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Alle Artikel kategorisiert unter »Stefan Drees«

Die gegenseitige Bereicherung von Kunst und Leben

11.09.20 (Stefan Drees) -
„Wer jemals erlebt hat, mit welcher Ruhe und Gelassenheit, aber auch mit welch besessener Groß-Ohrigkeit er ein hängendes Becken mit einer elektrischen Zahnbürste bespielt, der wird fürderhin davon überzeugt sein, dass es die eigentliche Bestimmung der Zahnbürste ist, jenes Metallinstrument aufs Schönste zum Singen zu bringen.“ Mit diesem Satz eröffnete Gordon Kampe 2015 einen Essay, in dem er Matthias Kaul in gleichem Maße als versierten Interpreten wie als leidenschaftlichen Klangforscher und Komponisten würdigte – als Künstler, der sich mit den technischen oder ästhetischen Beschränkungen des traditionellen Instrumentariums nicht zufrieden geben wollte, sondern darauf bedacht war, dessen Möglichkeiten experimentell zu erkunden und um neue, bislang ungedachte Facetten zu bereichern. Folglich schuf Kaul – oftmals unter Rückgriff auf Alltagsgegenstände – zahlreiche skurrile Klangerzeuger, deren Bauanleitungen er ins Internet stellte, um damit den Weg zur weiterführenden Erkundung dieses Instrumentariums an die Allgemeinheit weiterzugeben.

Digitales „Festival of New Music“ in Berlin als Talkshow mit Musikeinspielungen

14.07.20 (Stefan Drees) -
Angekündigt hatten Daniel Barenboim und Emmanuel Pahud ein digitales „Festival of New Music“ in Zeiten der Corona-Beschränkungen, dessen vier Veranstaltungen vom 9. bis 12. Juli 2020 als Rahmen für die Aufführung von zehn eigens entstandenen Kompositionen dienen sollten. Tatsächlich wurde daraus eine Talkshow mit vier jeweils rund 100-minütigen Teilen, in der die eher kurzen Musikeinspielungen als Aufhänger für einen raumgreifenden und gelegentlich ziemlich ermüdenden Gedankenaustausch genutzt wurde.

Stationentheater und Theaterfarce

28.02.20 (Stefan Drees) -
Seit nunmehr sechs Jahren stellt das Opera Lab Berlin, 2014 vom Komponisten Evan Gardner und dem Regisseur Michael Höppner gegründet, die Idee einer radikalen musikalischen Gleichberechtigung aller Mitwirkenden in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Wie bei allen seither präsentierten Projekten – darunter neben Gardners „Gunfighter Nation“ (2016) unter anderem eine Realisierung von Mauricio Kagels „Staatstheater“ (2017) und die Uraufführung von Brigitta Muntendorfs „Songs of Rebellion“ (2019) – profitierte auch das Ende Januar aus der Taufe gehobene Stück „Odyssey: Dead Men Die“ von der hierarchielosen Arbeitsweise des Ensembles, bei der sämtliche Aspekte der Aufführung in gemeinsamer Verantwortlichkeit entwickelt werden. Das Ergebnis machte deutlich, welche wichtigen Impulse zur Erneuerung des Musiktheaters derzeit aus der freien Szene kommen.

Pralle und anspielungsreiche Theaterfarce in Berlin: „Odyssey: Dead Men Die“ uraufgeführt

01.02.20 (Stefan Drees) -
Auf pfiffige und unterhaltsame Weise befragen Evan Gardner und das Opera Lab Berlin in „Odyssey: Dead Men Die“ (musik-)sprachliche Zusammenhänge auf ihre propagandistischen Argumentationsmuster und sparen dabei weder den antiken Dichter Homer noch die gegenwärtige Debattenkultur aus.

Musiklandschaften: Zafraan Ensemble trifft Kammerensemble Neue Musik Berlin

30.01.20 (Stefan Drees) -
Im dritten Teil seiner Konzertreihe „Rencontres“ traf das Zafraan Ensemble in der Berliner Musikbrauerei auf das Kammerensemble Neue Musik Berlin. Ergebnis war ein musikalischer Abend aus einem Guss.

Gelungene Grenzüberschreitungen. Zum „Match Cut Festival“ an der Berliner Volksbühne

06.10.19 (Stefan Drees) -
Seit nunmehr zehn Jahren bemüht sich das Zafraan Ensemble mit unterschiedlichsten Projekten darum, die hermetische Abgeschlossenheit der Neue-Musik-Szene aufzubrechen. Die Überzeugung, man müsse lediglich die passenden Formate finden, um die Annäherung an zeitgenössische Musik zu erleichtern und ein neues Publikum zu erschließen, prägte auch den zweiten Teil des „Match Cut Festivals“, der am 3. Oktober 2019 in Gebäude der Berliner Volksbühne stattfand. Ein Erfahrungsbericht von Stefan Drees.

Abel Gances Stummfilm „La Roue“: Meisterhafte Rekonstruktion eines Stummfilmklassikers

15.09.19 (Stefan Drees) -
Standing Ovations, Bravo-Rufe und nicht enden wollender Beifall, auf der Bühne zufrieden strahlende Orchestermitglieder, die einander gegenseitig umarmen, denen aber auch die Anstrengung der vergangenen Stunden ins Gesicht geschrieben steht: So endete die Uraufführung einer siebenstündigen Rekonstruktion von Abel Gances Stummfilm „La Roue“ (1923) beim diesjährigen Musikfest Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Unterbrochen von drei Pausen steuerte das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Frank Strobel zu diesem Ereignis eine überzeugende Rekonstruktion der originalen Musikkompilation bei. Stefan Drees berichtet.

Blick hinter die Kulissen

31.05.09 (Stefan Drees) -
„Labor Witten“ – bereits die Namensgebung verrät, dass es hier um eine Art Versuchsanordnung geht: um ein Begleitprogramm der Wittener Tage für neue Kammermusik, das sich speziell an Studierende richtet und den Blick hinter die Kulissen erlauben soll. Damit verknüpft ist der Anspruch, durch Veranstaltungen wie Vorträge, Komponistengespräche und Probenbesuche einen inhaltlich attraktiven Rahmen zum offiziellen Festivalprogramm zu schaffen, der nicht nur unterschiedliche Anstrengungen auf dem Gebiet der Vermittlungsarbeit bündeln, sondern zugleich auch als Begegnungs- und Diskussionsforum zwischen Teilnehmern, Interpreten und Komponisten fungieren soll.

Bewährte Ansätze und neue Ideen: Die Wittener Tage für neue Kammermusik

29.04.09 (Stefan Drees) -
Mit einer wohl überlegten Mischung aus schon bewährten Ansätzen und neuen Ideen haben die Initiatoren der 41. Wittener Tage für neue Kammermusik die Tendenzen aus der jüngsten Vergangenheit des Festivals fortgeführt. Bewährt hat sich vor allem die thematische Schwerpunktbildung durch Fokussierung auf eine Komponistenpersönlichkeit.
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