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Alle Artikel kategorisiert unter »Mirka Wagner«

Butterfly light als „Weihnachtsoperette“ – Paul Abrahams „Dschainah, Das Mädchen aus dem Tanzhaus“ an der Komischen Oper Berlin

01.01.20 (Peter P. Pachl) -
Die „Weihnachtsoperetten“ der Komischen Oper Berlin werden auf dem Programmzettel halbfett als „Konzertante Aufführung“ bezeichnet – ein Understatement, denn es handelt sich dabei um eine Mischform zwischen Konzert und vollszenischer Darbietung, mit Beleuchtung, Choreografie der auswendig agierenden Darsteller*innen und glitzernden, paillettenreichen Kostümen. Die besondere Form hat seit acht Jahren Tradition und auch diesmal Qualität.

„Der Zauberer von Oz“ von Pierangelo Valtinoni an der Komischen Oper Berlin

29.10.18 (Peter P. Pachl) -
Es ist schwer, gegen einen Mythos anzutreten, im konkreten Fall gegen den Hollywoodfilm „Der Zauberer von Oz“. Dass dies obendrein ein Musical-Film ist, der auch gerne auf die Bühnen transformiert wurde, macht den Fall für die Komische Oper Berlin mit einer Erstaufführung als Kinderoper nicht leichter.

Der richtige Riecher – Schostakowitschs „Die Nase“ an der Komischen Oper Berlin

17.06.18 (Peter P. Pachl) -
Die zunächst in London, dann in Sidney laufende „Nase“ in der Inszenierung von Barrie Kosky ist in Berlin angekommen. In deutscher Übersetzung setzt sie endlich einmal den von Beginn bis zu dieser Intendanz-Ära an der Komischen Oper als Alleinstellungsmerkmal ausschließlich geübte Praxis der Opernaufführungen in Landssprache fort. Die umjubelte Premiere von Schostakowitschs frühem Opern-Wurf wurde zu einem späten Höhepunkt dieser Saison und zugleich zu einem hoffnungsreichen Einstand für den künftigen GMD Ainārs Rubiķis.

Mussorgskis „Jahrmarkt von Sorotschinzi“ an der Komischen Oper Berlin

04.04.17 (Peter P. Pachl) -
Bereits im Vorfeld des 70-jährigen Jubiläums der Komischen Oper Berlin, welches in der kommenden Saison begangen wird, schlägt Barrie Kosky mit der jüngsten Produktion den Bogen zu den Anfängen von Walter Felsenstein. Der hatte in seiner ersten Spielzeit Mussorgskis komische Oper „Der Jahrmarkt von Sorotschinzi“ in der Tscherepnin-Bearbeitung interpretiert, die bereits 1927 in der Städtischen Oper Berlin unter Fritz Zweig ihre deutsche Erstaufführung erlebt hatte.

Kinderoper „Peter Pan“ von Richard Ayres an der Komischen Oper Berlin

16.11.16 (Peter P. Pachl) -
Regisseur Keith Warner steht für innovative, originelle Operninszenierungen, wie den „Ring“ in London und „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen, folglich waren die Erwartungen für sein Berlin-Debüt mit der Kinderoper „Peter Pan“ hochgesteckt. Die besuchte 3. Aufführung der Kinderoper „Peter Pan“ an der Komischen Oper Berlin (Spielleitung: Neil Robinson) vermochte diese Erwartungen jedoch nur partiell zu erfüllen.

Im Ballett-Kranken-Saal – Massenets „Cendrillon“ an der Komischen Oper Berlin

13.06.16 (Peter P. Pachl) -
Stärker als andere musiktheatrale Versionen des Aschenputtel-Stoffes unterscheidet Jules Massenets 1989 uraufgeführte Oper die Ebenen Realität und Märchenhandlung. Die Märchentraumwelt entsteht nur rund um die Protagonistin und zeigt dem Publikum der Belle Epoche eine Fluchtmöglichkeit aus prosaischer Alltagsexistenz auf.

Spoliansky-Revue an der Komischen Oper Berlin: zahnlos

02.04.16 (Peter P. Pachl) -
„Heute Nacht oder nie“: Vermutlich unfreiwillig knüpft gleich die erste Nummer an eine im Oktober vergangenen Jahres erarbeitete Spoliansky-Revue der Staatsoper an, „Es liegt in der Luft“. Basierte die mit Kinder-Darstellern besetzte Staatsopern-Produktion auf der gleichnamigen Kaufhaus-Revue Mischa Spolianskys, so ist die Neuinszenierung an der Komischen Oper eine von Regisseur Stefan Huber zusammengestellte neue Kabarett-Revue.

Ein hoch gestylter aufwändiger Flop – Uraufführung von „My Square Lady“ an der Komischen Oper Berlin

23.06.15 (Peter P. Pachl) -
Geplant war eine neue Version von Shaws „Pygmalion“, mit Reibung zum weltberühmten Musical „My Fair Lady“ von Frederick Loewe: anstelle der durch Sprechausbildung vom Straßenkind zur Lady herangereiften Eliza Doolittle sollte der Roboter Myon stehen. Doch der im Forschungslabor für Neurorobotik an der Berliner Beuth-Hochschule als lernfähiges System entwickelte und der Komischen Oper als potenzieller künftiger Opernstar angepriesene Roboter versagte kläglich. Und so musste die Idee einer Opern-Neuschöpfung zu einer „Opernerkundung“ gerinnen, die Reibung mit dem „Kraftwerk der Gefühle“ zu einem armseligen Fake.

Blaubart im Bett von Buoso Donati – Calixto Bieto verzahnt „Gianni Schicchi“ und „Herzog Blaubarts Burg“ an der Komischen Oper Berlin

02.03.15 (Peter P. Pachl) -
Wenn das aus Giacomo Puccinis „Trittico“ herausgelöste Schlussstück „Gianni Schicchi“ mit anderen Werken des Musiktheaters gekoppelt wird, so steht der skurril-heitere „Rausschmeißer“ in der Regel ebenfalls am Ende. Anders jedoch an der Komischen Oper Berlin, wo der in Florenz angesiedelten Komödie nahtlos der Einakter „Herzog Blaubarts Burg“ von Béla Bártók folgt. Die im selben Jahr 1918 uraufgeführten Opern erfahren sogar eine räumliche Verzahnung.

Kurs im Restaurieren von Gemälden – „Così fan tutte“, zweisprachig an der Komischen Oper Berlin

04.11.13 (Peter P. Pachl) -
Die jüngste Berliner Inszenierung von Mozarts Dramma giocoso in zwei Akten wurde im „Opernhaus des Jahres“ angekündigt mit dem Titel „Così fan tutte oder Die Schule der Liebenden“. An der Komischen Oper Berlin, wo bis vor zwei Jahren alle Opern ausschließlich in deutscher Sprache und zumeist in sehr frechen, neuen Übertragungen gesungen wurden, geriet die Mischung des italienischen Originals mit der alten deutschen Textfassung von Georg Schünemann in der Revision von Götz Friedrich optisch zu einer „Schule der Restauration“. Nicht nur auf einem Flachbildschirm wird dem Zuschauer im ersten Akt ein Dauerlehrgang in der Technik der Restaurierung geboten.
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