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Alle Artikel kategorisiert unter »Romelia Lichtenstein«

Medea.Reflexionen – Martin G. Berger inszeniert eine eigene Version von Georg Friedrich Händels „Teseo“ an der Oper in Halle

04.10.20 (Joachim Lange) -
Georg-Friedrich Händels fünfaktiger „Teseo“ könnte gut und gerne auch unter normalen Bedingungen „Medea“ heißen. Besonderes aber in der Version, die Regisseur Martin G. Berger (33) jetzt von der eigentlich geplanten Inszenierung für die gecancelten Händelfestspiele auf Coronabedingungen herunter gedimmt hat. Momentan mit in Halle erlaubten 160 Zuschauern und den hinein inszenierten Abständen auf der Bühne. Und mit einer Besetzung, bei der neben dem Dirigenten am Cembalo, neun Musiker des Händelfestspielorchesters, die durch zwei in den Ranglogen ergänzt werden, diesmal reichen müssen.

Mehr Entwurf, als Wurf – Nina Kupczyk inszeniert „Don Giovanni“ in Halle

02.03.20 (Joachim Lange) -
Nina Kupczyk musste, oder durfte (?), einen „Don Giovanni“ zu Ende inszenieren, der eigentlich mit dem Team um den Noch-Hausherren Florian Lutz in Bühne und Kostümen entstand, weil dieser unterdessen seine erste Spielzeit in Kassel vorbereitet. Keine guten Voraussetzungen, meint unser Kritiker Joachim Lange.

Perspektivenwechsel Teil Zwei: „L’Africaine“ nicht nur von Meyerbeer an der Oper Halle

17.01.19 (Roland H. Dippel) -
Im zweiten der vier Teile des Kooperationsprojektes „I like Africa and Africa likes me – I like Europe and Europe likes me“ merkt man strukturell, aber (noch) nicht im künstlerischen Prozess, wohin sich Giacomo Meyerbeers Grand-Opéra „L'Africaine“ an der Oper Halle entwickelt.

Sturm in der Sprudelflasche – Offenbachs „Großherzogin von Gerolstein“ in Halle

09.12.18 (Joachim Lange) -
Le Grande-Duchesse de Gérolstein – der Titel dieser Jacques-Offenbach-Operette aus dem Jahre 1867 klingt im französischen Original eine Spur eleganter, als die vergleichsweise bodenständige deutsche Großherzogin von Gerolstein. Das klingt mehr nach Sprudelwasser als nach Champagner. Andererseits passt es besser in die gute Stube der Stadt Halle, die Klemens Kühn für Annegret Hahns Inszenierung nachgebaut hat. Etwas verfremdet, aber mit Wiedererkennungseffekt. Die Stadtwappen an den Wänden und die Fähnchen lassen daran keinen Zweifel.

Babylon den Afrikanern – Oper Halle mit Giacomo Meyerbeers Grand opéra „L’Africaine“

30.09.18 (Joachim Lange) -
Wenn eine Grand opéra auf die Raumbühne Babylon trifft, dann steht ein Opernabenteuer ins Haus. Eine mutige und ehrgeizige Exkursion ins Unbekannte. Giacomo Meyerbeers „L’Africaine“ (Die Afrikanerin) ist dabei lediglich der Ausgangspunkt. Stark gekürzt ist sie ohne weiteres als die 1865 uraufgeführte Oper immer noch erkennbar. Geplant ist eine Reise durch die Zeiten, über die Kontinente und Widersprüche der Welt und zwischen Kunst und Leben.

Einmal Zukunft und zurück – Verdis „Messa da Requiem“ an der Oper Halle

16.09.18 (Joachim Lange) -
Es ist durchaus legitim, den Eröffnungsabend der neuen Spielzeit in der Oper Halle für Affentheater zu halten. Wobei dieses Etikett nicht nur dann zutrifft, wenn man es kritisch meint und ohnehin ein Problem mit dem assoziativ Grenzen aufbrechenden Theater des regieführenden Intendanten Florian Lutz hat. Oder, wenn man die Affenmasken für den gewaltig aufgestockten Chor und Teile des Publikums nicht nur für unbequem, sondern auch für albern oder unangemessen hält. Zumal Verdis „Messa da Requiem“ der Form und dem Namen nach eine Totenmesse ist.

Mit Handy wäre das auch passiert … – Die Händelfestspiele in Halle sind mit „Berenice, Regina, D’Egitto“ bravourös gestartet

27.05.18 (Joachim Lange) -
Die Zeiten, in denen es Händelopern gab, die in Halle noch nie aufgeführt wurden, sind vorbei! Mit den Festspielen 2018 hat die Geburtsstadt des Meisters als einzige alle seine 42 überlieferten Opern mindestens einmal im Programm gehabt. Die 1737 in London uraufgeführte „Berenice, Regina d’Egitto“ war die letzte, die noch fehlte. Das ist schon eine Leistung, auf die sich die Hallenser was einbilden können. Das ist gelebte Händelkompetenz hinter den Kulissen, auf der Bühne, im Graben und im Saal.

„Die Hochzeit des Figaro“ oder Die tollste Tortenschlacht – in Dresden

18.05.17 (Michael Ernst) -
Wenn Opernhäuser Operette spielen, darf sich die Staatsoperette Dresden auch an Oper wagen: Ob Mozarts „Figaro“ das richtige Rezept ist, um mehr Publikum ins neue Haus zu holen?

Ein Leben für die Bühne – Die neue „Tosca“ am Opernhaus Halle

27.11.16 (Joachim Lange) -
Bei Giacomo Puccinis „Tosca“ hat es die Rezeptionsgeschichte seit der Uraufführung 1900 mit dem naturalistischen Ehrgeiz besonders weit getrieben. Bis hin zur Verfilmung an den Originalschauplätzen im Rom und in den Kostümen und zeitlichen Ablauf, die das Libretto vorgibt. Samt Sprung der Heldin von den Zinnen der Engelsburg in den Tod. Da flog schon manche Puppe beim Schließen des Vorhangs in die Tiefe. Darauf wartet man in Halle, bei der Neuproduktion dieses ungebrochen beliebten Repertoireschmuckstückes vergebens.

Die Händelfestspiele 2016 in Halle – Nach 17 Tagen endeten die Händelfestspiele 2016 in Halle

14.06.16 (Joachim Lange) -
Schon die vielen Opern adeln das Programm der gerade beendeten Händefestspiele in Halle. Vier davon szenisch, zwei davon als traditioneller Repertoirebestandteil des Opernhauses. Was beides schon ein Alleinstellungsmerkmal ist. So wie das einzige deutsche Händeldenkmal mitten auf dem Markt der Geburtsstadt des Barockmeisters. Nachdem man es im letzten Jahr mit Unsichtbarkeit versucht hatte, waren die vom 27. Mai bis 12. Juni dauernden Festspiele diesmal auch wieder im Stadtbild präsent. Auch wenn bei der Vermarktung immer noch jede Menge Luft nach oben bleibt. Die künstlerische Bilanz freilich kann sich sehen lassen.
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