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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikphilosophie«

Aufstehen nach Adornos Wirkungstreffer

31.08.14 (Reinhard Olschanski) -
Unter dem Titel „Philosophie des Jazz“ unternimmt der Berliner Jazzmusiker und Philosoph Daniel Martin Feige einen Versuch, den sogenannten „performative turn“ in den Geistes- und Kulturwissenschaften am Beispiel des Jazz fruchtbar zu machen. Die Wende hin zum Performativen, die seinem Buch zugrundeliegt, ist eine praktische oder „praxeologische“. Sie stellt die kommunikativen, an die Aufführung und Darbietung gebundenen Aspekte von Kunst und Musik in den Mittelpunkt – nicht zuletzt auch gegenüber der „Textlastigkeit“ einer älteren poststrukturalistischen Theorie, die solche Aspekte mit ihren deutlich immanenter gehaltenen Werkzugängen vernachlässigte.

Schärfste Gegensätze

05.05.14 (Max Nyffeler) -
Am 7. Mai beginnt in München die vierzehnte Biennale für neues Musiktheater. Es ist die letzte unter der Leitung von Peter Ruzicka, der sie 1996 von Hans Werner Henze übernommen hatte. Für eine Gesamtbilanz ist es jetzt noch zu früh, denn die Ausgabe 2014 ist ja noch nicht über die Bühne gegangen. Doch anhand der Vorankündigung mit den skizzierten Stückbeschreibungen lässt sich immerhin bereits erkennen, wohin die Reise geht.

Fragen richtig stellen, Schlüsse richtig ziehen

Dieses Buch ist eine Sensation. Da warten wir seit Adorno, der uns kaum loszulassen scheint, auf eine Schritt für Schritt durchartikulierte Musikphilosophie, und ein mit 42 Jahren noch junger Philosoph kommt und bietet nichts Geringeres als eine Ontologie des autonomen musikalischen Kunstwerks: Gunnar Hindrichs mit dem bei Suhrkamp erschienenen Buch „Die Autonomie des Klangs. Eine Philosophie der Musik“. Hindrichs leistet zweierlei: zum einen eine veritable Philosophie mit den begrifflichen und denkstrategischen Möglichkeiten der großen Tradition seit Platon und Aristoteles, wobei er, sofern es sich anbietet, Ausflüge in die Texttheorie, die jüdische Mystik und die Theologie nicht scheut. Zum anderen – das ist nicht hoch genug einzuschätzen – betreibt er Musikphilosophie aus der Musik heraus. Er rezipierte und arbeitete die entsprechende Musiktheorie ein, so zur mittelalterlichen Rhythmik und zur Tonalität.

Revolution, wo? Harry Lehmann stellte seine Musikphilosophie bei der Berliner Gesellschaft für Neue Musik vor

02.11.12 (Martin Hufner) -
Wir wissen noch nicht genau, was gerade passiert. Wir wissen nur, dass etwas passiert. Die Veränderungen, die mit der Digitalisierung der Musik, ja, mit der Digitalisierung der Kultur überhaupt einhergehen, sind – unbestritten – umfassend. Ob sie auch grundlegend sind, so dass man von einer Revolution sprechen kann, darüber lässt sich streiten. Genau das tat man bei der Jour Fixe der Berliner Gesellschaft für Neue Musik in der Galerie Mario Mazzoli.
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