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Alle Artikel kategorisiert unter »Kathrin Göring«

Achtung Aufnahme! – Oper Leipzig mit Alban Bergs „Lulu“

17.06.18 (Joachim Lange) -
„Lulu“ ist ein Schlüsselwerk der Moderne. Als Alban Berg 1935 starb hinterließ er seine letzte Oper nach Frank Wedekinds Dramen „Erdgeist“ und „Die Büchse der Pandora“ als Fragment. Friedrich Cerha hat die Oper über die Frau, deren Männer ihr zum Opfer fallen und die am Ende von Jack the Ripper selbst umgebracht wird, 1979 vollendet. Meistens wird sie heute in dieser nachträglich komplettierten Fassung gespielt. In Stein gemeißelt ist das dennoch nicht. Ab und an versucht sich ein Komponist neu am so reizvollen wie undankbaren Ergänzungswerk.

Euro-„Tannhäuser“ nun auch in Leipzig oder: Der Venusberg steht Kopf

19.03.18 (Michael Ernst) -
Geplant war ein Original von Katharina Wagner, gekommen ist eine Kopie von Calixto Bieito. Das sorgte – trotz blassen Klangs – für Grabenkämpfe beim Publikum. So ratlos ging man selten in die Pausen. Mehr unentschieden denn zerrissen verließ man kaum je ein Haus. „Tannhäuser“ in Leipzig, eine Neuproduktion von Katharina Wagner war vorgesehen und wurde beizeiten „aus organisatorischen Gründen“ abgesagt. Was hätte die Urenkelin des Komponisten in dessen Geburtsstadt aus dem „Sängerkrieg auf Wartburg“ wohl gemacht? Wir wissen es nicht – und sahen statt dessen die Übernahme der 2015/16 in Gent/Antwerpen herausgekommenen Produktion des Katalanen Calixto Bieito, die nun – nach weiteren Stationen in Venedig und Bern – ihre Deutschland-Premiere beging

Im Labyrinth der Macht – Die Oper Leipzig beginnt die neue Spielzeit mit Verdis „Don Carlo“

02.10.17 (Joachim Lange) -
Nach Braunschweig jetzt auch Leipzig: Giuseppe Verdis „Don Carlo“ passt einfach zur Spielzeiteröffnung. Man kriegt Schiller und Verdi an einem Abend. Also große Gefühle, große Politik - von allem etwas. In Leipzig hat man sich jetzt für die italienische Mailänder Fassung von 1884, also die vieraktige ohne den Akt in Fontainbleau, entschieden. Damit bleibt der Abend zwar unter der Grand-Opera Überlänge, aber auf dreieinhalb Stunden brutto kommt er trotzdem. Da hätte man die Vorgeschichte in Frankreich ruhig auch noch spielen können.

Bert Appermonts „Katharina von Bora“ am Originalschauplatz

23.05.17 (Roland H. Dippel) -
Eine breitere Synthese von Historienspiel, Kammeroper und Massenspektakel ist schwer denkbar: 2009 erhielt der belgische Komponist Bert Appermont (geb. 1973) als Student des damaligen Chefdirigenten Jan Cober den Kompositionsauftrag zum sechzigjährigen Jubiläum der Sächsischen Bläserphilharmonie. Bereits zur Uraufführung am 17. Oktober 2010 im Leipziger Gewandhaus dachte man an das für Mitteldeutschland so wichtige Jubiläum „Luther 2017“.

Untergang mit Panoramablick – Oper Leipzig schließt Wagners Ring mit der „Götterdämmerung“

03.05.16 (Joachim Lange) -
Es ist geschafft! Die Oper von Wagners Geburtsstadt Leipzig hat nach über 40 Jahren endlich ihren neuen Nibelungen-Ring. Der Vorgänger von Joachim Herz aus den 70er Jahren hat längst seinen Platz im Olymp der Wagner-Großtaten. Und zwar ganz in der Nähe des Bayreuther Jahrhundertrings von Patrice Chereau …

Eine Schwalbe macht noch keinen Nach(t)krieg – Einakter von Blacher an der Oper Leipzig

13.10.15 (Michael Ernst) -
1948 hatten die Menschen sicherlich anderes im Sinn, als sich mit experimenteller Oper zu beschäftigen. 2015 könnte die Zeit reif sein, den Ursachen für die seinerzeit so gründlich missratene Uraufführung von Boris Blachers Einakter „Die Nachtschwalbe“ auf den Grund zu gehen. Es soll damals einen ähnlich heftigen Opernskandal wie 18 Jahre zuvor bei Brecht/Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ gegeben haben.

Apokalypse Faust – effektvoll, ergreifend in Leipzig

12.10.14 (Michael Ernst) -
Nicht „Faust“ oder gar „Margarethe“ – „Mephisto“ müsste sie heißen! Jedenfalls, wenn die Gounod-Oper so diabolisch daherkommt wie jetzt in Leipzig. Zur bevorstehenden 1000-Jahr-Feier widmet man sich dort einem zentralen Thema der Stadtgeschichte.

Leipziger „Walküre“ wackelt und Walhall ist im Wanken

09.12.13 (Michael Ernst) -
Leipzigs „Ring“-Geschichte wird fortgeschrieben, hier nochmal die Eckdaten: 1878 gab es dort die erste Aufführung der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ außerhalb von Bayreuth. Einhundert Jahre danach wurde der Zyklus bislang letztmals in Wagners Vaterstadt gezeigt. Zum 200. Komponistengeburtstag startete eine Neuauflage (nmz-online 5.5.2013). Dem Vorabend folgte nun der Erste Tag des Bühnenfestspiels.
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