Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Szene«

„Was soll aus euch nur werden?“

01.03.06 (Raoul Mörchen) -

Mögen deutsche Universitäten auch längst den Glanz alter Tage verloren haben und der akademische Nachwuchs von einem Studienplatz in Stanford, dem MIT oder Berkeley statt in Göttingen, Tübingen oder Heidelberg träumen: Der Ruf der deutschen Musikhochschulen strahlt unvermindert weit und erreicht die entferntesten Regionen. Dort, wo die abendländische Klassik noch besonders oder erstmals groß geschrieben wird, in Ost-europa, in Korea, Taiwan, China oder Japan, steht der Musikausbildungsplatz Deutschland hoch im Kurs. Der Ausländeranteil der Studentenschaft, die bei uns ja allein nach Fähigkeit, nicht nach Nationalität ausgesucht wird, beträgt an einigen Instituten auch darum bereits über 50 Prozent – die Tatsache, dass zumindest das Erststudium kostenfrei und ein Aufbaustudium allemal sehr kostengünstig ist, trägt dazu nicht unerheblich bei.

Ein Klanghaus mit großer Geschichte

01.02.06 (kb/mb) -

Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden kann im Jahr 2006 auf eine 150-jährige wechselvolle Geschichte zurückblicken. Die Studierenden und Lehrkräfte möchten dieses Jubiläumsjahr gemeinsam mit Ehemaligen, mit Partnern aus Kultur und Wirtschaft, mit Gästen und mit ihren Konzertbesuchern würdig feiern.

Visionen für ein „Asiatisches Jahrhundert“

01.02.06 () -

Das Forum Neue Musik ist das Podium, bei dem sich der Deutschlandfunk in seinem Sendesaal in Köln jedes Jahr im März öffentlich als Förderer und Produzent zeitgenössischen Komponierens präsentiert. Stellenwert und Wahrnehmung des Festivals sind im Wachsen. Inhaltlich stand das Forum 2005 unter dem Motto „Identitäten“ und wurde von Iris ter Schiphorst, Sidney Corbett, Ralph van Raat und der Frankfurter Künstlergruppe „Arbeit“ geprägt. 2006 lautet das Thema „Begegnungen FernMittelOst“: Der Blick nach Asien sei heute zwingend, sagt Forums-Leiter Frank Kämpfer. Im Vorfeld sprach Andreas Kolb (nmz) mit dem DLF-Redakteur.

Eine griechisch-deutsche Initiative

01.02.06 () -

Unter dem Titel „Kephalloniá September 1943 – Auf den Spuren eines deutschen Kriegsverbrechens“ wird Prof. Dr. C.U. Schminck-Gustavus (Bremen) am Freitag, den 10. Februar 2006 um 20.15 Uhr im Toscana-Saal der Residenz (Südflügel) in Würzburg eine Powerpoint-Präsentation gestalten.

Erfahrung, Energie und Arbeitseife

01.02.06 (Reinhard Schulz) -

Seit Beginn dieses Jahres ist der Cellist Lucas Fels Mitglied des in Sachen zeitgenössischer Musik weltweit renommierten Arditti Quartets. Eine neue und große Herausforderung steht für den 1962 in Lörrach geborenen Musiker an. Persönlich meint er, dass es für ihn an der Zeit sei, den Horizont in diese Richtung zu weiten, um noch einmal mit ganz neuen Aufgaben konfrontiert zu werden. Wer Lucas Fels beim Cellokonzert „Styx und Lethe“ von Wolfgang Rihm bei den Donaueschinger Musiktagen erlebte, hat wohl keine Zweifel am Gelingen. Denn diese Komposition treibt den Instrumentalisten mit geradezu diabolischer Freude durch alle Winkelgänge des Cellos und fordert das eigentlich Unausführbare. Wie Fels diesen Ritt meisterte, ist wohl allen Hörern noch in bester Erinnerung.

Absichtsvoll gestaltete akustische Vorgänge

01.02.06 (Anne Miebach) -

Durchaus entschlossen geht der Sprecher zum Flügel, „ERBUNWÜRDIG“ herrscht er die Interpreten an, nimmt einige Seiten mit scheinbar juristischen, doch sinnlosen Formulierungen und drückt sie den Musikern in die Hand. Unter deren verdutzten Blicken deklamiert er quintolisch und triolisch „Vorschriften finden Anwendung“ und klappt den Flügel zu: Das Ende von Fanja Raums gleichnamiger Komposition, die verfremdete Textauszüge des Familienrechts als eine musikalische Kafkaeske für Sprecher, Singstimme, Klarinette und Klavier vertont. Zugleich Teil des Abschlusskonzerts des Kompositionsworkshops für Mädchen und junge Frauen am 27. November 2005 in der Clara-Schumann-Musikschule Düsseldorf.

