesellschaftliche Verantwortung.

Ausgangspunkt ist das „Quartett auf das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen, das 1941 im Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A uraufgeführt wurde. Doch im Zentrum des Festivals steht nicht allein die Geschichte dieses Werkes oder des Ortes seiner Uraufführung, sondern die Frage, welche Bedeutung sie in einer Gegenwart hat, die zunehmend von Unsicherheit geprägt ist. Die internationale Ordnung, die lange als stabil galt, gerät ins Wanken: Kriege, politische Spannungen und gesellschaftliche Polarisierung stellen grundlegende Werte wie Frieden, Menschenwürde und Zusammenhalt infrage. Vor diesem Hintergrund gewinnen historische Orte und künstlerische Zeugnisse eine neue Aktualität.

Statt reiner Rückschau laden die Messiaen-Tage dazu ein, Geschichte aktiv zu erschließen: in Gesprächen, Führungen, künstlerischen Projekten und grenzüberschreitenden Begegnungen. Besucher:innen können sich dem historischen Ort und seiner Bedeutung aus unterschiedlichen Perspektiven nähern – hörend, diskutierend und forschend. Die Messiaen-Tage setzen bewusst auf Austausch und Beteiligung. Sie verbinden Konzerte mit historisch-politischer Bildungsarbeit und schaffen Räume, in denen unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. So entsteht ein Dialog, der über das Festival hinausweist.

In diesem Spannungsfeld zeigt sich die anhaltende Kraft von Musik: nicht als Antwort, sondern als Möglichkeit, Fragen zu stellen, Wahrnehmung zu schärfen und Verständigung zu eröffnen.

Das Festival für Musik – Geschichte – Kunst wird vom 1. bis 3. Mai 2026 in Görlitz und Zgorzelec stattfinden.

Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen des Festivals für Musik - Geschichte - Kunst finden Sie hier: https://www.messiaen-tage.eu

Musikgenre