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Alle Artikel kategorisiert unter »Christina Schmitt«

Entfesselte Bilderflut: Die „Verurteilung des Lukullus“ von Paul Dessau und Bertolt Brecht in Stuttgart

03.11.21 (Joachim Lange) -
An ihrem Titel sollt ihr sie erkennen – so könnte man ein bekanntes Bibelzitat auf diese Oper übertragen. Was Paul Dessau (1894-1979) und Bertolt Brecht (1898 – 1956) als „Verhör des Lukullus“ am 17. März 1951 in Ostberlin vor einem politisch handverlesenen Publikum als geschlossene Premiere vorstellten, sollte nach dem Willen von Funktionären der Staatspartei eigentlich ein Eklat werden, um einen offiziellen Grund zu haben, das Stück nicht herauszubringen. Mit einer dialektischen Pointe, die von Brecht erfunden sein könnte, wurde die Aufführung aber zum Erfolg.

Todesvogel und Blubblub: „Kitesh“ an der Oper Halle

19.10.20 (Joachim Lange) -
Potenzielle Zuschauer sind gut beraten, die Ankündigung der Oper Halle für die jüngste Premiere genau zu lesen. Und für bare Münze zu nehmen. Es steht zwar „Kitesh“ oben drüber, was auf die selten gespielte Oper von Nikolai Rimski-Korsakov „Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronija“ verweist. Aber es steht auch da: Uraufführung und Musiktheater von „Hauen und Stechen“ mit Musik von Alexander Chernyshkov und Nikolai Rimski-Korsakov.

Georg Philipp Telemanns „Orpheus“ an der Hamburger opera stabile

11.07.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
Über fünfzig Opern hat Georg Philipp Telemann geschrieben, davon ca. 25 in seiner Zeit als Direktor des Hamburger Theaters am Gänsemarkt (1721-1738). Die meisten sind verschollen, wenige fragmentarisch erhalten und von anderen gibt es nur noch Arien. Es ist also gar nicht klar, wie sein 1736 uraufgeführter „Orpheus“ aussah, den es in diesem Jahr gleich zweimal gab: die konzertante Uraufführung im Frühjahr 1736 hieß „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus“ und die ein halbes Jahr später szenisch aufgeführte Fassung „Die rachbegierige Liebe oder Orasia“.
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