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Alle Artikel kategorisiert unter »Uraufführungen«

Start für Festspiele MV - Uraufführung von Orgel-Auftragswerk

15.06.18 (dpa) -
Schwerin/Neubrandenburg- Das NDR Elbphilharmonie Orchester eröffnet mit einem Gastspiel in der Konzertkirche Neubrandenburg am Freitag (19.30 Uhr) die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Als Festspiel-Ouvertüre erklingt aber ein Orgel-Auftragswerk, das der US-amerikanische Ausnahme-Pianist Kit Armstrong komponierte.

Kino, Killer, Klang

31.10.17 (Rainer Nonnenmann) -
Die Klassifikation von Künsten, Disziplinen, Gattungen, Arten und Formen entspringt derselben spätaufklärerischen Kategorisierungsbesessenheit, mit der man auch Flora, Fauna, Gesteine, Erdzeitalter und die Elemente in Spezies und Unterspezies einteilte. Angesichts der Vielstimmigkeit und Komplexität dessen, was Kunst und Welt bedeuten, blieben solche Versuche immer hilfloses Schulmeisterwissen.

„Die Bekanntheit, die ihm zusteht“ – Mieczysław Weinberg wiederentdeckt

30.12.15 (Chantal Nastasi) -
Ihre große Leidenschaft ist das Ausgraben unbekannter Werke und auf diese Weise Komponisten wieder zu entdecken, die heute nicht mehr so sehr im Rampenlicht stehen. Vor allem die Komponisten ihres Heimatlandes Polen haben es Ewelina Nowicka angetan. Sie hat Geigenmusik von Apolinary Szeluto und Ignacy Paderewski wiederaufgeführt, das Violinkonzert von Ludomir Rózycki hat sie mit dem Polnischen Rundfunkorchester Kattowitz auf CD eingespielt und durch ihre Recherchen über Schostakowitsch wurde sie auf Mieczysław Weinberg aufmerksam.

Unverzichtbare Buhmänner

27.09.15 (Rainer Nonnenmann) -
Klagen über Festivals Neuer Musik sind so alt wie die Festivals selbst. Bereits bei den ersten „Internationalen Kammermusikaufführungen“ in Salzburg, die 1922 den Anstoß zur Gründung der IGNM und deren jährlicher Weltmusikfeste gaben, wurde über die inflationäre Menge an Novitäten gestöhnt.

Drei Uraufführungen mit 13 Bläsern

18.10.14 (Daniel Ernst) -
Etwas ungewöhnlich mag die Besetzung von 13 Bläsern anmuten, in der das Ensemble Zeitsprung sein Konzert in der Black Box im Gasteig bestritt. Ihre vielfältigen Möglichkeiten aber zeigten sich mit Werken von Richard Strauss und drei Uraufführungen.

Von dieser Welt

05.05.14 (Rainer Nonnenmann) -
Schon immer nahmen Komponisten in ihrer Musik Anteil an der Wirklichkeit und waren ihre Stücke selbst Bestandteil der sinnlich erlebbaren Welt. Das gilt auch für Musik, die ausdrücklich dem romantischen Modell der Gegenwelt und dem ästhetischen Autonomieprinzip folgt. Durch musikalische Zitate und Allusionen sind daher Kompositionen gleich in potenzierter Weise mit Welt und Wirklichkeit aufgeladen. Das gilt zumal für neue Musiktheaterwerke über die großen Menschheitsthemen Liebe und Tod, von denen bei der 14. Münchener Biennale für neues Musiktheater vom 7. bis 23. Mai gleich fünf Novitäten uraufgeführt werden.

