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Alle Artikel kategorisiert unter »Josep Caballé-Domenech«

Triumph der Extreme – Giuseppe Verdis „Aida“ an der Oper Halle

21.01.18 (Joachim Lange) -
Die Premieren-Spannung im Haus war zu spüren. Eine neue „Aida“ zieht. Und die Gerüchteküche im Vorfeld funktioniert in Halle. Verdis Oper für Kairo von 1871 – ein Werk zwischen Kammerspiel, großen Chören und Triumph-Spektakel – steht bei Opernfreunden ganz oben auf dem Wunschzettel. Musikalisch wurde (von ein paar premierenbedingten Wacklern abgesehen) auch geliefert: GMD Josep Caballé-Domenech und die Staatskapelle feierte man für die großen Gefühle ebenso, wie die von Rustam Samedov und Peter Schedding einstudierten Chöre für ihren Einsatz in den Ägypterkostümen, die bei Ausstatter Christoph Ernst irgendwie gängigen Papyrus-Comics entsprungen schienen.

Im Experimentiermodus –Oper Halle kombiniert „Herzog Blaubarts Burg“ von Bartók mit Fassbinders „Bremer Freiheit“

08.05.17 (Joachim Lange) -
Ein Opernhaus braucht für Herzog Blaubarts Burg „nur“ ein fabelhaftes Orchester und zwei ebensolche Sänger. Mit der Staatskapelle unter ihrem GMD Josep Caballé-Domenech, Anke Berndt und Gerd Vogel sind die natürlich vorhanden bzw. im Ensemble! Und sie erfüllen ihre Aufgabe bravourös! Die beiden Solisten übererfüllen sie sogar. Diesmal schauspielern die beiden nicht nur ausgiebig (hochprofessionell und überzeugend wie immer) in ihren Rollen. Als geheimnisvoller Schlossherr, der seine Ehefrauen immer entsorgt, wenn die zu viel wissen wollen. Und als so liebes- wie leidensbereite und obendrein doch selbstbewusste Judith. Vor der Pause sind sie als Schauspieler in anderen Rollen mit von der Partie.

Am anderen Ende der Welt – Staatskapelle Halle in Bogotá

21.04.17 (Joachim Lange) -
Die Staatskapelle Halle und Josep Caballé-Domenech begeistern, neben der Philharmonische Orchester Bogotá, dem Luzerner Sinfonieorchester und dem Russischen Nationalorchester als Gäste aus Deutschland beim Internationalen Festival für klassische Musik in Lateinamerika!

Ein Leben für die Bühne – Die neue „Tosca“ am Opernhaus Halle

27.11.16 (Joachim Lange) -
Bei Giacomo Puccinis „Tosca“ hat es die Rezeptionsgeschichte seit der Uraufführung 1900 mit dem naturalistischen Ehrgeiz besonders weit getrieben. Bis hin zur Verfilmung an den Originalschauplätzen im Rom und in den Kostümen und zeitlichen Ablauf, die das Libretto vorgibt. Samt Sprung der Heldin von den Zinnen der Engelsburg in den Tod. Da flog schon manche Puppe beim Schließen des Vorhangs in die Tiefe. Darauf wartet man in Halle, bei der Neuproduktion dieses ungebrochen beliebten Repertoireschmuckstückes vergebens.

In Heterotopia an Land gegangen: Wagners „Fliegender Holländer“ in Halle

25.09.16 (Joachim Lange) -
In der Oper Halle beginnt Florian Lutz seine Intendanz mit einem großen Spektakel um den „Fliegenden Holländer“ von Richard Wagner. Joachim Lange mit seinen Premiereneindrücken.

Hauptsache schön bunt und üppig

31.01.16 (Joachim Lange) -
Romelia Lichtenstein glänzt in der Neuproduktion von Franceso Cileas „Adriana Lecouvreur“ in der jüngsten Neuproduktion dieser Oper im Opernhauses in Halle. Joachim Lange hat die Premiere für nmz-online besucht.

Es war einmal … – Die Oper Halle bemüht sich mit der Ausgrabung von Bernhard Sekles‘ „Schahrazade“ um ein vergessenes Werk

03.12.13 (Joachim Lange) -
Jede Opern-Ausgrabung ist per se ein Verdienst. So auch die in Halle, wo Intendant Axel Köhler „Schahrazade“ von Bernhard Sekles (1872–1934) auf die Bühne gebracht hat. Wenn es wie hier um eine Oper geht, die aus den ersten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts stammt, liegt der Verdacht nahe, dass die Nazis beim Verschwinden der Werke ihre Finger im Spiel hatten. Möglichst nichts neutönend Modernes, vor allem aber nicht von Juden.
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