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Alle Artikel kategorisiert unter »David Alden«

David Alden präsentiert an der Flämischen Oper in Gent einen düsteren „Lohengrin“

22.09.18 (Joachim Lange) -
Bei diesem Lohengrin-Vorspiel an der Flämischen Oper in Gent geht es mitunter arg laut zu. Der Argentinier Alejo Pérez und das Orchester der Oper brauchen bei der Premiere schon eine Weile, um den manchmal vorwitzigen Ehrgeiz von Blech und dunklen Streichern zu zügeln. Vor allem im zweiten Aufzug beweist er dann aber, dass die Musiker sich auch zurücknehmen können, ohne den Verwandlungsszenen und Aufmärschen ihre opulente Wucht zu nehmen.

Eine Traumfrau von Heute – Die St. Gallener Festspiele mit Catalanis selten gespielter „Loreley“

25.06.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine Nixe mit Goldhaar auf dem Rheinfelsen; verführte Adelige und scheiternde Schiffer auf dem Fluss; herrschaftliche Hochzeit und Volksfest; ein Flussfürst namens Alberich – und all das übergossen mit italienischer Musik? Eigentlich geht das doch nicht mehr… doch auf St.Gallens Festspieltribüne klatschten und trampelten die 1400 Premierenbesucher begeistert.

Rossini als politische Entlarvung –„Semiramide“ an der Bayerischen Staatsoper

14.02.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Lord Actons Diktum „Power tends to corrupt, and absolute power corrupts absolutely“ erweist sich auch in unseren Tagen als zeitlos gültig. Das mag das Team um Regisseur David Alden bewogen haben, Rossinis herausforderndes und daher selten gespieltes Werk um die so legendäre wie berüchtigte assyrische Königin Semiramis in einer Diktatur zwischen dem antiken Babylon und dem heutigen Nordkorea anzusiedeln.

Neuinszenierung von Meyerbeers „Les Huguenots“ an der Deutschen Oper Berlin

15.11.16 (Peter P. Pachl) -
Die Vorgänger-Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „Hugenotten“ an der Deutschen Oper Berlin vor 39 Jahren dauerte nicht einmal halb so lang wie die neue, gleichwohl immer noch gegenüber Meyerbeers Partitur deutlich gekürzte Produktion – damals in deutscher Übersetzung, nunmehr in Originalsprache. Von einem hochkarätigen, internationalen Solisten-Ensemble ausgeführt, gab es ab dem ersten Akt häufig heftigen Zwischenapplaus für Sänger-Leistungen. Die langanhaltenden Ovationen streckten die ursprünglich auf knappe fünf Stunden konzipierte Aufführungsdauer um eine weitere halbe Stunde.

Bilder aus dem Niemandsland – Modest Mussorgskis „Chowantschtschina” in Antwerpen

02.11.14 (Frieder Reininghaus) -
Die „verschillende historische bronnen“, die das Programmbuch in Antwerpen als Quellen für Modest Mussorgskis Libretto zu „Chowantschtschina“ nennt, sind teilweise trüb. Insgesamt werfen sie einen Blick auf die Geschichte des 16. Jahrhunderts unter großrussisch nationalen Auspizien. Es gehört zu den Paradoxien oder auch Delikatessen der laufenden Opernsaison, dass ausgerechnet dieses „Volksdrama“, das der Komponist Mussorgski 1881 unvollendet hinterließ, eines der bevorzugten Werke der Musiktheatersaison 2014/15 abgibt.

Ein Hohelied auf die Päderastie? – Benjamin Brittens „Billy Budd“ an der Deutschen Oper Berlin

23.05.14 (Peter P. Pachl) -
Exakt am 201. Geburtstag Richard Wagners feierte die Deutsche Oper Berlin erneut einen weiteren Jubilar des Vorjahres, des 1913 geborenen Benjamin Britten mit seiner 1951 uraufgeführten Oper „Billy Budd“. Die erste Frau, die am Premierenabend die Bühne betrat, war die Kostümbildnerin Constance Hoffman, denn was selbst Leos Janácek in „Aus einem Totenhaus“ nicht in derartiger Konsequenz geschafft hat, das gelang dem britischen Komponisten in seinem Bühnenwerk, der komplette Verzicht auf Frauenstimmen in einer Spielvorlage, die Regisseur David Alden als „schwule Oper“ bezeichnet.

Todernst schwierige Farce – Die Oper Frankfurt wagt Rossinis Semi-seria-Oper „Die diebische Elster“

03.04.14 (Wolf-Dieter Peter) -
1817, nach den Napoleonischen – letztlich aber nach allen Kriegen bis heute: noch sitzen in den entscheidenden Positionen rigide Machtmenschen, willfährige Richter wenden das Kriegsrecht an und da es wenig gibt, ist selbst der kleine Diebstahl ein „Verbrechen“ – da schreien sogar „normale“ Bürger nach harter Strafe und nach Eilverfahren wird halt der oder die „Schuldige“ erschossen.

„Verdi im Visier“: Hamburger Staatsoper präsentiert drei Frühwerke des Jubilars

14.10.13 (dpa) -
Hamburg (dpa) - Beim spektakulären «Wagner-Wahn» im Mai dirigierte Hamburgs Opernintendantin Simone Young alle zehn Hauptwerke von Richard Wagner in nur drei Wochen. Nun stemmt die australische Dirigentin im Oktober ein weiteres Marathon-Projekt: Mit «Verdi im Visier» präsentiert die Staatsoper zum 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi (1813-1901) mit «La Battaglia di Legnano» (20.10.), «I due Foscari» (27.10.) und «I Lombardi» (10.11.) drei frühe Opern als Neuproduktionen in drei Wochen.
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