Magie aus kultischen Urgründen

07.12.13 (Rainer Nonnenmann) -
Die scheinbar rein eigengesetzlich verlaufende europäisch-abendländische Kunst steht bei aller mühsam erstrittenen Autonomie weiter in teils offensichtlicher, teils unterschwelliger Verbindung mit kultischen Praktiken vordenklicher Zeiten. Kunst und Musik befreiten sich zwar nach und nach aus den einstigen Natur-, Jagd-, Initiations- und Stammesritualen ebenso wie später aus funktionalen Einbindungen in kirchliche, höfische und volkstümliche Zeremonien, Bräuche, Feste und Feiern. Doch die über Jahrtausende bei magischen Handlungen gebildeten funktionellen Dispositionen beziehungsweise – wie der Tiefenpsychologe C.G. Jung gesagt hätte – „Archetypen“ wirken weiter. Trotz aller Aufklärung, Rationalität und Konstruktivität macht nicht zuletzt gerade die Verbindung zu diesen Urgründen noch heute die Magie und Faszinationskraft vieler Kunst und Musik aus. Vor allem das Tanz- und Musiktheater rührt unverkennbar an die einst kultische Einheit von Musik mit Bewegung, Sprache, Handlung, Szene und der damit verbundenen Sehnsucht nach Erfüllung, Ganzheit, Teilhabe und Vereinigung von Akteuren und Publikum. Warum sonst gibt es so viele neue Tanz-, Märchen- und Zauberspiele?

Des Tones Tod … und Wiederkehr

02.07.13 (Rainer Nonnenmann) -
Musik entfaltet sich in der Zeit und vollendet sich erst in dem Moment, in dem sie bereits verklungen ist … aus und vorbei. Das Verklingen des Tones ist des Tones Tod. In der Zeit sich vollziehend, sich vollendend und sich verlierend ist Musik prädestiniert für die Darstellung der Flüchtigkeit und Vergänglichkeit alles Irdischen, vanitas vanitatum. Nicht zuletzt aus diesem Grund diente Musik seit je dem Ausdruck ständig sich wandelnder Regungen und Gefühle. Mal verkörpert sie irdische Lust, Liebe, Sinnlichkeit und Lebensfreude. Dann wieder sprechen Trauer, Leid und Klage aus ihr. Zumeist durchdringt sie beides zugleich. Doch indem diese Zeitkunst jeden Moment jetzt sagt … jetzt, jetzt, jetzt …, ist sie auch tönender Vorschein auf das gerade Gegenteil, die Aufhebung von Zeit in Ewigkeit. So war Musik durch alle Jahrhunderte hindurch ein eindringliches Symbol von Werden und Vergehen, Tod und Auferstehung, und ist es bis heute geblieben.

… 1813–1913–2013–2113 …

04.06.13 (Rainer Nonnenmann) -
Wie hätte man 1813 vorausahnen können, welche Entwicklungen die Musik im Verlaufe der nächsten einhundert Jahre nehmen würde? Dabei war dies ein Jahr des Um- und Aufbruchs. Der ganz Europa unterjochende Diktator Napoleon wurde in der sogenannten „Völkerschlacht“ bei Leipzig geschlagen. In London wurde die Philharmonic Society gründet. Verdi und Wagner wurden geboren. Und in Wien erlebten Beethovens 7. Symphonie und „Wellingtons Sieg“ ihre triumphale Uraufführung. Doch wie von einem fremden Stern erscheinen dagegen Debussys „Jeux“ und Strawinskys „Sacre du Printemps“, die 1913 in Paris ihre spektakulären Premieren feierten, sowie Kasimir Malewitschs im selben Jahr gemaltes „Weißes Quadrat auf weißem Grund“ und Schönbergs damals in halb Europa gespielter „Pierrot Lunaire“.

Geh’ aus mein Herz …

28.03.13 (Rainer Nonnenmann) -
Im Unterschied zur Feldmusik meinte „Kammermusik“ zunächst einfach Musik für die fürstliche Kammer, und zwar unabhängig von der Größe ihrer Besetzung. Wie zu feudalen Zeiten die Hofbuchhaltung Etats für die Kammermusiker bereithielt, wird noch heute verbeamteten Solisten an Stadt- und Staatstheatern der Titel „Kammersänger“ verliehen.
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