Solide Ausbildung trägt reife Früchte

01.02.06 (Hans John) -

Wenige Monate vor den Feierlichkeiten aus Anlass des 800-jährigen Dresdner Stadtjubiläums beging das Sächsische Landesgymnasium für Musik Dresden im Dezember 2005 mit einer Reihe von Veranstaltungen, einer Festschrift und einem Jubiläumskonzert am 18. Dezember 2005 den 40. Jahrestag seiner Gründung. Zunächst als Spezialschule für Musik der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden ins Leben gerufen, hat sich das Sächsische Landesgymnasium für Musik als musikalische Bildungsanstalt hohen Ranges erwiesen und einen geachteten Platz im Dresdner Musikleben erlangt. Zahlreiche, in der Musikwelt bekannte Künstler und Musikpädagogen gingen aus dieser Ausbildungseinrichtung hervor. Musikalisch besonders begabte Kinder und Jugendliche erhielten und erhalten hier neben einer soliden allgemeinen schulischen Ausbildung, die mit dem Abitur abgeschlossen wird, eine spezielle musikalische Unterweisung, die, je nach Begabung und Interesse, in sämtlichen Orchesterinstrumenten, in Klavier, in Gesang, Komposition und Jazz möglich ist.

Personalia

01.02.06 () -

Die neue musikzeitung hat ihre interaktiven Tätigkeiten ausgeweitet. Mit dem Kulturinformationszentrum stellen wir die engagierte Diskussion in das Zentrum der Aktivitäten im Netz. An dieser Stelle können Fragen gestellt, Informationen verbreitet und die Arbeiten anderer kultureller Initiativen zur Darstellung gebracht werden.

Entdeckt, was in euch steckt

01.02.06 (Matthias Sieben) -

Leiter und engagierte Mitglieder von Jugendorchestern hatte die Jeunesses Musicales Deutschland zu einer Fachtagung nach Weikersheim eingeladen. Viele waren gekommen. Die rund 50 Teilnehmenden, die sich inmitten vorweihnachtlicher Muckenzeit die fortbildende Auszeit in Weikersheim genommen hatten, repräsentierten die Jugendorchesterlandschaft in Deutschland: jugendliche Mitglieder von Schul-, Musikschul- und Universitätsorchestern waren ebenso vertreten wie Orchestervorstände, Leitungsverantwortliche aus dem Bundesjugendorchester, der Deutschen Streicherphilharmonie und den Landesjugendorchestern sowie Leitern und Leiterinnen von Jugendorchestern zwischen der Waterkant und dem Voralpenland.

Unterwegs zu neuen Formen

01.02.06 (Isabel Herzfeld) -

Von jeher waren die Dresdner Tage für zeitgenössische Musik bestrebt, Musik nicht autonom, sondern in Beziehung zu anderen Künsten und thematischen Kontexten zu präsentieren. Musik und Tanz, Musik und Politik, Musik und außereuropäische Kulturen, diese Themen gaben Impulse für die Programmgestaltung und qualifiziert besetzte, aussagekräftige wissenschaftliche Kolloquien. Doch seit Udo Zimmermann den genialen Coup landete, sein Dresdner Zentrum im Festspielkomplex Hellerau anzusiedeln und damit nicht nur zur Rettung dieses einmaligen Bauensembles in seiner Tradition kultureller Nutzung beizutragen, sondern auch seine eigene Institution zu konsolidieren, könnte sich ein durchgängiger Trend weg von der reinen Konzertform, hin zu Visualisierung und Verräumlichung ausbilden. Zum „Europäischen Zentrum der Künste Hellerau“ umbenannt bekennt sich das Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik nun zu einer Einheit von Kunst und Leben, die um 1915 die legendären Rhythmik-Aufführungen von Emile Jaques-Dalcroze in Hellerau geprägt hatte. Raum, Zuschauer und Darsteller verschmolzen in Klang und Bewegung zu einem einzigen Kunstwerk – eine Attraktion für die gesamte damalige kulturelle Elite Europas. „Kunst im öffentlichen Raum“ hieß auch der rote Faden des diesjährigen Programms, der etwa japanischen Butoh-Tanz, Filmmusiken, instrumentale Grenzgänge des Ensemble Aleph, das Kolloquium „Räume der Musik“ und Musiktheaterminiaturen von Manos Tsangaris „für ein Haus“ zusammenspann.

Inhalt abgleichen