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Alle Artikel kategorisiert unter »Bochumer Jahrhunderthalle«

Vom Grundrauschen der Welt – Sarah Nemtsovs „Haus“ auf der RuhrTriennale

01.09.22 (Joachim Lange) -
Es ist fünf Jahre her, als Komponistin Sarah Nemtsov (*1980) an der Oper in Halle mit ihrer kompositorischen Vorlage für den Opernvierakter „Sacrifice“ Furore machte. Der Text stammte von Dirk Laucke und verhandelte das Abgleiten von zwei jungen Mädchen aus Sachsen-Anhalt in die Fänge des sogenannten IS. Ein Stück packenden Musiktheaters, das alle Register einer eigenwilligen Novität zog, keinerlei platter Agitation bedurfte und dennoch bei der Kritik und beim Publikum gleichermaßen zündete. Florian Lutz hatte dieses exemplarisch aktuelle wie hochpolitische Stück in einer spektakulären Raumbühne inszeniert. Auch damit war es ihm gelungen, das von ihm geleitete Haus (zumindest für ein paar Jahre) zu einem der innovativsten Opernhäusern des Landes zu machen. Tempi passati.

Trostlos ist die Heide, kalt sind die Menschen – „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth bei der Ruhrtriennale

16.08.21 (Joachim Lange) -
Auch die Ruhrtriennale fiel im vorigen Jahr der Pandemie zum Opfer. Und wich – wie viele andere auch – mit vielen Retrospektiven ins Internet aus. Sie findet in diesem Jahr wieder statt. Diese besondere Kunstanstrengung ist ein kulturelles Erbstück von Gerard Mortier für eine Region, die ihre Stein gewordene Industrie-Geschichte für die Künste unter einer aller drei Jahre wechselnden Intendanz in die Gegenwart holt. Neben die Banalitäten des Alltags setzt. Und im besten Fall auf sie zurückwirkt.

Ruhrtriennale: Krzysztof Warlikowski und Sylvain Cambreling machen aus Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ ein spannendes Kammerspiel

20.08.17 (Joachim Lange) -
Dass der aktuelle Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons die letzte Jahresscheibe seiner Intendanz mit Claude Debussys „Pelléas et Mélisande“ einläutet, hat auch etwas von einer Referenz an den Erfinder dieser alljährlichen kulturellen Frischzellenkur für das Ruhrgebiet Gerard Mortier. Die Bochumer Jahrhunderthalle, in der diese Eröffnung mit einer vorgeschalteten Rede von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zelebriert wurde, hat sich längst als Herzstück der Ruhrtriennale etabliert. Dieses Industriearchitektur-Erbstück verdankt Mortier damit eine respektable Alterskarriere!
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